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Afrikanische Beutekunst: Unterschied zwischen den Versionen
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* Auch der [[Bronzekopf von Ife]] wurde von Briten im Jahr [[1938]] gestohlen. | * Auch der [[Bronzekopf von Ife]] wurde von Briten im Jahr [[1938]] gestohlen. | ||
* Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Eine großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke gibt es nicht. | * Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Eine großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke gibt es nicht. | ||
Version vom 2. Januar 2014, 12:55 Uhr
Als Afrikanische Beutekunst bezeichnet man die Kunstschätze, die von Europäern den Afrikanern im Laufe von mehreren Jahrhunderten gestohlen wurden.
Details
- Ab Ende des 15. Jahrhunderts wurde Afrika zunehmend von europäischen Mächten dominiert.
- Die schlimmste Knechtung des Kontinents durch Europa begann aber erst im 19. Jahrhundert.
- Im diesem Rahmen stahlen die Kolonialmächte auch viele Kunstwerke aus Afrika.
- Wahlweise beschwatzte man lokale Herscher und tauschte wertvolle Kunstgegenstände gegen nutzlosen und wertlosen europäischen Tand. In anderen Fällen stahl man die Kunstgegenstände einfach.
- So landeten sehr viele, teilweise extrem wertvolle Kunstgegenstände in europäischen Mussen oder bei Privatleuten aus Europa und den USA.
- Der Diebstahl begann mit der Plünderung altägyptischer Kunstwerke durch die Franzosen und Briten in Ägypten.
- Ein weiteres Beispiel für Kunstraub in Afrika sind die im Jahr 1884 vom damaligen Gouverneur Maximilian Buchner gestohlenen wertvollen Kunstgegenstände aus Kamerun. [1]
- Auch der Bronzekopf von Ife wurde von Briten im Jahr 1938 gestohlen.
- Man fragt sich, warum es kaum eine öffentliche Diskussion zu diesen Verbrechen gibt. Eine großangelegtes Projekt zur Rückgabe der gestohlenen Kunstwerke gibt es nicht.
- In Bezug auf die Enteignung jüdischer Kunstsammlungen (siehe den Hype um die Gurlitt-Sammlung) oder NS-Beutekunst wird jedes Detail medial extrem hochgespielt und im deutschen Fernsehen ausführlich durchdiskutiert. Das Themenfeld der den Afrikanern gestohlenen Kunstwerke interessiert dagegen kaum jemand, und findet in den Meiden nicht statt. Dafür sind verschiedene Faktoren ausschlaggebend:
- Die Afrikaner sind nicht so gut organisiert wie die Juden in Israel und den USA. Sie haben keine starke Lobby wie die Juden.
- Außerdem konnten sich die Afrikaner nicht so gut als medial anerkannte Opfergruppe hochstilisieren wie die Juden.
- Afrika und seine Probleme liegen generell am Rande des medialen Interesses.
- Ein vierter Grund ist, dass in Bezug auf Afrikanische Beutekunst eher Länder wie Großbritannien, Frankreich oder Portugal und nicht die Deutschen die Täter sind. Dies widerspricht dem weltweit beliebten Schemata, dass die Deutschen immer die Täter und die "Bösen" sind.
Links und Quellen
Siehe auch
Weblinks
Bilder / Fotos
Videos
Quellen
Literatur
Einzelnachweise
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Afrikanische Beutekunst) vermutlich nicht.