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Georg Solti: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Georg Solti''' (* [[21. Oktober]] [[1912]] in [[Budapest]] als ''György Stern''; †&nbsp;[[5. September]] [[1997]] in [[Antibes]], Frankreich) war ein international bekannter [[Dirigent]]. In den 1920er Jahren gab es in Budapest eine [[Ungarisierung]]s-Welle, die es den Trägern deutscher und jüdischer Namen nahelegte, ihre Namen ändern und anpassen zu lassen – und so wurde aus dem Nachnamen ''Stern'' 1926 ''Solti'', nach dem Ort ''Solt'', aus dem die Familie stammte. Soltis Vater Móricz Stern allerdings blieb zeitlebens bei seinem Geburtsnamen.<ref>Auskunft Soltis in einem ZDF-Interview mit Friedrich Müller im Juni 1987.</ref> Sein Cousin war der Fotograf [[László Moholy-Nagy]]. Solti ging 1938 nach [[London]] und übernahm die Leitung des [[London Philharmonic Orchestra]] für eine Saison. Von nun an nannte er sich mit Vornamen nicht mehr ''György'', sondern ''Georg''. Er verbrachte die Zeit des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in der [[Schweiz]] und war dort zeitweise Assistent von [[Toscanini]]. Die US-amerikanische Militärregierung stellte ihn 1946 als Generalmusikdirektor der [[Bayerische Staatsoper|Bayerischen Staatsoper]] in [[München]] ein. 1947 schloss er einen Vertrag mit der Plattenfirma [[Decca Records|Decca]], der bis zu Soltis Tod galt. 1953 nahm er die [[Deutsche Staatsangehörigkeit|westdeutsche Staatsbürgerschaft]] an. 1972 wurde Solti [[Britische Staatsbürgerschaft|britischer Staatsbürger]] und blieb dort auch bis zu seinem Tod wohnhaft.
'''Georg Solti''' (* 21. Oktober [[1912]] in [[Budapest]] als ''György Stern''; †&nbsp;5. September [[1997]] in [[Antibes]], Frankreich) war ein international bekannter [[Dirigent]]. In den 1920er Jahren gab es in Budapest eine [[Ungarisierung]]s-Welle, die es den Trägern deutscher und jüdischer Namen nahelegte, ihre Namen ändern und anpassen zu lassen – und so wurde aus dem Nachnamen ''Stern'' 1926 ''Solti'', nach dem Ort ''Solt'', aus dem die Familie stammte. Soltis Vater Móricz Stern allerdings blieb zeitlebens bei seinem Geburtsnamen.<ref>Auskunft Soltis in einem ZDF-Interview mit Friedrich Müller im Juni 1987.</ref> Sein Cousin war der Fotograf [[László Moholy-Nagy]]. Solti ging 1938 nach [[London]] und übernahm die Leitung des [[London Philharmonic Orchestra]] für eine Saison. Von nun an nannte er sich mit Vornamen nicht mehr ''György'', sondern ''Georg''. Er verbrachte die Zeit des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in der [[Schweiz]] und war dort zeitweise Assistent von [[Toscanini]]. Die US-amerikanische Militärregierung stellte ihn 1946 als Generalmusikdirektor der [[Bayerische Staatsoper|Bayerischen Staatsoper]] in [[München]] ein. 1947 schloss er einen Vertrag mit der Plattenfirma [[Decca Records|Decca]], der bis zu Soltis Tod galt. 1953 nahm er die [[Deutsche Staatsangehörigkeit|westdeutsche Staatsbürgerschaft]] an. 1972 wurde Solti [[Britische Staatsbürgerschaft|britischer Staatsbürger]] und blieb dort auch bis zu seinem Tod wohnhaft.


== Auszeichnungen und Ehrungen ==
== Auszeichnungen und Ehrungen ==

Aktuelle Version vom 20. September 2021, 21:19 Uhr

Georg Solti (* 21. Oktober 1912 in Budapest als György Stern; † 5. September 1997 in Antibes, Frankreich) war ein international bekannter Dirigent. In den 1920er Jahren gab es in Budapest eine Ungarisierungs-Welle, die es den Trägern deutscher und jüdischer Namen nahelegte, ihre Namen ändern und anpassen zu lassen – und so wurde aus dem Nachnamen Stern 1926 Solti, nach dem Ort Solt, aus dem die Familie stammte. Soltis Vater Móricz Stern allerdings blieb zeitlebens bei seinem Geburtsnamen.[1] Sein Cousin war der Fotograf László Moholy-Nagy. Solti ging 1938 nach London und übernahm die Leitung des London Philharmonic Orchestra für eine Saison. Von nun an nannte er sich mit Vornamen nicht mehr György, sondern Georg. Er verbrachte die Zeit des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz und war dort zeitweise Assistent von Toscanini. Die US-amerikanische Militärregierung stellte ihn 1946 als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München ein. 1947 schloss er einen Vertrag mit der Plattenfirma Decca, der bis zu Soltis Tod galt. 1953 nahm er die westdeutsche Staatsbürgerschaft an. 1972 wurde Solti britischer Staatsbürger und blieb dort auch bis zu seinem Tod wohnhaft.

Auszeichnungen und Ehrungen

Während seiner Amtszeit in London wurde Solti mit der Mitgliedschaft im Order of the British Empire ausgezeichnet: 1968 als Commander (CBE), dann 1971 als Knight Commander (KBE), verbunden mit dem Namenszusatz „Sir“. Auch in vielen anderen Staaten wurde er mit Auszeichnungen geehrt.

Die US-amerikanischen Musikkritiker liebten insbesondere Soltis Einspielungen in Chicago. So ist Solti der Künstler, der die meisten Grammys erhielt, unabhängig von der Musikrichtung.

Weblinks

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Andere Lexika





Einzelnachweise

  1. Auskunft Soltis in einem ZDF-Interview mit Friedrich Müller im Juni 1987.