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Institut für Sozialforschung: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Institut für Sozialforschung''' wurde 1923 gegründet. In den 1930er Jahren wurden - insbesondere die [[Judentum|jüdischen]] - Mitglieder des Instituts gezwungen, Deutschland zu verlassen. Hintergrund war die [[Judenfeindschaft]] der  [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] und die damit verbundene Ablehnung der vom Institut entwickelten, angeblich „jüdischen“ Theorien. 1933 wurde das Institut gewaltsam geschlossen und ließ sich als „Société Internationale de Recherches Sociales“ in [[Genf]] nieder, nachdem es bereits 1932 eine Zweigstelle bei der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf eröffnet hatte. Von Genf zog das Institut 1934 nach [[New York]] City, wo es zukünftig mit der Columbia University assoziiert war.<ref>Emil Walter-Busch: ''Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik''. Wilhelm Fink, München 2010. S. 24f.</ref>  Das Institutsjournal wurde von ''Zeitschrift für Sozialforschung'' in ''Studies in Philosophy and Social Science'' umbenannt. Zu den wichtigsten Werken der Frankfurter Schule, die die marxistischen Kategorien auf die Kulturwissenschaften anwandten, gehörten Adornos ''On Popular Music'', welches er zusammen mit George Simpson verfasste und 1941 in der Zeitschrift ''Studies in Philosophy and Social Sciences'' publizierte,<ref>"[http://www.icce.rug.nl/~soundscapes/DATABASES/SWA/On_popular_music_1.shtml On popular music]". Originally published in: Studies in Philosophy and Social Science, New York: Institute of Social Research, 1941, IX, 17-48. See Gordon Welty [http://www.wright.edu/~gordon.welty/Adorno_84.htm "Theodor Adorno and the Culture Industry"] (1984)</ref> Adornos und Horkheimers ''Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug'', ursprünglich ein Kapitel in der ''Dialektik der Aufklärung'' (1947),<ref>Theodor W. Adorno and Max Horkheimer "Enlightment as mass deception" ''Dialectic of Enlightenment''. London: Verso, 1979, 120-167 (originally published as: ''Dialektik der Aufklärung''. Amsterdam: Querido, 1947). On-line [http://www.wright.edu/~gordon.welty/Adorno_84.htm the University of Groningen website] and http://www.marxists.org/reference/archive/adorno/1944/culture-industry.htm Marxist Internet Archive]. Siehe Gordon Welty [http://www.wright.edu/~gordon.welty/Adorno_84.htm "Theodor Adorno and the Culture Industry"] (1984).</ref> und ''Résumé über Kulturindustrie'', ein Radiovortrag von Adorno im Jahre 1963.
Das '''Institut für Sozialforschung''' wurde 1923 in [[Frankfurt am Main]] gegründet. In den 1930er Jahren wurden - insbesondere die [[Judentum|jüdischen]] - Mitglieder des Instituts gezwungen, Deutschland zu verlassen. Hintergrund war die [[Judenfeindschaft]] der  [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] und die damit verbundene Ablehnung der vom Institut entwickelten, angeblich „jüdischen“ Theorien. 1933 wurde das Institut gewaltsam geschlossen und ließ sich als „Société Internationale de Recherches Sociales“ in [[Genf]] nieder, nachdem es bereits 1932 eine Zweigstelle bei der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf eröffnet hatte. Von Genf zog das Institut 1934 nach [[New York]] City, wo es zukünftig mit der Columbia University assoziiert war.<ref>Emil Walter-Busch: ''Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik''. Wilhelm Fink, München 2010. S. 24f.</ref>  Das Institutsjournal wurde von ''Zeitschrift für Sozialforschung'' in ''Studies in Philosophy and Social Science'' umbenannt. Zu den wichtigsten Werken der Frankfurter Schule, die die marxistischen Kategorien auf die Kulturwissenschaften anwandten, gehörten Adornos ''On Popular Music'', welches er zusammen mit George Simpson verfasste und 1941 in der Zeitschrift ''Studies in Philosophy and Social Sciences'' publizierte,<ref>"[http://www.icce.rug.nl/~soundscapes/DATABASES/SWA/On_popular_music_1.shtml On popular music]". Originally published in: Studies in Philosophy and Social Science, New York: Institute of Social Research, 1941, IX, 17-48. See Gordon Welty [http://www.wright.edu/~gordon.welty/Adorno_84.htm "Theodor Adorno and the Culture Industry"] (1984)</ref> Adornos und Horkheimers ''Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug'', ursprünglich ein Kapitel in der ''Dialektik der Aufklärung'' (1947),<ref>Theodor W. Adorno and Max Horkheimer "Enlightment as mass deception" ''Dialectic of Enlightenment''. London: Verso, 1979, 120-167 (originally published as: ''Dialektik der Aufklärung''. Amsterdam: Querido, 1947). On-line [http://www.wright.edu/~gordon.welty/Adorno_84.htm the University of Groningen website] and http://www.marxists.org/reference/archive/adorno/1944/culture-industry.htm Marxist Internet Archive]. Siehe Gordon Welty [http://www.wright.edu/~gordon.welty/Adorno_84.htm "Theodor Adorno and the Culture Industry"] (1984).</ref> und ''Résumé über Kulturindustrie'', ein Radiovortrag von Adorno im Jahre 1963.


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[[Kategorie:Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut]]
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[[Kategorie:Gegründet 1923]]
[[Kategorie:Gegründet 1923]]
[[Kategorie:Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main]]

Version vom 17. September 2019, 00:10 Uhr

Das Institut für Sozialforschung wurde 1923 in Frankfurt am Main gegründet. In den 1930er Jahren wurden - insbesondere die jüdischen - Mitglieder des Instituts gezwungen, Deutschland zu verlassen. Hintergrund war die Judenfeindschaft der Nationalsozialisten und die damit verbundene Ablehnung der vom Institut entwickelten, angeblich „jüdischen“ Theorien. 1933 wurde das Institut gewaltsam geschlossen und ließ sich als „Société Internationale de Recherches Sociales“ in Genf nieder, nachdem es bereits 1932 eine Zweigstelle bei der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf eröffnet hatte. Von Genf zog das Institut 1934 nach New York City, wo es zukünftig mit der Columbia University assoziiert war.[1] Das Institutsjournal wurde von Zeitschrift für Sozialforschung in Studies in Philosophy and Social Science umbenannt. Zu den wichtigsten Werken der Frankfurter Schule, die die marxistischen Kategorien auf die Kulturwissenschaften anwandten, gehörten Adornos On Popular Music, welches er zusammen mit George Simpson verfasste und 1941 in der Zeitschrift Studies in Philosophy and Social Sciences publizierte,[2] Adornos und Horkheimers Kulturindustrie – Aufklärung als Massenbetrug, ursprünglich ein Kapitel in der Dialektik der Aufklärung (1947),[3] und Résumé über Kulturindustrie, ein Radiovortrag von Adorno im Jahre 1963.

Andere Lexika





Einzelnachweise

  1. Emil Walter-Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Wilhelm Fink, München 2010. S. 24f.
  2. "On popular music". Originally published in: Studies in Philosophy and Social Science, New York: Institute of Social Research, 1941, IX, 17-48. See Gordon Welty "Theodor Adorno and the Culture Industry" (1984)
  3. Theodor W. Adorno and Max Horkheimer "Enlightment as mass deception" Dialectic of Enlightenment. London: Verso, 1979, 120-167 (originally published as: Dialektik der Aufklärung. Amsterdam: Querido, 1947). On-line the University of Groningen website and http://www.marxists.org/reference/archive/adorno/1944/culture-industry.htm Marxist Internet Archive]. Siehe Gordon Welty "Theodor Adorno and the Culture Industry" (1984).