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Endlager: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Endlager''' oder '''Geologische Tiefenlager''' sind Endlagerstätten für [[Radioaktiver Abfall|radioaktiven Abfall]] im geologischen Fels-Untergrund. Ein gestaffeltes Barrieren-System soll dabei den sicheren Einschluss dieser [[Radioaktivität|radioaktiven]] Stoffe für zehntausende von Jahren gewährleisten. Bei den abgebrannten [[Brennelement]]en oder hoch aktivem [[Wiederaufarbeitung]]s-Abfall | '''Endlager''' oder '''Geologische Tiefenlager''' sind Endlagerstätten für [[Radioaktiver Abfall|radioaktiven Abfall]] im geologischen Fels-Untergrund. Ein gestaffeltes Barrieren-System soll dabei den sicheren Einschluss dieser [[Radioaktivität|radioaktiven]] Stoffe für zehntausende von Jahren gewährleisten. Bei den abgebrannten [[Brennelement]]en oder hoch aktivem [[Wiederaufarbeitung]]s-Abfall sind das robuste Metallbehälter als erste Barriere. Diese Behälter werden im Lagerstollen umschlossen durch künstliches, wasserundurchlässiges Verfüllmaterial, z.B. [[Bentonit]], womit der Zwischenraum zum Felsgestein verfüllt wird - die zweite Barriere. Die dritte Barriere ist das Felsgestein (Wirtsgestein genannt), wobei heute unterschiedliche geologische Formationen, die als besonders gut abdichtend gesehen werden, analysiert werden, etwa [[Opalinuston]] oder alte Salz-Lagerstätten wie in [[Gorleben]]. Das Verfahren zur Endlager-Suche wird heute (2017) in Deutschland ergebnisoffen auf verschiedene zu eruierende Standorte ausgerichtet. In der Schweiz hat man sich weitestgehend bereits auf die Gesteinsschicht Opalinuston festgelegt, die an drei noch in der [[Evaluation]] stehenden Standorten vorliegt. Weltweit ist noch kein Endlager für hochaktive Abfälle von Kernkraftwerken in Betrieb, in den [[USA]] werden aber ähnliche Stoffe aus der Kernwaffen-Produktion bereits im Lager [[Carlsbad]] in [[New Mexico]] eingelagert. Kritische Geologen zweifeln daran, dass der Abfall über derart lange Zeiträume sicher eingeschlossen bleiben kann. | ||
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Version vom 30. September 2017, 14:54 Uhr
Endlager oder Geologische Tiefenlager sind Endlagerstätten für radioaktiven Abfall im geologischen Fels-Untergrund. Ein gestaffeltes Barrieren-System soll dabei den sicheren Einschluss dieser radioaktiven Stoffe für zehntausende von Jahren gewährleisten. Bei den abgebrannten Brennelementen oder hoch aktivem Wiederaufarbeitungs-Abfall sind das robuste Metallbehälter als erste Barriere. Diese Behälter werden im Lagerstollen umschlossen durch künstliches, wasserundurchlässiges Verfüllmaterial, z.B. Bentonit, womit der Zwischenraum zum Felsgestein verfüllt wird - die zweite Barriere. Die dritte Barriere ist das Felsgestein (Wirtsgestein genannt), wobei heute unterschiedliche geologische Formationen, die als besonders gut abdichtend gesehen werden, analysiert werden, etwa Opalinuston oder alte Salz-Lagerstätten wie in Gorleben. Das Verfahren zur Endlager-Suche wird heute (2017) in Deutschland ergebnisoffen auf verschiedene zu eruierende Standorte ausgerichtet. In der Schweiz hat man sich weitestgehend bereits auf die Gesteinsschicht Opalinuston festgelegt, die an drei noch in der Evaluation stehenden Standorten vorliegt. Weltweit ist noch kein Endlager für hochaktive Abfälle von Kernkraftwerken in Betrieb, in den USA werden aber ähnliche Stoffe aus der Kernwaffen-Produktion bereits im Lager Carlsbad in New Mexico eingelagert. Kritische Geologen zweifeln daran, dass der Abfall über derart lange Zeiträume sicher eingeschlossen bleiben kann.
Quelle
Broschüre der Nagra (Schweiz) zur geolog. Tiefenlagerung, Themenheft Mai 2013