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* Bei dem Stück handelt es sich um einen schnellen [[Bebop]]-Titel in ''F-Dur''.
* Bei dem Stück handelt es sich um einen schnellen [[Bebop]]-Titel in ''F-Dur''.
* Harmonisch betrachtet ist ''Blues for Alice'' eine moderne Erweiterung des 12-taktigen [[Blues-Schema]]s mittels intensiver Verwendung der im Jazz fundamentalen [[II-V-I-Verbindung]]. Es bildet sich dabei eine Kette von II-V- bzw. II-V-I-Verbindungen heraus.
* Harmonisch betrachtet ist ''Blues for Alice'' eine moderne Erweiterung des 12-taktigen [[Blues-Schema]]s mittels intensiver Verwendung der im Jazz fundamentalen [[II-V-I-Verbindung]]. Es bildet sich dabei eine Kette von II-V- bzw. II-V-I-Verbindungen heraus.
* Der Mollseptakkord ''Dm7'' in Takte 3 wird über die II-V-I-Verbindung ''Em7b5 - Amaj7b9 - Dm7'' angesteuert. Der Akkord ''Dm7'' wird dann zur II einer neuen II-V-I-Verbindung (''Dm7 - Gmaj7 - Cm7''). Der selbe Vorgang wiederholt sich nun, indem von ''Cm7'' als II eine weitere II-V-I-Verbindung (''Cm7 - Fmaj7 - Bb7'') ausgeht. <ref>[[Mike Schoenmehl]]: ''Modern Jazz Piano - Die musikalischen Grundlagen in Theorie & Praxis'', B. Schott`s Söhne, Mainz, 1992, S.174</ref> [[Datei:Blues for Alice-Pluspedia.jpg|thumb|365px|Melodie, Harmonien und II-V-I-Verbindungen in ''Blues for Alice''.]]
* Der Mollseptakkord ''Dm7'' in Takte 3 wird über die II-V-I-Verbindung ''Em7b5 - Amaj7b9 - Dm7'' angesteuert. Der Akkord ''Dm7'' wird dann zur II einer neuen II-V-I-Verbindung (''Dm7 - Gmaj7 - Cm7''). Der selbe Vorgang wiederholt sich nun, indem von ''Cm7'' als II eine weitere II-V-I-Verbindung (''Cm7 - Fmaj7 - Bb7'') ausgeht. <ref>[[Mike Schoenmehl]]: ''Modern Jazz Piano - Die musikalischen Grundlagen in Theorie & Praxis'', B. Schott`s Söhne, Mainz, 1992, S.174</ref> [[Datei:Blues for Alice-Pluspedia.jpg|thumb|485px|Melodie, Harmonien und II-V-I-Verbindungen in ''Blues for Alice''.]]
* Die Takte 5 bis 8 arbeiten mit drei II-V-Verbindungen. ''Bbm7'' und ''Ebmaj7'' sind eine II-V in ''As-Dur'', ''Am7'' und ''Dmaj7'' ein II-V in ''G-Dur'' und ''Abm7'' und ''Dbmaj7'' eine in ''Ges-Dur''. <ref>Henry Martin: ''Charlie Parker and Thematic Improvisation'', Scarecrow Press, 1996, S. 105 und 106</ref> Dem in ''Takt 7'' üblichen ''Am7'' (II. Stufe zur V. Stufe ''Dmaj7'') geht die einen Halbton höhergelegene II-V-Verbindung voraus. Diese beginnt mit ''Bbm7'', welches mit der IV. Stufe ''Bbmaj7'' aus Takt 5 den Grundton gemeinsam hat. Das ''Db7'' in ''Takt 8'' ist das chromatische Bindeglied zu dem in ''Takt 9'' üblichen ''Cmaj7''. ''Db7'' ist dabei die ''Tritonussubstitution'' (''bii'') zur I (''Cmaj7''), das wiederum die V zu ''Fmaj7'' ist. <ref>[[Mike Schoenmehl]]: ''Modern Jazz Piano - Die musikalischen Grundlagen in Theorie & Praxis'', B. Schott`s Söhne, Mainz, 1992, S.174 und 175</ref>
* Die Takte 5 bis 8 arbeiten mit drei II-V-Verbindungen. ''Bbm7'' und ''Ebmaj7'' sind eine II-V in ''As-Dur'', ''Am7'' und ''Dmaj7'' ein II-V in ''G-Dur'' und ''Abm7'' und ''Dbmaj7'' eine in ''Ges-Dur''. <ref>Henry Martin: ''Charlie Parker and Thematic Improvisation'', Scarecrow Press, 1996, S. 105 und 106</ref> Dem in ''Takt 7'' üblichen ''Am7'' (II. Stufe zur V. Stufe ''Dmaj7'') geht die einen Halbton höhergelegene II-V-Verbindung voraus. Diese beginnt mit ''Bbm7'', welches mit der IV. Stufe ''Bbmaj7'' aus Takt 5 den Grundton gemeinsam hat. Das ''Db7'' in ''Takt 8'' ist das chromatische Bindeglied zu dem in ''Takt 9'' üblichen ''Cmaj7''. ''Db7'' ist dabei die ''Tritonussubstitution'' (''bii'') zur I (''Cmaj7''), das wiederum die V zu ''Fmaj7'' ist. <ref>[[Mike Schoenmehl]]: ''Modern Jazz Piano - Die musikalischen Grundlagen in Theorie & Praxis'', B. Schott`s Söhne, Mainz, 1992, S.174 und 175</ref>
* Nach drei [[Chorus]]sen von Charlie Parker und zwei Chorussen des Trompeters Red Rodney ist der Pianist John Lewis mit einem Solo an der Reihe, bevor das Stück mit dem Thema schließt. <ref>Max Harrison, Charles Fox und Eric Thacker: ''The Essential Jazz Records / Band II - Modernism to postmodernism'', Mansell Publishing, 2000 S. 63</ref>
* Nach drei [[Chorus]]sen von Charlie Parker und zwei Chorussen des Trompeters Red Rodney ist der Pianist John Lewis mit einem Solo an der Reihe, bevor das Stück mit dem Thema schließt. <ref>Max Harrison, Charles Fox und Eric Thacker: ''The Essential Jazz Records / Band II - Modernism to postmodernism'', Mansell Publishing, 2000 S. 63</ref>
* Diese Form des [[Blues]], d.h. diese Akkordfolge wurde auch als ''Parker Blues'', ''Bebop Blues'' und ''Bird Blues'' bekannt. Sie taucht auch in Parkers Stücken ''Au Privave'' und ''Confirmation'', in [[Toots Thielemans]] ''Bluesette'' und anderen Titeln in ähnlicher Form auf. <ref>Noah Baerman: ''Complete Jazz Keyboard Method - Intermediate Jazz Keyboard'', Alfred Music, 1998, S. 63</ref>
* Diese Form des [[Blues]], d.h. diese Akkordfolge wurde auch als ''Parker Blues'', ''Bebop Blues'' und ''Bird Blues'' bekannt. Sie taucht auch in Parkers Stücken ''Au Privave'' und ''Confirmation'', in [[Toots Thielemans]] ''Bluesette'' und anderen Titeln in ähnlicher Form auf. <ref>Noah Baerman: ''Complete Jazz Keyboard Method - Intermediate Jazz Keyboard'', Alfred Music, 1998, S. 63</ref>
Bei dem Stück handelt es sich um einen schnellen Bebop-Titel in F-Dur.
Harmonisch betrachtet ist Blues for Alice eine moderne Erweiterung des 12-taktigen Blues-Schemas mittels intensiver Verwendung der im Jazz fundamentalen II-V-I-Verbindung. Es bildet sich dabei eine Kette von II-V- bzw. II-V-I-Verbindungen heraus.
Der Mollseptakkord Dm7 in Takte 3 wird über die II-V-I-Verbindung Em7b5 - Amaj7b9 - Dm7 angesteuert. Der Akkord Dm7 wird dann zur II einer neuen II-V-I-Verbindung (Dm7 - Gmaj7 - Cm7). Der selbe Vorgang wiederholt sich nun, indem von Cm7 als II eine weitere II-V-I-Verbindung (Cm7 - Fmaj7 - Bb7) ausgeht. [3]Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehltMelodie, Harmonien und II-V-I-Verbindungen in Blues for Alice.
Die Takte 5 bis 8 arbeiten mit drei II-V-Verbindungen. Bbm7 und Ebmaj7 sind eine II-V in As-Dur, Am7 und Dmaj7 ein II-V in G-Dur und Abm7 und Dbmaj7 eine in Ges-Dur. [4] Dem in Takt 7 üblichen Am7 (II. Stufe zur V. Stufe Dmaj7) geht die einen Halbton höhergelegene II-V-Verbindung voraus. Diese beginnt mit Bbm7, welches mit der IV. Stufe Bbmaj7 aus Takt 5 den Grundton gemeinsam hat. Das Db7 in Takt 8 ist das chromatische Bindeglied zu dem in Takt 9 üblichen Cmaj7. Db7 ist dabei die Tritonussubstitution (bii) zur I (Cmaj7), das wiederum die V zu Fmaj7 ist. [5]
Nach drei Chorussen von Charlie Parker und zwei Chorussen des Trompeters Red Rodney ist der Pianist John Lewis mit einem Solo an der Reihe, bevor das Stück mit dem Thema schließt. [6]
Diese Form des Blues, d.h. diese Akkordfolge wurde auch als Parker Blues, Bebop Blues und Bird Blues bekannt. Sie taucht auch in Parkers Stücken Au Privave und Confirmation, in Toots ThielemansBluesette und anderen Titeln in ähnlicher Form auf. [7]