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Fürstentum Seborga: Unterschied zwischen den Versionen

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K hat „Antikes Fürstentum Seborga“ nach „Fürstentum Seborga“ verschoben: Unter zwei Bezeichnungen besser zu finden...
Sebroga in den medien
 
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Die Küste Legurien gehört zu Norditalien.<br>Ebenso das Bergland, welches sich an der Küste erhebt.<br>
An der Küste Legurien, es gehört zu Norditalien, liegt ein kleines Bergdorf namens Seborga.<br>
Das ganze Bergland?<br>
Dieses Bergdorf betrachtet sich, traditionsgemäß, als unabhängiger Staat.<br>
Nein, ein kleines Bergdorf betrachtet sich als unabhängiger Staat.<br>


An der Riviera, ca. acht Kilometer hinter der Ausfahrt Bordighera wehrt die Flagge einer außergewöhnlichen Autorität.<br>
Ca. acht Kilometer hinter der Autobahnausfahrt Bordighera weht die Flagge einer außergewöhnlichen Autorität.<br> Die Flagge des Fürstentums Seborga. Mit gelber Krone über weißem Kreuz auf blauem, waagerecht gestreiftem Grund.
Eine Flagge mit gelber Krone über weißem Kreuz auf blauem, waagerecht gestreiftem Grund.


Eine Passkontrolle? Einen Zoll? Nein - das gibt es nicht.
Eine Zollstation für das, nach aktuellen Angaben 600 Einwohner zählende, Fürstentum gibt es nicht.


Das gesamte Fürstentum umfasst eine Fläche von ca. 4 Quadratkilometern und zählt 2000 Einwohner.
== Entstehung ==
Seit 954 bestellte Papst Gregor VII. im Jahre 1079 einen Fürstabt ein.<br/>
Unter  Bernhard von Clairvaux wandelte sich das päpstliche Fürstentum zu einem souveränen Zisterzienserstaat. Zudem waren die Großmeister der Tempelritter gleichsam auch die Fürsten Seborgas auf Lebenszeit.<br>
Völkerstaatlich ist das kleine Fürstentum bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein einfach vergessen worden. Es gehört zu keinem Land.


Wie kam es dazu?<br>
== Die Einwohner Seborgas besinnen sich ihrer Geschichte ==
Bereits seit 954 stellte Papst Gregor VII. im Jahre 1079 für dieses Gebiet einen Fürstabt ein. Bereits im Jahre 118 wurde das damalige päpstliche Fürstentum unter Bernhard von Clairvaux zum souveränen Zisterzienserstaat. Zugleich waren die Großmeister der Tempelritter die Fürsten Seborgas auf Lebenszeit.<br>
1963 riefen die Seborginer, genauso, wie damals die Mönche taten, Wahlen aus. Gewählt wurde der Blumenhändler Giorgio Carbone. Er wurde, auf Lebenszeit, zum Fürst von Seborga ausgerufen.
Bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein wurde das kleine Fürstentum völkerstaatlich einfach vergessen. Zu keinem Land zugehörend.
1963 wählten die Seborginer, wie seinerzeit die Mönche, den Blumenhändler Giorgio Carbone zu ihrem Staatsoberhaput, zu ihrem Fürsten. Auf Lebenszeit.<br>
Es wurde eine Verfassung und eigene gesetze erlassen. Giorgio Carbone nannte sich selbst "Seine Serene Hoheit Giorgio I." Er ernannte 15 Minister. Er stellte eine kleine Armee auf, richtete Auslandskonsulate ein und vergab Diplomatenkennzeichen.<br>
Er postulierte: "Wir bleiben italienisch der Sprache, Kultur und Ethnie nach, sind aber keine Italiener."<br>
Das Fürstentüm als Staat anerkannt hat derzeit nur die älteste Republik der Welt, der Staat San Marino.


Seborga hat seit 1995 eine eigene Währung, den Luigino. Das Münzrecht hat Seborga im Jahre 1666 erhalten. Ein Luigino ist ca. sechs Dollar wert.
Es wurde eine eigene Verfassung und eigene Gesetze erlassen. Giorgio Carbone nannte sich selbst "Seine Serene Hoheit Giorgio I". Gemeinsam mit einem Stab von 15 ernannten Ministern und einer kleinen Armee regierte er ab diesem Zeitpunkt seine Untertanen. Er richtete Auslandskonsulate ein und vergab auch Diplomatenkennzeichen.<br>
Er legte fest: "Wir bleiben italienisch der Sprache, Kultur und Ethnie nach, sind aber keine Italiener."<br>
Einzig nur der Kleinstaat San Marino hat, bislang, das Fürstentum Seborga anerkannt. Italien hingegen nicht. Immerhin gibt es in Seborga ein italienisches Postamt und auch einen italienischen Bürgermeister.
In die internen Angelegenheiten des Fürstentums mischt sich Italien allerdings nicht ein. der Blumenhändler Giorgio Carbone zahlte ja auch seine Steuern an den Staat Italien. Auf seiner Steuererklärung trug Carbone den Beruf "Fürst" ein.


Italien erkennt den kleinen Fürstenstaat nicht als eigenständig an, kann aber auch nicht einschreiten. Seborga hält sich immerhin an die offiziellen italienischen Gesetze. Auch ein italienisches Postamt und einen italienischen Bürgermeister gibt es.<br>
== Neuwahlen im April 2010 ==
Für "Seine Serene Hoheit Giorgio I." ist der Bürgermeister sein Ministerpräsident, aber gleichzeitig auch der Botschafter Italiens.<br>
Nach dem Tod "Seine Serene Hoheit Giorgio I", er wurde 73 Jahre alt, wählten die Einwohner Seborgas einen Nachfolger: den 31-jährigen Marcello Menegatto. Seit dem 27. April 2010 nennt er sich selbst "Fürst Marcello I".
Italien mischte sich nicht in die internen Angelegenheiten des Fürstentums ein. Immerhin zahlte der Blumenhändler Giorgio Carbone an das italienische Finanzamt seine Steuern.<br>
Auf seiner Steuererklärung trug Carbone den Beruf "Fürst" ein.


Vor kurzem ist Giorgio Carbone im Alter von 73 Jahren verstorben. Am 27. April 2010 wählten die Einwohner Seborgas einen Nachfolger: Den 31jährigen Marcello Menegatto.
== Deutsches Konsulat ==
Seit Dezember 2011 ist in dem Münchener Stadteil Bogenhausen das deutsche Konsulat des Fürstentums eröffnet. Offiziell für Deutschland eingesetzter Diplomat ist Dr. Bernd Lesoine.


Touristisch gesehen kann man sagen, daß Seborga ein Geheimtipp ist:<br>
== Sehenswürdigkeiten ==
Zum einen gibt es die "Chiesa parrocchiale di San Martino", die dem heiligen Martin geweihte Kirche. Sie wurde vor wenigen Jahren frisch renoviert. Eine mittelalterliche Betkapelle, das "Oratorio di San Bernardo" ist eine weitere Sehenswürdigkeit.<br>
* "Chiesa parrocchiale di San Martino": Eine Kirche, die dem heiligen Martin geweiht ist.<br/>
Und in welcher Hauptstadt findet sich, nur zwei Schritte neben einem der drei Restaurants, dem Restaurant "IL PRINCIPE" ein Aussenministerium?<br>
* "Oratorio di San Bernardo": Eine mittelalterliche Betkapelle.<br>
Die kleine Kunstgallerie von Richard Moisa lädt zum schauen und kaufen ein.<br>
*  Sehenswert ist auch die "TAVERNA TEMPLARE", in der Bilder der Tempelritter anzuschauen sind.<br>
Ein weiteres Restaurant, die "TAVERNA TEMPLARE" lädt zum verweilen unter den Bildnissen der Tempelritter ein.<br>
* Einheimische Erzeugnisse gibt es "U CUNTADIN".<br>
Typische Erzeugnisse von Seborga kauft man, selbstverständlich, im "U CUNTADIN".<br>
Wenn man, als Tourist, in das kleine Fürstentum kommt, so sollte man sich, als Andenken einen Touristenpass ausstellen lassen.
Auch einen Touristenpass sollte man sich nicht entgehen lassen.


== Das Fürstentum Seborga in den Medien==
* [http://www.sueddeutsche.de/panorama/seborga-das-kleinste-fuerstentum-europas-1.3695066 Süddeutsche Zeitung: "Das kleinste Fürstentum Europas"]


== Quellennachweise/ Weblinks ==
== Quellennachweise/ Weblinks ==
* [http://www.merkur.de/2010_20_Das_vergessene_Fue.42385.0.html?&no_cache=1 "Rheinischer Merkur": Das vergessene Fürstentum]
* [http://www.seborga.net/indexGE.html DAS ANTIKE FÜRSTENTUM SEBORGA]
* [http://www.ligurien-netz.de/168/sehenswuerdigkeiten-ligurien/seborga.html "ligurien-netz.de": Fürstentum Seborga]
* [http://www.ligurien-netz.de/168/sehenswuerdigkeiten-ligurien/seborga.html "ligurien-netz.de": Fürstentum Seborga]
* [http://www.seborga.homeip.net Die offizielle Webseite von Seborga]
* [http://www.thing.de/artwarpeace/1consul/conframe.htm Die "unsichtbare" Botschaft von Seborga...]
* [http://www.thing.de/artwarpeace/1consul/conframe.htm Die "unsichtbare" Botschaft von Seborga...]
* [http://www.thing.de/artwarpeace/1consul/pagegrim.htm ...mit einem Onlineformular zu einem "Antrag für Asyl oder Einbürgerung"]
* [http://www.thing.de/artwarpeace/1consul/pagegrim.htm ...mit einem Onlineformular zu einem "Antrag für Asyl oder Einbürgerung"]
* [http://www.qsl.net/dl7cm/Seborga.htm "QSL.net: Seborga hin - Seborga her (Stand 1997)"]
* [http://www.kunstundabenteuer.de/seborga.html "Kunst und Abenteuer: Diplom. Vertretung des Fürstentums Seborga"]
* [http://casado.net/seborga/help/indexGE.html "casado.net: ÜBER DAS ANTIKE FÜRSTENTUM SEBORGA DIE STRANDZONE VON BORDIGHERA, VENTIMIGLIA UND DIE VEREINIGUNG DER BERGGEMEINDEN INTEMELIA"]
* [http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.fuerstentum-seborga-muenchens-neuester-konsul:-sein-staat-hat-600-buerger.37b1c414-1c54-468b-bd5a-8e0eac845959.html "Verlag DIE ABENDZEITUNG GmbH & Co. KG: Fürstentum Seborga Münchens neuester Konsul: Sein Staat hat 600 Bürger"]
* [http://freie-templer-zu-tomar.org/giorgio-carbone-1/seborga-heute/ "Ordo Militiae Christi Templi Libertas - freie Templer zu Tomar e.V.: Seborga Hat Einen Neuen Fuersten!"]
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|{{OpenStreetMapSearch|Seborga}}
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[[Kategorie:Überwiegend nicht anerkanntes Fürstentum in Europa]]
 
[[Kategorie:Italien| ]]
[[Kategorie:Gemeinde in Ligurien]]
[[Kategorie:Fürstentum (Staat)]]
[[Kategorie:Ort in Ligurien]]
[[Kategorie:Mikronation]]

Aktuelle Version vom 7. Oktober 2017, 16:11 Uhr

Fürstentum Seborga
Hauptstadt Seborga
Staatsform Überwiegend nicht anerkanntes Fürstentum
Amtssprache Italienisch
Währung Luigino (1 Luigino = 6 US-Dollar)
Einwohner ca. 2000
Fläche 4 km²

An der Küste Legurien, es gehört zu Norditalien, liegt ein kleines Bergdorf namens Seborga.
Dieses Bergdorf betrachtet sich, traditionsgemäß, als unabhängiger Staat.

Ca. acht Kilometer hinter der Autobahnausfahrt Bordighera weht die Flagge einer außergewöhnlichen Autorität.
Die Flagge des Fürstentums Seborga. Mit gelber Krone über weißem Kreuz auf blauem, waagerecht gestreiftem Grund.

Eine Zollstation für das, nach aktuellen Angaben 600 Einwohner zählende, Fürstentum gibt es nicht.

Entstehung

Seit 954 bestellte Papst Gregor VII. im Jahre 1079 einen Fürstabt ein.
Unter Bernhard von Clairvaux wandelte sich das päpstliche Fürstentum zu einem souveränen Zisterzienserstaat. Zudem waren die Großmeister der Tempelritter gleichsam auch die Fürsten Seborgas auf Lebenszeit.
Völkerstaatlich ist das kleine Fürstentum bis in das zwanzigste Jahrhundert hinein einfach vergessen worden. Es gehört zu keinem Land.

Die Einwohner Seborgas besinnen sich ihrer Geschichte

1963 riefen die Seborginer, genauso, wie damals die Mönche taten, Wahlen aus. Gewählt wurde der Blumenhändler Giorgio Carbone. Er wurde, auf Lebenszeit, zum Fürst von Seborga ausgerufen.

Es wurde eine eigene Verfassung und eigene Gesetze erlassen. Giorgio Carbone nannte sich selbst "Seine Serene Hoheit Giorgio I". Gemeinsam mit einem Stab von 15 ernannten Ministern und einer kleinen Armee regierte er ab diesem Zeitpunkt seine Untertanen. Er richtete Auslandskonsulate ein und vergab auch Diplomatenkennzeichen.
Er legte fest: "Wir bleiben italienisch der Sprache, Kultur und Ethnie nach, sind aber keine Italiener."
Einzig nur der Kleinstaat San Marino hat, bislang, das Fürstentum Seborga anerkannt. Italien hingegen nicht. Immerhin gibt es in Seborga ein italienisches Postamt und auch einen italienischen Bürgermeister. In die internen Angelegenheiten des Fürstentums mischt sich Italien allerdings nicht ein. der Blumenhändler Giorgio Carbone zahlte ja auch seine Steuern an den Staat Italien. Auf seiner Steuererklärung trug Carbone den Beruf "Fürst" ein.

Neuwahlen im April 2010

Nach dem Tod "Seine Serene Hoheit Giorgio I", er wurde 73 Jahre alt, wählten die Einwohner Seborgas einen Nachfolger: den 31-jährigen Marcello Menegatto. Seit dem 27. April 2010 nennt er sich selbst "Fürst Marcello I".

Deutsches Konsulat

Seit Dezember 2011 ist in dem Münchener Stadteil Bogenhausen das deutsche Konsulat des Fürstentums eröffnet. Offiziell für Deutschland eingesetzter Diplomat ist Dr. Bernd Lesoine.

Sehenswürdigkeiten

  • "Chiesa parrocchiale di San Martino": Eine Kirche, die dem heiligen Martin geweiht ist.
  • "Oratorio di San Bernardo": Eine mittelalterliche Betkapelle.
  • Sehenswert ist auch die "TAVERNA TEMPLARE", in der Bilder der Tempelritter anzuschauen sind.
  • Einheimische Erzeugnisse gibt es "U CUNTADIN".

Wenn man, als Tourist, in das kleine Fürstentum kommt, so sollte man sich, als Andenken einen Touristenpass ausstellen lassen.

Das Fürstentum Seborga in den Medien

Quellennachweise/ Weblinks