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Wirtschaft Deutschlands

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Die Wirtschaft Deutschlands entwickelte sich nach 1945, mit der Währungsreform (Einführung der D-Mark) und der US-Marshallplanhilfe für den Wiederaufbau des zerstörten Landes, zu einer führenden Industriemacht. Nebst der Automobilindustrie dominierten in einer ersten Phase die Steinkohle- und Eisenförderung sowie Rohstahl-Produktion, hauptsächlich auch im Ruhrgebiet. Diese Bereiche wurden mit der zunehmenden Billig-Konkurrenz vor allem auch aus Asien sowie mit dem politischen Willen zur Abkehr von der Kohle-Subventionierung und Bekämpfung des Klimawandels einem starken Strukturwandel unterworfen, das Ruhrgebiet gehört heute zu den wirtschaftlich schwachen Regionen des Landes. Stärkeres Gewicht liegt nun auf den Bereichen Elektro-, Elektronik- und High-Tech-Industrie (schwergewichtig vorab im Süden des Landes), wo sich Deutschland wiederum eine recht gute Weltmarkt-Stellung zu schaffen wusste. Vor allem auch wegen der Automobilindustrie hält es noch heute weitgehend den Rang eines "Export-Weltmeisters"; die Einführung des Euro, welcher die deutschen Exporte im Vergleich zur D-Mark vorher verbilligte, trägt hier ebenfalls das ihre dazu bei. Auch der Dienstleistungs-Bereich gewinnt in der Beschäftigungs-Struktur zusehends an Gewicht. Die ökonomischen Probleme mit der deutschen Einheit ab 1990 und dem wirtschaftlich rückständigen Osten sind heute, auch dank staatlicher finanzieller Steuerung dieses Prozesses, ziemlich gut gemeistert.