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Westarmenien: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Westarmenien''' bezeichnet die ehemals von der [[Armenier|armenischen]] Minderheit bevölkerten Gebiete des [[Armenisches Hochland|Armenischen Hochlands]], die seit dem 16. Jahrhundert Teil des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] waren und im Jahre 1923 Teil der [[Türkei]] wurden. Der Begriff ist auch politisch besetzt und es gibt keine einheitliche Bezeichnung.
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''Westarmenien existiert als geographische Bezeichnung eines Territorums auf Landkarten nicht. Der Begriff ist allenfalls ein Kampfbegriff für territoriale Ansprüche oder und suggeriert  den Fortbestand eines seit fast 1.000 Jahren untergegangene armenische Herrschaft in der Region, in denen die Armenier immer eine Minderheit waren. Die Mängel des Artikels sind detailliert auf der Diskussionsseite geschildert. Der Artikel ist gepflastert mit Bausteinen. Es hat nie etwas geholfen. In dieser Form löschwürdig. Gruß'' [[Benutzer:Koenraad|Koenraad]]  16:14, 9. Nov. 2013 (CET)
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'''Westarmenien''' bezeichnet die ehemals von der [[Armenier|armenischen]] Minderheit bevölkerten Gebiete des [[Armenisches Hochland|Armenischen Hochlands]], die seit dem 16. Jahrhundert Teil des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] waren und im Jahre 1923 Teil der [[Republik Türkei]] wurden. Der Begriff ist politisch besetzt und es gibt keine einheitliche Bezeichnung.


Während des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts wurde die armenische Bevölkerung des Osmanischen Reiches Ziel von [[Massaker an den Armeniern 1894–1896|Massakern von 1894–1896]]. Während des [[Völkermord an den Armeniern|Völkermordes an den Armeniern]] von 1915–1923 wurden die meisten Armenier entweder getötet, flüchteten nach [[Russisches Kaiserreich|Russland]] oder wurden in die [[Syrische Wüste]] vertrieben.  
Während des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts wurde die armenische Bevölkerung des Osmanischen Reiches Ziel von [[Massaker an den Armeniern 1894–1896|Massakern von 1894–1896]]. Während des [[Völkermord an den Armeniern|Völkermordes an den Armeniern]] von 1915–1923 wurden die meisten Armenier entweder getötet, flüchteten nach [[Russland]] oder wurden in die [[Syrische Wüste]] vertrieben. Die Zahl der ermordeten Armeniern beträgt etwa Million, es gibt aber auch Einschätzungen wie 1,5 Million.


Heute leben hauptsächlich [[Kurden in der Türkei|Kurden]] und [[Türken]] in dem Gebiet.
Heute leben hauptsächlich [[Kurden]] und [[Türken]] in dem Gebiet. Derzeit erhebt [[Armenien]] keine Gebietsanforderungen gegenüber der [[Türkei]], obwohl einige politische Parteien wie die [[Armenische Revolutionäre Föderation]], die größte Partei in der Diaspora, den Anspruch geltend macht, dass das Gebiet der [[Demokratische Republik Armenien|Demokratischen Republik Armenien]] (1918–1920) der armenischen Nation zugehörig sei.
 
[[Datei:Armenia by the Sevres Treaty 1920.gif|miniatur|hochkant=1.6|Westliche Grenze der [[Demokratische Republik Armenien|Republik Armenien]], gezeichnet von US-Präsident [[Woodrow Wilson]]s ''arbitral award'' 1920. Das Territorium ist auch als [[Wilsonsches Armenien]] bekannt.]]


== Bezeichnungen ==
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[Datei:Six armenian provinces.png|miniatur|Die [[Sechs Vilâyets|Sechs Armenischen Vilâyets]] (Provinzen) des Osmanischen Reiches wurden als Westarmenien definiert.]]
West- (Osmanisch-)Armenien bestand aus sechs [[Vilâyets]] (''vilâyat-ı sitte'') — die Vilâyets von [[Vilâyet Erzerum|Erzerum]], [[Vilâyet Van|Van]], [[Vilâyet Bitlis|Bitlis]], [[Vilâyet Diyarbekr|Diyarbekr]], [[Vilâyet Mamuretül-Aziz]] und [[Vilâyet Sivas]].
West- (Osmanisch-)Armenien bestand aus [[sechs Vilâyets]] (''vilâyat-ı sitte'') — die Vilâyets von [[Vilâyet Erzerum|Erzerum]], [[Vilâyet Van|Van]], [[Vilâyet Bitlis|Bitlis]], [[Vilâyet Diyarbekr|Diyarbekr]], [[Vilâyet Mamuretül-Aziz]] und [[Vilâyet Sivas]].


Nach dem Zusammenbruchs des Osmanischen Reiches blieb Westarmenien unter [[Türkei|türkischer]] Herrschaft, und 1894–96 sowie 1915 veranlasste das Osmanische Reich systematische Massaker, Vertreibungen und erzwungene Deportationen an den Armeniern, was zum [[Völkermord an den Armeniern]] führte, an dem sich die lokale [[muslim]]ische Bevölkerung mitbeteiligte.
1894–96 sowie 1915 veranlasste das Osmanische Reich systematische Massaker, Vertreibungen und erzwungene Deportationen an den Armeniern, was zum [[Völkermord an den Armeniern]] führte, an dem sich die lokale [[muslim]]ische Bevölkerung mitbeteiligte.


Die Deportationen und Tötungen an Westarmeniern begann im Frühling 1915. Abhängig von den Quellen wurden zwischen 300.000 und 1.500.000 Armenier aus dem gesamten Staatsgebiet, dabei getötet.
Die Deportationen und Tötungen an Westarmeniern begann im Frühling 1915. Abhängig von den Quellen wurden zwischen 300.000 und 1.500.000 Armenier aus dem gesamten Staatsgebiet, dabei getötet. Nach dem Zusammenbruchs des Osmanischen Reiches kam Westarmenien unter türkische Herrschaft.


[[Datei:Western Armenia Russian occupation 1916.jpg|miniatur|Gebiet der von Russland eroberten Zonen Westarmeniens im Sommer 1916]]
Während der [[Kaukasusfront (Erster Weltkrieg)|Kaukasuskampagne]] des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] eroberte das Russische Reich die meisten armenisch bevölkerten Regionen des Osmanischen Reiches. Eine [[Verwaltung für Westarmenien|temporäre Provinzregierung]] wurde zwischen 1915 und 1918 in den eroberten Zonen eingerichtet.  
Während der [[Kaukasusfront (Erster Weltkrieg)|Kaukasuskampagne]] des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] eroberte das Russische Reich die meisten armenisch bevölkerten Regionen des Osmanischen Reiches. Eine [[Verwaltung für Westarmenien|temporäre Provinzregierung]] wurde zwischen 1915 und 1918 in den eroberten Zonen eingerichtet.  


Die [[Oktoberrevolution]] 1917 in Russland setzte allen russischen Militäroperationen ein Ende, und die russischen Kräfte leiteten den Rückzug ein.
Die [[Oktoberrevolution]] 1917 in Russland setzte allen russischen Militäroperationen ein Ende, und die russischen Kräfte leiteten den Rückzug ein.


[[Datei:United Armenia .png|miniatur|Das moderne Konzept des Vereinigten Armenien, wie von der [[Armenische Revolutionäre Föderation|Armenischen Revolutionären Föderation]] (Daschnaken) gefordert.]]
Die westliche Grenze einer [[Republik Armenien]] wurde gezeichnet von US-Präsident [[Woodrow Wilson]] im Jahr 1920. Das Territorium ist auch als [[Wilsonsches Armenien]] bekannt.
Derzeit erhebt die [[Republik Armenien]] keine Gebietsanforderungen an die Republik Türkei, obwohl einige politische Parteien wie die [[Armenische Revolutionäre Föderation]], die größte Partei in der Diaspora, den Anspruch geltend macht, dass das Gebiet der [[Demokratische Republik Armenien|Demokratischen Republik Armenien]] (1918–1920) der armenischen Nation zugehörig sei.


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[[Kategorie:Historisches Territorium]]

Aktuelle Version vom 15. März 2024, 14:14 Uhr

Westarmenien bezeichnet die ehemals von der armenischen Minderheit bevölkerten Gebiete des Armenischen Hochlands, die seit dem 16. Jahrhundert Teil des Osmanischen Reiches waren und im Jahre 1923 Teil der Türkei wurden. Der Begriff ist auch politisch besetzt und es gibt keine einheitliche Bezeichnung.

Während des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts wurde die armenische Bevölkerung des Osmanischen Reiches Ziel von Massakern von 1894–1896. Während des Völkermordes an den Armeniern von 1915–1923 wurden die meisten Armenier entweder getötet, flüchteten nach Russland oder wurden in die Syrische Wüste vertrieben. Die Zahl der ermordeten Armeniern beträgt etwa Million, es gibt aber auch Einschätzungen wie 1,5 Million.

Heute leben hauptsächlich Kurden und Türken in dem Gebiet. Derzeit erhebt Armenien keine Gebietsanforderungen gegenüber der Türkei, obwohl einige politische Parteien wie die Armenische Revolutionäre Föderation, die größte Partei in der Diaspora, den Anspruch geltend macht, dass das Gebiet der Demokratischen Republik Armenien (1918–1920) der armenischen Nation zugehörig sei.

Bezeichnungen

Im Deutschen wurden bis in die 1920er Jahre hinein auch die Begriffe Türkisch-Armenien und Osmanisch-Armenien benutzt. Im Armenischen gibt es mehrere Namen für die Region.

Geschichte

West- (Osmanisch-)Armenien bestand aus sechs Vilâyets (vilâyat-ı sitte) — die Vilâyets von Erzerum, Van, Bitlis, Diyarbekr, Vilâyet Mamuretül-Aziz und Vilâyet Sivas.

1894–96 sowie 1915 veranlasste das Osmanische Reich systematische Massaker, Vertreibungen und erzwungene Deportationen an den Armeniern, was zum Völkermord an den Armeniern führte, an dem sich die lokale muslimische Bevölkerung mitbeteiligte.

Die Deportationen und Tötungen an Westarmeniern begann im Frühling 1915. Abhängig von den Quellen wurden zwischen 300.000 und 1.500.000 Armenier aus dem gesamten Staatsgebiet, dabei getötet. Nach dem Zusammenbruchs des Osmanischen Reiches kam Westarmenien unter türkische Herrschaft.

Während der Kaukasuskampagne des Ersten Weltkrieges eroberte das Russische Reich die meisten armenisch bevölkerten Regionen des Osmanischen Reiches. Eine temporäre Provinzregierung wurde zwischen 1915 und 1918 in den eroberten Zonen eingerichtet.

Die Oktoberrevolution 1917 in Russland setzte allen russischen Militäroperationen ein Ende, und die russischen Kräfte leiteten den Rückzug ein.

Die westliche Grenze einer Republik Armenien wurde gezeichnet von US-Präsident Woodrow Wilson im Jahr 1920. Das Territorium ist auch als Wilsonsches Armenien bekannt.

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