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Ein feste Burg ist unser Gott: Unterschied zwischen den Versionen
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==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
[[Datei:Feste-Burg-BWV-720-ver-2.jpg|thumb|550px|Themeneinsätze der ersten beiden Stimmen in Bachs BWV 720]] | |||
Der Titel beginnt mit dem ersten Thema in der linken Hand in Tenorlage. Ab dem vierten Melodieton, einem ''a'' nach dem drei mal wiederholten ''d`'', weicht das Thema mit Punktierung rhythmisch vom Ursprungsthema ab. Das erneute ''d`'' wird als sechster Ton taktmäßig überbunden und läuft ab Takt zwei in eine bewegte Sechzehntelbewegung mit Schwerpunkten auf den Melodietönen der Ursprungsmelodie aus. In Takt vier setzt das Thema in der Oberstimme ein. Nun wird von Takt vier bis Takt zehn im Gegensatz zu den ersten vier Takten das vollständige Thema des Liedes präsentiert. Die linke Hand begleitet mit Sechzehntelläufen. Die Melodietöne ''a'', ''cis'' und ''d'' in den Takten fünf und sechs werden dabei mittels Überbindung jeweils an Sechzehntelfiguren angebunden. Ab Takt 12 setzt das Thema erneut in der linken Hand ein. Ab Takt 19 hebt sich das Stück von der vorhergehenden Takten ab. Es wird in zweistimmiger Imitation über einem [[Basso Continuo]] in dem nun erstmalig einsetzenden Pedal geführt. Ab Takt 25 erscheint das Thema in lang gehaltenen Halben und Ganzen dann auch im Pedal. Ab Takt 35 folgt wieder eine zweistimmige Imitation über einem chromatisch an- und absteigenden Basston im Pedal. Das Thema erscheint darauf noch ein mal in der Oberstimme bevor das Stück in der Form eines [[Bicinium]]s in den letzten Takten endet. | Der Titel beginnt mit dem ersten Thema in der linken Hand in Tenorlage. Ab dem vierten Melodieton, einem ''a'' nach dem drei mal wiederholten ''d`'', weicht das Thema mit Punktierung rhythmisch vom Ursprungsthema ab. Das erneute ''d`'' wird als sechster Ton taktmäßig überbunden und läuft ab Takt zwei in eine bewegte Sechzehntelbewegung mit Schwerpunkten auf den Melodietönen der Ursprungsmelodie aus. In Takt vier setzt das Thema in der Oberstimme ein. Nun wird von Takt vier bis Takt zehn im Gegensatz zu den ersten vier Takten das vollständige Thema des Liedes präsentiert. Die linke Hand begleitet mit Sechzehntelläufen. Die Melodietöne ''a'', ''cis'' und ''d'' in den Takten fünf und sechs werden dabei mittels Überbindung jeweils an Sechzehntelfiguren angebunden. Ab Takt 12 setzt das Thema erneut in der linken Hand ein. Ab Takt 19 hebt sich das Stück von der vorhergehenden Takten ab. Es wird in zweistimmiger Imitation über einem [[Basso Continuo]] in dem nun erstmalig einsetzenden Pedal geführt. Ab Takt 25 erscheint das Thema in lang gehaltenen Halben und Ganzen dann auch im Pedal. Ab Takt 35 folgt wieder eine zweistimmige Imitation über einem chromatisch an- und absteigenden Basston im Pedal. Das Thema erscheint darauf noch ein mal in der Oberstimme bevor das Stück in der Form eines [[Bicinium]]s in den letzten Takten endet. | ||
==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
* [http://www.youtube.com/watch?v=6phVvCNSk6g&feature=related BWV 720 auf Youtube] | * [http://www.youtube.com/watch?v=6phVvCNSk6g&feature=related BWV 720 auf Youtube] | ||
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2025, 23:32 Uhr
Ein feste Burg ist unser Gott - BWV 720 ist eine dreistimmige Orgelbearbeitung von Johann Sebastian Bach aus dem Jahr 1709.[3] Es basiert auf der Melodie zu Martin Luthers Lied Ein feste Burg ist unser Gott aus dem Jahr 1528. Es handelt sich offenbar um ein Frühwerk Bachs.[4] [5] Bach schrieb über dieses Kirchenlied auch die gleichnamige Kantate (BWV 80).
Beschreibung
Der Titel beginnt mit dem ersten Thema in der linken Hand in Tenorlage. Ab dem vierten Melodieton, einem a nach dem drei mal wiederholten d`, weicht das Thema mit Punktierung rhythmisch vom Ursprungsthema ab. Das erneute d` wird als sechster Ton taktmäßig überbunden und läuft ab Takt zwei in eine bewegte Sechzehntelbewegung mit Schwerpunkten auf den Melodietönen der Ursprungsmelodie aus. In Takt vier setzt das Thema in der Oberstimme ein. Nun wird von Takt vier bis Takt zehn im Gegensatz zu den ersten vier Takten das vollständige Thema des Liedes präsentiert. Die linke Hand begleitet mit Sechzehntelläufen. Die Melodietöne a, cis und d in den Takten fünf und sechs werden dabei mittels Überbindung jeweils an Sechzehntelfiguren angebunden. Ab Takt 12 setzt das Thema erneut in der linken Hand ein. Ab Takt 19 hebt sich das Stück von der vorhergehenden Takten ab. Es wird in zweistimmiger Imitation über einem Basso Continuo in dem nun erstmalig einsetzenden Pedal geführt. Ab Takt 25 erscheint das Thema in lang gehaltenen Halben und Ganzen dann auch im Pedal. Ab Takt 35 folgt wieder eine zweistimmige Imitation über einem chromatisch an- und absteigenden Basston im Pedal. Das Thema erscheint darauf noch ein mal in der Oberstimme bevor das Stück in der Form eines Biciniums in den letzten Takten endet.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Noten nach Andrew Wilson-Dickson: Geistliche Musik – Ihre großen Traditionen – Vom Psalmengesang zum Gospel, Brunnen Verlag, Gießen, 1994; Seite 63
- ↑ Noten nach Neues Choralbuch zum Evangelischen Kirchengesangbuch, Bärenreiter, Kassel und Basel, Ausgabe 440, 1956, Seite 55
- ↑ www.jsbach.org
- ↑ Siegbert Rampe: Bachs Klavier- und Orgelwerke - Das Handbuch, Band 4 der Reihe Bachs Klavier- und Orgelwerke, Verlag Laaber, 2008, S. 604
- ↑ Stephen A. Crist: The early works and the heritage of the seventeenth century, in John Butt: The Cambridge companion to Bach, Cambridge University Press, 1997, S. 80
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