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Katastrophe von Tschernobyl: Unterschied zwischen den Versionen

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==Gesundheitliche Folgen==
==Gesundheitliche Folgen==
Weitgehend unbestritten ist eine hohe Zahl von [[Schilddrüsenkrebs]]en vor allem bei Kindern und Heranwachsenden der Region, speziell hoch in [[Weißrussland]], das in den Tagen der Freisetzung aus dem havarierten Reaktor stark von Regen und damit [[Washout]] von radioaktivem [[Jod]] aus dieser Windrichtung betroffen war.<ref>A. Kofler et al. (Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern): ''Schilddrüsenkrebs nach Tschernobyl''</ref> Weniger bekannt ist, dass in Weißrussland seit den 1970er Jahren ein [[Krebsregister]] geführt wurde, welches nach dem Unfall statistisch aussagekräftige Erhöhungen anderer Krebsarten dokumentiert (und zwar bei der Bevölkerung, nicht etwa bei den Liquidatoren, die allerdings ihrerseits auch geschädigt wurden, was aber nicht hier registriert ist); dies speziell ausgeprägt in der Region [[Gomel]].<ref>[https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15609208  National cancer registry to assess Trends after the Chernobyl accident]</ref> => Hauptartikel: ''[[Tschernobyl: Die unbekannten Opfer]]''
Weitgehend unbestritten ist eine hohe Zahl von [[Schilddrüsenkrebs]]en vor allem bei Kindern und Heranwachsenden der Region, speziell hoch in [[Weißrussland]], das in den Tagen der Freisetzung aus dem havarierten Reaktor stark von Regen und damit [[Washout]] von radioaktivem [[Jod]] aus dieser Windrichtung betroffen war.<ref>A. Kofler et al. (Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern): ''Schilddrüsenkrebs nach Tschernobyl''</ref> Weniger bekannt ist, dass in Weißrussland seit den 1970er Jahren ein [[Krebsregister]] geführt wurde, welches nach dem Unfall statistisch aussagekräftige Erhöhungen anderer Krebsarten dokumentiert (und zwar bei der Bevölkerung, nicht etwa bei den Liquidatoren, die allerdings ihrerseits auch geschädigt wurden, was aber nicht hier registriert ist); dies speziell ausgeprägt in der Region [[Gomel]].<ref>[https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15609208  National cancer registry to assess Trends after the Chernobyl accident]</ref>
 
=> Hauptartikel: ''[[Tschernobyl: Die unbekannten Opfer]]''


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 11. Dezember 2018, 15:42 Uhr

Die Katastrophe von Tschernobyl geschah im April 1986 in der heutigen Ukraine.

Die Katastrophe

Nahe der Stadt Tschernobyl steht ein Kernkraftwerk, das damals aktiv war. Es bestand aus vier Kernreaktoren. Im April 1986 haben die Operateure von Reaktorblock 4 ein Experiment gemacht. Sie wussten, dass es gefährlich sein könnte, haben es aber trotzdem durchgeführt, weil, falls das Experiment erfolgreich verlaufen wäre, wäre etwas mehr Energie produziert worden. Der Versuch ging aber schief und der Reaktor explodierte und der Kern schmolz. Sofort wurden dutzende Feuerwehrleute des Kernkraftwerkes durch die radioaktive Strahlung so stark verstrahlt, dass sie trotz ärztlicher Behandlung mit Knochenmark innert weniger Wochen oder Monate starben. Es gab viel Ostwind, so dass die tagelang freigestzte Radioaktivität nach Westeuropa vordrang. Viele Menschen der Sowjetunion sind aufgrund der Strahlenbelastung gestorben. Es waren aber auch viele weitere Länder Europas vom Fallout betroffen, vor allem Westdeutschland und die DDR, die Tschechoslowakei, Österreich, der Benelux und Skandinavien. Weniger betroffen waren die Länder weiter im Westen. Den Rest des Aprils schwebte die gefährliche Wolke über Europa, bevor die Sowjets die Freisetzung mittels Helikopter-Abwurf von viel Bor, Sand und Bleikörnern auf die Kernschmelze weitgehend in den Griff bekamen. Es wurde in der Folge unter hoher Strahlenbelastung von über 100'000 sog. Liquidatoren, die wegen der Strahlung nur extrem kurz dort arbeiten durften, ein "Sarkophag" um den havarierten Kraftwerks-Block 4 gebaut. Dieser ist im Laufe der Jahre undicht geworden und wurde 2016 durch einen robusteren Sarkophag überdeckt.

Ort des Geschehens

Die Katastrophe geschah in Tschernobyl, welches damals zur Sowjetunion gehörte, zur Ukrainischen SSR, welche heute die selbständige Ukraine ist. Es liegt rund 150 km von der heutigen ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt.

Gesundheitliche Folgen

Weitgehend unbestritten ist eine hohe Zahl von Schilddrüsenkrebsen vor allem bei Kindern und Heranwachsenden der Region, speziell hoch in Weißrussland, das in den Tagen der Freisetzung aus dem havarierten Reaktor stark von Regen und damit Washout von radioaktivem Jod aus dieser Windrichtung betroffen war.[1] Weniger bekannt ist, dass in Weißrussland seit den 1970er Jahren ein Krebsregister geführt wurde, welches nach dem Unfall statistisch aussagekräftige Erhöhungen anderer Krebsarten dokumentiert (und zwar bei der Bevölkerung, nicht etwa bei den Liquidatoren, die allerdings ihrerseits auch geschädigt wurden, was aber nicht hier registriert ist); dies speziell ausgeprägt in der Region Gomel.[2]

=> Hauptartikel: Tschernobyl: Die unbekannten Opfer

Einzelnachweise

  1. A. Kofler et al. (Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern): Schilddrüsenkrebs nach Tschernobyl
  2. National cancer registry to assess Trends after the Chernobyl accident

Siehe auch

Katastrophe von Fukushima 2011