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Benutzer:Funker/Test: Unterschied zwischen den Versionen

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<big>'''1450 - 1600'''</big>
{{Zitat1
----------------
|Text=§2<br/>
Der Franziskanermönch Johannes von Capestrano, ein von Papst Nikolaus V. ernannter Judeninquisitor<ref>[http://www.heiligenlexikon.de/Stadler/Johannes_von_Capestrano.html "Ökumenisches Heiligenlexikon: Johannes von Capestrano"]</ref> und Wanderprediger beschuldigt im Jahre '''1453''' die Breslauer Juden der Hostienschändung. Kurz darauf werden 41 Juden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. '''1455''' werden die restlichen Juden (über 300<ref>"Wach auf mein Herz und denke!" - Zur Geschichte der Beziehungen zwischen Schlesien und Berlin-Brandenburg - "Przebudz się, serce moje, i pomyśl" - Przyczynek do historii stosunków między Śląskiem a Berlinem-Brandenburgia; Hrsg.: Gesellschaft für interregionalen Kulturaustausch - Berlin / Stowarzyszenie Instytut Śląskie - Opole; Berlin-Oppeln 1995, ISBN 3-87466-248-9 sowie ISBN 83-85716-36-X</ref>) aus der Stadt getrieben.<ref>[http://slaskwroclaw.info/indexd.php "slaskwroclaw.info: Wilkommen in Breslau!"]</ref><ref name="zweivierdrei">Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 243</ref>.
Vormahlige und jetzige Beschaffenheit des Ort.
Auch Gottlieb Bondy berichtet in seiner Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien darüber.<ref>Gottlieb Bondy: Zur Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und Schlesien von 906 bis 1620, HG: Gottlieb Bondy, Prag 1906; ebd. S.132ff.; Abschn. 243ff.</ref><ref>s.a.: [[Geschichte_der_Judenverfolgung_im_Mittelalter/_Böhmisches_Reich_(bis_1600)#1453]]</ref>
 
Vormahls ist der Ort ein ansehnlich Dorf gewesen, und haben davon die Aemter Altena, Breckerfelde und Rade auf der Volme, den Namen der Veste Lüdenscheid getragen. Im 13 Jahrhundert aber ist er zur Stadt gemachet worden.<br/>
Daß er unter die ersten Stücke zu rechnen sey, welche die Grafen von Altena in Westphalen gehabt haben, ist nicht nur aus dem Briefe welcher im Anhang Num. 1. zu lesen, sondern auch daraus zu schliessen, weil die Grafen von Altena an diesem Orte vorzeiten ihr Hofgericht gehabt haben, an welches die Appellation, von vielen Untergerichten des Landes so lange gegangen {{Anmerkung
|Text=*)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: ''In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'
|Autor=--[[Benutzer:Funker|Funker]] 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST)
}} bis solches im Jahr 1719 durch ein allergnädigst königlich Edict, wie sich dasselbe im Anhange Num. 2 findet, geändert worden ist.<br/>
  |Autor=Johann Diedrich von Steinen<br/>
Ev. Luth. Pred. zu Frömern, des Ministeriums in der Grafschaft Mark zeitl. General-Inspector, und der Classe im Amt Unna
Subdelegatus<br/>
|Quelle="Westphälische Geschichte<br/>
mit vielen Kupfern<br/>
Zweiter Theil.<br/>
Lemgo 1755<br/>
Im Verlage sel. Joh. Heinrich Meyers<br/>
Wittwe."<br/>Benutzer:Funker/Artikel
ebd. ab S. 71
|ref=}}
 
{{Anmerkung
|Text=*)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: ''In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'
|Autor=
}}
-----------------------
{{Anmerkung
|Text=Das Gras ist nicht grün, sondern braun...
|Autor=--[[Benutzer:Funker|Funker]] 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST)
}}


Gegen die in einem Genfer Ghetto lebenden Juden wird Ostern '''1461''' von einem Prediger gehetzt. Er forderte die Christen auf, die Juden zu verprügeln, wenn sie sich auf der Straße zeigen sollten. Daraufhin griff in der Nacht des 6. April ein christlicher Mob die Juden an plünderter die Häuser.<ref>[http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D2903-3-1.php "Historisches Lexikon der Schweiz: Genf (Gemeinde) - 2 - Vom Hochmittelalter zum Ancien Régime - 2.5 - Kirche"]</ref><br/>
== Lageplan im Artikel (Überschr. 1:"==") ==
Der Genfer Stadtrat beschloss einige Jahre später, am '''30. November 1490''', jenen Prostituierten, die im Bordellquartier keinen Platz fanden, das jüdische Ghetto als Wohngebiet zuzuteilen. Die Juden wurden aus der Stadt gewiesen.<ref>Schweizerische Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Band 16; ebd. ab S. 93: HANS-JÖRG GILOMEN: Aufnahme und Vertreibung von Juden in Schweizer Städten im Spätmittelalter</ref>
=== Lageplan im Artikel (Überschr. 2:"===") ===
==== Lageplan im Artikel  (Überschr. 3:"====") ====
===== Lageplan im Artikel  (Überschr. 4:"=====") =====
So könnte man es machen, zur Zeit keine andere Möglichkeit da die Software hier nicht ganz der WP-Version entspricht, gehts nur so.  


In Italien wurde die Ritualmordanklage über des Tod des dreijährigen Simon Unverdorben, später "Simon von Trient" genannt, bekannt. Am Ostersonntang des Jahres 1475 ('''23.3.1475''') wurde in einem Bach im norditalienischen Trient ein zwei (nach anderen Quellen ein drei-)jährige Junge tot aufgefunden<ref name="zweiviervier">Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 244f</ref>.<ref>[http://www.judentum-projekt.de/geschichte/mittelalter/geruechte/ "Lessing-Gymnasium Döbeln - Jüdische Geschichte und Kultur": "Gerüchte und Legenden: Geschichtlicher Hintergrund", ebd. Abschnitt: "Simon von Trient" und ]</ref>
:Vorlage:Coordinate|article=/|NS=49.7596|EW=6.6439|type=landmark|region=DE-NW
im Artikel selbst muss dann nur |article=/| nach Coordinate eingesetzt werden, dann wird der Ort direkt übernommen. Gruss --<strong>[[Benutzer:Update|<span style="font-family:Script MT Bold;color:DarkSlateGray">Update</span>]]</strong>[[Benutzer Diskussion:Update| <sup><span style="font-family:Verdana;color:Gray">Nachricht</span></sup>]] 15:29, 23. Jan. 2011 (CET)
 
=== So würde die Anzeige im Artikel aussehen (siehe Artikel: [[Trier]]) ===
 
{{Coordinate|NS=49.7596|EW=6.6439|type=landmark|region=DE-NW}}
 
Meldorf/ Dithmarschen {{Coordinate|NS=54.0872|EW=09.0690|type=landmark|region=DE-NW}}
 
[http://maps.yahoo.com/broadband/#mvt=m&lat=54.1264&lon=9.0564&mag=6&zoom=16&q1=54.1264%2C9.0564 Dusenddüwwelsdwarf bei Yahoo-Maps]
 
== Ref's in Zitate ==
Die Dithmarscher, kaum als sie gehört haben, dass Gerhard der Große erschlagen war, fielen in Holstein ein. Es kam zu einer Schlacht.
{{Zitat1
{{Zitat1
  |Text=Im Jahre 1475, am Gründonnerstage (23. März), also kurz vor der für die Juden so oft schon verhängnisvollen Osterzeit, verschwand in Trient das etwa dreijährige Kind Simon des Schuhflickers oder Gerbers Andreas Unverdorben.Es wirkte damals in Trient als Guardian des dortigen Franziskanerklosters Bernardinus von Feltre, der, wie sein Ordensbruder Johannes Capistrano, mit glühendem Hasse gegen die Juden predigte, so dass ihm Herzog Galeazzo von Mailand das Predigen in meinem Gebiete untersagte und ihm in Florenz der Aufenthalt verboten wurde. Das friedliche Zusammenleben der Christen und Juden in Trient war diesem Mönch ein Dorn im Auge, und im Jahre 1475 benutzte er die Fastenpredigten, um gegen die Juden zu hetzen. Als ein solches Auftreten selbst bei einzelnen Christen Aegernis erregte und diese dem Mönch bemerkten, er tue den Juden unrecht, sie seien, wenn sie auch nicht den wahren Glauben hätten, doch gute Menschen, da rief er öffentlich auf der Kanzel aus:<br/>
  |Text=Der Graf Claus, Gerhards des Großen Sohn, lieferte ihnen mit den Truppen, die er zufällig auf Hanerau bei sich hatte, und den in der Eile aus den Kirchspielen Schenefeld imo Hademarschen zu zusammengebrachten Bauern eine Schlacht bei Tippersloe, welcher Ort zwischen der dithm. Gränze und den eben genannten 2 Kirchörtern gelegen haben soll.<ref>Nehlsen schreibt ebenfalls von der Schlacht, kann jedoch Tippersloe nicht weiter verorten. Er legt zudem die Schlacht zeitschlich etwa 41-42 Jahre später auf ca. 1381/82. (s. dazu: Rudolf Nehlsen: "Geschichte von Dithmarschen"; Tübinger Studien 2. Band/ 2. Heft, Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung: Tübingen 1908; ebd. S. 44ff.)</ref> Freilich schrieb man sich beiderseits den Sieg zu, es ist indeß wahrscheinlich, daß die Holsten, wenn gleich nach einem harten Kampfe, Sieger blieben, und die Dithm. geschlagen wurden;  wenigstens kehrten diese über die Gränze zurück.
"Ach, wüsstet Ihr, welches Unheil diese Euere vermeintlichen Freunde gegen Euch sinnen. Ich sage Euch, dieses Passahfest des Herrn wird nicht vorübergehen, bevor sie Euch einen schlagenden Beweis ihrer Herzensgute werden geliefert haben."<br/>
|Autor=J. Hanssen/ H. Wolf aus
So sprach der geistliche Redner wohlgemerkt vier Wochen vor dem Osterfeste und vor dem verhängnisvollen Verschwinden des Knaben. Kaum war dieses Verschwinden ruchbar geworden, als, wie erklärlich, dieser Mönch den Verdacht sofort auf die Juden lenkte. Zur Seite stand ihm ein gewisser Schweizer Johannes oder Zanesus, der Nachbar des reichsten Juden von Trient namens Samuel. Er hatte mit Samuel einen langwierigen Prozess geführt, und das Unglück wollte es, dass er ihn verlor. Nun lenkte er die Nachforschungen sogleich in das Haus seines einstigen Prozessgegners. Zu diesen Hetzern gesellten sich noch einige andere Judenfeinde, sowie die Kinder auf der Gasse, aus deren Munde, wie eine christliche Quelle über den Vorgang sagt, ja oft der heilige Geist spricht, sie alle erklärten, das Kind müsse bei den Juden gesucht werden. Nach langen, auch im Hause des Juden Samuel vorgenommenen Nachforschungen nach dem vermissten Söhnchen rief Andreas Unverdorben die Intervention des Bischofs Johann Hinderbach von Trient an. Auf des Bischofs Anordnung Hess der Prätor Johann de Salis den Fall öffentlich ausrufen, es erfolgten wiederholte Hausdurchsuchungen bei den Juden, alles ohne Ergebnis. In der Nacht zum Ostersonntag (26. März) meldete der auch,bei den Christen sehr beliebte jüdische Arzt Tobias zunächst allein, später in Begleitung der Juden Angelus und Samuel in der Residenz des Bischofs, dass in dem unter dem Hause des Samuels fliessenden Bach der Leichnam eines Kindes gefunden worden sei. Die Leute wurden von dem Bischof nicht vorgelassen. Hingegen erschien noch in derselben Nacht der Prätor de Salis mit dem Kapitän Jakob Sporo und anderen in dem bezeichneten Hause, wo die Juden Samuel, Angelus, Tobias, Israel und Bonaventura anwesend waren, sie besahen den toten Körper, fanden daran zahlreiche Wunden und blaue Flecken und liessen die fünf ge- nannten Juden, ferner Joaff und Bonaventura, den Koch, noch in derselben Nacht verhaften. Am 27. März wurde die Totenbeschau vorgenommen und die drei vom Prätor beigezogenen christlichen Aerzte erklärten, das Kind sei nicht ertrunken, sondern getötet worden, denn der Körper sei nicht aufgedunsen, es fliesse Blut aus den Wunden, wie wenn er noch lebte, und die Glieder seien beweglich. Schon beim Anblick der Leiche rief der Bischof aus :<br/>
|Quelle= "Chronik des Landes Dithmarschen von J. Hanssen und H. Wolf; Langhoffsche Buchdruckerei; Hamburg 1833"; ebd.: S. 263
"Dieses Verbrechen kann nur ein Feind des christlichen Glaubens begangen haben."<br/>
|ref=}}
Er schwor, diesen Frevel zu rächen. Als nun, so heisst es in den Akten von denen eine sehr wichtige Kopie auch in der Wiener Hofbibliothek zu finden ist, als nun jene verhafteten Juden - es waren die reichsten Trients - an den Leichnam herantraten und da die Wunden zu bluten begannen, was, wie die Erfahrung lehrt (experimentia compertumest) jedesmal geschieht, wenn der Mörder seinem Opfer naht, so war auf das Klarste erwiesen, dass die Juden die Schuldigen seien. Zum üeberfluss befand sich damals im Gefängnis zu Trient seit Jahren ein getaufter jüdischer Verbrecher, Johann de Peltre. Ihn befragte man über die Gebräuche derJuden an ihrem Pesachfeste. Und da der Wicht, wenn den Herren gefällig, auf seine Enthaftung rechnen durfte, erklärte er, die Juden gebrauchten zur Bereitung des ungesäuerten Brotes und zur Beimischung zum Osterwein das Blut eines Christenkindes unter Verwünschungen gegen das Christentum und seinen Stifter. Daraufhin wurden noch zehn andere Juden inhaftiert. Und genau nach dieser Aussage des getauften Juden wurden später den Unglücklichen auf der Folter die „Geständnisse" erpresst.<br/>
 
Am 28. März begann das peinliche Verhör der armen Verhafteten. Sämtliche Inquisiten beteuerten ihre. Unschuld mit aller Entschiedenheit und bezeichneten als den Täter jenen in ihrer Nachbarschaft wohnenden Schweizer Johannes, der sofort die Juden beschuldigt hatte, und einen Schneider Enzelin. Diese beiden hätten das Kind getötet und in das Haus Samuels gebracht. Der Schweizer Johannes und sein Weib Dorothea wurden eingezogen und verhört. Die Protokolle vom 28. und 31. März besagen, dass Johannes sein Alibi am 23. März, also dem Tag, an welchem das Kind Simon vermisst wurde, nachwies und dass er, dies gab den Ausschlag, auf wunderbare Weise aus dem Kerker befreit wurde.<br/>
Der Holsteiner Graf Heinrich der Eiserne starb im Jahr 1381.
Man wandte nun das beliebte Mittel an, um jüdische Inquisiten geständig zu machen. Sie wurden auf die Folter gespannt.  Gerne hätte ich Ihnen die Schilderung der grausigen Details dieser Folterungen erspart. Allein angesichts der Tatsache, dass die späteren auf Grund dieser Folterungen erfolgten Depositionen dieser Unglücklichen, ihre sogenannten Geständnisse, als einzige Unterlage für die Verurteilung gedient haben und heute noch fortwährend gegen die Juden angerufen werden, kann ich Sie leider mit der Schilderung nicht ganz verschonen.<br/>
 
Die Armen wurden durch fünfzehn Tage hintereinander mit einer selbst in den blutgetränkten Annalen des mittelalterlichen Kriminalverfahrens unerhörten Grausamkeit gefoltert. Wir berichten nur nach den vom Bischof später zu seiner eigenen Rechtfertigung an den Papst auf dessen Aufforderung gesandten, also dementsprechend präparierten Akten. Am 30. März wurde Samuel zum erstenmal "verhört", er wurde zum Schluss ins Gefängnis zurückgeführt (animum repetendi), "um sich zu erholen", was in der Gerichtssprache jener Zeit bedeutet, dass er vor Schmerzen ohnmächtig geworden. Am folgenden Tage (31. März) wird Samuel entkleidet, an Händen und Füssen gebunden und an einem Seil hochgezogen, nach dem bekannten Verfahren der Strickfolter. Da er noch immer seine und der anderen Juden Unschuld beteuert, erhält er una cavaleta, einen "Sprung", d. h., man lässt ihn schnell niederfallen, um ihn ebenso schnell wieder hochzuziehen, dann lässt man ihn an dem Seil mehreremale auf- und niederschnellen. Eine Ohnmacht verhinderte vorläufig die Fortsetzung der Tortur.<br/>
==  Test des Luthertextes in Tabelle ==
Am 3. April werden alle bisher angewandten Grade der Folter wiederholt und, da Samuel auch da noch für seine Unschuld und die der übrigen Gefangenen sich verbürgen will, lässt man ihn zweimal aus doppelter Armhöhe auf- und niederschnellen. Der Unglückliche ruft:<br/>
{| class="wikitable"
"Herr Podestä, wo habt Ihr je gehört; dass wir Christenblut brauchten?"<br/>
|- class="hintergrundfarbe5"
Der Prätor antwortet:<br/>
! Zelle A !! Zelle B 
"Von Juden, von deinesgleichen."<br/>
|-
Der Bischof hatte nämlich, das wissen wir aus zuverlässigen Quellen, eigens für diesen Prozess sich Protokolle ähnlicher Prozesse kommen lassen, und die dort gebuchten Aussagen gefolterter Juden wollte man nun den Opfern von Trient erpressen; so wucherte die Saat des Drachengiftes von einem Prozess zum anderen fort. Samuel zeigte sich diesmal weit wider- standsfähiger. Die Prozedur des Wippens Hess er noch zweimal in verstärktem  Masse über sich ergehen, zwei bis drei Stunden liess man ihn darauf in der Luft schwebend hängen. Da erst übermannte ihn eine Ohnmacht.<br/>
|Zelle 1
Der vierte Folterungstag, der 7. April, wiederholt abermals zunächst alle früheren Grade, und da Samuel nicht nur jede Schuld bestreitet, sondern ausruft:<br/>
|Zelle 2
"Wenn ich gestehen würde, eine Untat begangen zu haben, so würde ich lügen!"<br/>,
|-
so bindet man, während er in der Luft schwebt, an sein rechtes Bein einen schweren Holzpflock und hält ihm eine Pfanne mit brennendem Schwefel vors Gesicht, wodurch ihm der Atem benommen wird. Doch der Inquisit bleibt standhaft, übermenschliche Kraft scheint in diesem von Martern entstellten Leib zu wohnen. Da greift man denn wieder zur Prozedur des Auf- und Niederschnellens und nun, nun endlich, dem Wahnsinn nahe, gesteht der Arme, er gesteht, dass er und Tobias, wie es in den Akten heisst, ein Schweisstüchlein um den Hals des Knaben gelegt und es zusammengezogen und so das Kind erdrosselt hätten. Mehr als dieses sogeheissene Geständnis, welches der Anklage auf Blutentziehung doch geradezu widerspricht, war aus Samuel nicht zu erpressen. Ueber die Art, wie man dem Knaben die Wunden beigebracht, erklärte er, nichts zu wissen.<br/>
|Zelle 3
In der "Vernehmung" Samuels tritt nun bis Juni eine Pause ein. In diesen zwei Monaten hatte man Zeit, auf Grund der den anderen Opfern erpressten "Geständnisse" eine neue Grundlage für die weitere Inquirierung Samuels zu erdichten. Am 6. Juni wird Samuel, laut den Protokollen, ohnmächtig, sonst hören wir nichts, ein Beweis, dass er trotz der furchtbarsten Qualen sein "Geständnis" vom 7. April widerrufen haben muss, wie er es am 7. Juni getan hat. Das Protokoll des Notars hierüber lautet: Mittwoch, den 7. Juni, in der Folterkammer. Aufgefordert, die Wahrheit zu sagen, da er ja, was alle seine Genossen bereits gestanden, nicht zu verheimlichen brauche, antwortet Samuel, dass jene, wenn sie etwas gestanden, nicht die Wahrheit gesagt haben. Da dem Herrn Prätor von irgend einer Seite gesagt worden war, dass das Trinken von Weihwasser Bösewichter, die nicht gestehen wollen, zum Geständnis bringe, gab er dem Samuel einen Löffel solchen Wassers ein. Nun von neuem aufgefordert, die Wahrheit zu sagen, erklärte Samuel: er habe sie gesagt. Hierauf nahm man zwei kochend heisse Eier und legte sie, so wie sie waren, dem Samuel unter die Achselhöhlen, und zwar je ein Ei unter jede Achsel. Nunmehr aufgefordert, die Wahrheit zu sagen, erklärte er, er wolle sie sagen; er wünsche aber, dass nur der erlauchte Herr Stadtkapitän und der erlauchte Herr Stadtprätor bei seinem Geständniss zugegen seien. Sodann hiessen der Kapitän und der Präfekt alle Anwesenden die Folterkammer verlassen, und
|Zelle 4
|-
|Zelle 5
|Zelle 6
|}
 
 
 
 
{| class="wikitable"
! width="450" | Orginal Luthertext
! width="450" | Versuch der Übertragung in das heutige Deutsch mit erklärenden Hinzufügungen in "()" bzw. in Fußnoten.
|-
| class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Vom Bruder Heinrich, in Ditmar verbrannt, sammt dem zehnten Psalm, ausgelegt durch Martin Luther<br/>
<br/>
1525<br/>
<br/>
...
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Von Bruder Heinrich, der in Dithmarschen verbrannt wurde, sowie den Psalm 10, erklärt durch Martin Luther
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|-
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Do nu Gott der almechtig die zeyt ersahe/ das<br/>
der gut Heinricus mit seynem blut die warheyt<br/>
...<br/>
von yhm gepredigt/ bezeuge solt/ sandte er yhn vn<br/>
der die mörder/ die er dar zu bereyttet hatte. Denn<br/>
es begab sich im xxiiii Jar/ kleiner zal nach Chri<br/>
sti geburt/ das er geruffen ward von Nicolao Bo=<br/>
ye Pfarrer und anderen fromen Christen der selbi=<br/>
bigen Pfarr zu Meldorf ynn Diedmar/ yhn das<br/>
wort Gottes zuverkünden und sie aus des Anti=<br/>
christs rachen zubringen/ denn er gewaltiglich da<br/>
selbst regirt/ Wilche beruffung er/ als von Gott/<br/>
an nam/
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Da nun Gott der allmächtige die Zeit für gekommen sah, dass<br/>
der gute Heinrich mit seinem eigenen Blut die Wahrheit<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Hier ist gemeint: Wahrheit im Sinne von "die richtige Lehre des christlichen Galubens"</ref><br/>
...<br/>
von ihm(=Gott)<br/> gepredigt, (auch) bezeugen sollte, schickte er ihn unter<br/>
die Mörder, die er dazu vorbereitet hatte. Denn<br/>
es geschah im 24ten Jahre kleiner Zahl<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Hier ist gemeint: "In diesem Jahrhundert.", d.h. im Jahrhundert, in dem Luther dieses Buch schrieb.</ref> nach Christi<br/>
Geburt, dass er von dem Pfarrer Nikolaus Boje und anderen frommen Christen der<br/>
Pfarrei Meldorf in Dithmarschen gerufen wurde, ihnen das<br/>
Wort Gottes zu verkünden und sie aus dem Rachen des Anti-<br/>
christen zu retten<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>In der Zeit der Reformation vertraten Luther und seine Anhänger die These, dass der Antichrist des Buches der Offenbarung (in der Bibel) vom Papst verkörpert wurde.</ref>, da er dort (in Meldorf)<br/>
kräftig regiert.<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Soll heißen: Die christlich-päpstliche Lehre war zu dieser Zeit in Meldorf sehr stark verbreitet. Menschen, die der damaligen Kirche fern blieben oder die Lehre nicht anerkannten, wurden verfolgt.</ref><br/>
Den Ruf <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>... nach Meldorf zu gehen...</ref> nahm er (Heinrich) als einen von Gott<br/>
gegebenen Auftrag an.  
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|-
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=un derhalbe yhn zusagt/ das er zu yhn ko<br/>
men wolt. Darnach auff S. Catharynen abent<br/>
foddert er zu sich sechs frome mitbrüder und<br/>
burger/ hielt yhn fur/ wie er ynn Diedmar geru=<br/>
ffen were/ und zeygt yhn an/ nach dem er nich al=<br/>
leyne schuldig were yhn alleyn/ sondern yedermann<br/>
wers begerte/ das Wort Gottes zuverkünden/ ge=<br/>
decht er ynn Diedmar zu ziehen/ und warten/<br/>
was Gott mit yhm ausrichten wolt/ bat der hal=<br/>
ben/ sie wolten yhm eynen guten tadt geben/ wie<br/>
er am füglichsten möcht da hyn komen/ das die<br/>
gantze gemeyne nicht ynnen würde/ und seine reyse<br/>
nicht verhynderten/ als auch denn geschehen we=<br/>
re.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Deshalb hat er ihnen zugesagt, das er zu ihnen kommt<br/>
Danach, am Abend des St. Katharinentages<ref>Der der hl. Katharina geweihte Tag ist der 25. November.</ref><br/>
ludt er sechs fromme Mitbrüder und<br/>
Bürger ein und unterrichtete sie, das er nach Dithmarschen geru-<br/>
fen wurde. Er begründete dieses damit, das er nicht nur ihnen (in Bremen)<br/>
verpflichtet sei, das Wort Gottes zu verkünden, sondern jedermann,<br/>
der es hören möchte (=begehrt) soll es von ihm hören können.<br/>
So will er nach Dithmarschen reisen um dort zu erwarten,<br/>
was Gott mit ihm vorhat (=ausrichten wolt). Er bat sie <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>... die sechs fromme Mitbrüder und Bürger ...</ref>,<br/>
ihm zu sagen, wie er am besten (=füglichsten) dorthin reisen könnte,<br/>
ohne das die Gemeinde (in Bremen) ihn an der Reise hindern könnte,<br/>
weil er dieses (die Reise nach Dithmarschen, zu der er beauftragt wurde) so<br/>
möchte.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|-
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text= Antworten die fromen Christen drauff und<br/>
baten/ er wolt bey yhn bleyben/ und ansehen wie<br/>
das Evangelion noch fast schwach ynn dem volck<br/>
were/ sonderlich ynn den umbligenden stedten/ und<br/>
die verfolgung noch gros/ und ansehen das er<br/>
von yhn beruffen were/ das wort Gottes zu predi=<br/>
gen. Wolten aber die Diedmarer eynen prediger<br/>
haben/ das er eynen anderen daselbst hynschicket/<br/>
denn sie wusten wol/ was die Diedmarer vor<br/>
eyn volck war/ Daneben sie yhn auch anzeygten/<br/>
sie wüßten yhn nicht zu ziehen lassen/ on verwilli=<br/>
gung eyner ganzen Pfarr.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Die frommen Christen antworteten ihm und<br/>
baten ihn, doch bei ihnen zu bleiben. Er sähe doch,<br/>
dass das Evangelium noch zu wenig bei dem Volk verkündet<br/>
wurde. Besonders in den umliegenden (um Bremen). Und<br/>
die Verfolgung <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>... vom Antichristen ...</ref> ist groß, aber auch das Ansehen, das er<br/>
von ihnen berufen sei <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>"berufen" im Sinne von gebeten, beauftragt</ref> um das Wort Gottes zu pre-<br/>
digen. Wollen die Dithmarscher aber einen Prediger,<br/>
so soll er (Heinrich) einen anderen (Prediger) (nach Dithmarschen) senden,<br/>
denn sie wissen wohl, was die Dithmarscher für<br/>
ein Volk waren. Sie sagetmn ihm auch,<br/>
sie würden ihn nicht abreisen lassen, ohne das<br/>
die ganze Gemeinde auch seiner Abreise zustimmen würde.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|-
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Der gute Henricus antwortet/ wiewol er be=<br/>
kante/ das er von yhn beruffen were/ Doch hetten<br/>
sie sonst fromer gelerter leute genug/ die yhn pre=<br/>
digten. Die Paptisten weren auch zum teyl uber=<br/>
wunden/ das auch nu fortan/ weyber und kinder<br/>
yhre narheyt sehen und richten. Het auch ii. iar<br/>
yhn geprediget/ Aber die Diedmarer heten key=<br/>
nen/ Der halben er mit gutem gewissen yhn solche<br/>
bette nicht abschlagen kunde/ Das sie aber anzo=<br/>
gen/ das sie yhn nicht lasen kündetn/ sonder wissen<br/>
und willen einer gantze gemeyne/ schlüsse bey yhm<br/>
nichts/
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Der gute Heinrich antwortete ihnen, er weiß<br/>
das er von ihnen berufen sei. Doch sie (die Bremer) hätten<br/>
genug frome gelehrte, die ihn (=Jesus) pre-<br/>
digten. Doe Paptisten (=Papstanhänger) waren auch zum Teil über-<br/>
wunden, das nun auch (sogar) die Frauen und Kinder<br/>
ihre (der Papstanhänger) Narrheit (=Dummheit, Falschheit) erkennen und bewerten. Er habe auch (bereits) zwei Jahre<br/>
bei ihnen gepredigt. Aber die Dithmarscher haben keinen (lutherischen Prediger).<br/>
Deshalb konnter er ihnen (mit) seinem guten Gewissen ihnen solch<br/>
eine Biotte auch nicht abschlagen. Da sie (die sechs Christen) aber<br/>
kommen und ihn nicht (reisen) lassen, sie wissen doch,<br/>
dass auch der Willen einer ganzen Gemeinde seinen Beschluss (nach Ditmarschen zu reisen)
nichts ändere.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|-
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text= Dieweyl er sie gantz nicht verlassen wolte/<br/>
denn er gedechte nur eyn kurtze zeyt ynn Diedmar<br/>
zu predigen/ nemlich eynen Monat oder zween/<br/>
als lang er eyn fundament selb mündlich gelegt/<br/>
und darnach wider zu yhn komen/ were der hal=<br/>
ben seyne meynung und bette/ sie wolten nach sey=<br/>
nem abzug/ der gemeyne/ seyne beruff/ wilchem er<br/>
nicht widerstehen könde/ anzeygen/ danebe seynen<br/>
heymlichen abzug entschuldigen/ denn er müste<br/>
heymlich ziehen umb seyner feynde willen/ die<br/>
yhm schadden möchten/ die tag und nacht trach=<br/>
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gen und tödten möchten/ auch anzeygt/ wie er<br/>
wolt bald widder bey yhn seyn. Mit diesen worten<br/>
stellet er sie zu friden/ das sie yhm zu ziehen vergun<br/>
neten/ Denn sie verhofften/ das die Diedmarer<br/>
möchten zu der rechten erkentnis komen des wort<br/>
Gotts/ die sonst fast vor anderem volck mit abgöt=<br/>
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|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Er möchte sie aber nicht ganz verlassen,<br/>
denn er gedachte (=plante) nur eine kurze Dauer in Dithmarschen<br/>
zu predigen: Einen oder zwei Monate.<br/>
Er will nur das Fundament (des lutherischen Glaubens) selbst predigen<br/>
und anschließend wieder zu ihnen zurückkommen. So sein Plan (=seyne meynung).<br/>
Er bitte sie, der Gemeinde (zu Bremen) seine Berufung (nach Dithmarschen), der er<br/>
sich nicht entziehen kann, mitzuteilen und seine heimliche Abreise zu entschuldigen, denn er muss<br/>
wegen seiner (persönlichen) Feinde, welche ihn schaden und Tag und Nacht<br/>
ihn verfolgten und umbringen wollen, heimlich abreisen.<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Bevor er nach bremen kam, wurde er, am 29.9.1522, durch die Statthalterin der Niederlande, Margarete, verhaftet. Vermutlich geschah dieses auf Anraten einiger Dominikanermönche. Er konnte jedoch befreit werden. Dennoch jagten ihn die Dominikaner und papstanhänger weiterhin. (siehe dazu auch den PlusPedia-Artikel "Heinrich_von_Zütphen", Abschnitt: "Verfolgung und Flucht./ Wirken in Bremen.")</ref><br/>
Er wolle dennoch bald wieder bei ihnen (den Bremern) sein. Er stellte sie damit (mit dieser Argumentation)<br/>
zufrieden, so das er abreisen konnte.<br/>
Sie hofften (wünschten sich) das die Dithmarscher<br/>
das Wort Gottes richtig erkennen (die lutherische Lehre anerkennen),<br/>
da sie (besonders) von den anderen (fremden) Völkern durch ihre falsche (Gottes-)Lehre (abgötterey)<br/>
bekannt sind.
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== Einzelnachweise und Quellen ==
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=== Graf Ernst Reventlow-Farve: "Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842."<ref><small>Anm. d. Hauptautors:<br/>Das gesamte 260 seitige Buch des Grafen Reventlow-Farve ist fortlaufend in sich reimenden vierzeiligen Strophen geschrieben, woraus hier nur der Abschnitt der Abelsage, beginnend bei Seite 66, zitiert wird.</ref> ===
 
{{Zitat1
|Text=...<br/>
<small>Str. 291</small><br/>
 
Der König schließt den Bruder in die Arme,
Stets hoffend, haß nach langem blut'gen Streit
Sein Herz am Bruderherzen auch erwarme
Und keiner mehr sein Ohr der Rache leiht.<br/>
...
|Autor=<br/>
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|ref="Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842.; ebd. S. 66-}}
 
== Fußnoten und Einzelnachweise ==
<references />

Aktuelle Version vom 1. Mai 2015, 16:31 Uhr

„§2
Vormahlige und jetzige Beschaffenheit des Ort. Vormahls ist der Ort ein ansehnlich Dorf gewesen, und haben davon die Aemter Altena, Breckerfelde und Rade auf der Volme, den Namen der Veste Lüdenscheid getragen. Im 13 Jahrhundert aber ist er zur Stadt gemachet worden.
Daß er unter die ersten Stücke zu rechnen sey, welche die Grafen von Altena in Westphalen gehabt haben, ist nicht nur aus dem Briefe welcher im Anhang Num. 1. zu lesen, sondern auch daraus zu schliessen, weil die Grafen von Altena an diesem Orte vorzeiten ihr Hofgericht gehabt haben, an welches die Appellation, von vielen Untergerichten des Landes so lange gegangen

(= Anmerkung: *)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'

--Funker 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST) =)

bis solches im Jahr 1719 durch ein allergnädigst königlich Edict, wie sich dasselbe im Anhange Num. 2 findet, geändert worden ist.

Johann Diedrich von Steinen
Ev. Luth. Pred. zu Frömern, des Ministeriums in der Grafschaft Mark zeitl. General-Inspector, und der Classe im Amt Unna Subdelegatus
: "Westphälische Geschichte
mit vielen Kupfern
Zweiter Theil.
Lemgo 1755
Im Verlage sel. Joh. Heinrich Meyers
Wittwe."
Benutzer:Funker/Artikel ebd. ab S. 71


(= Anmerkung: *)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'

=)


(= Anmerkung: Das Gras ist nicht grün, sondern braun...

--Funker 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST) =)

Lageplan im Artikel (Überschr. 1:"==")

Lageplan im Artikel (Überschr. 2:"===")

Lageplan im Artikel (Überschr. 3:"====")

Lageplan im Artikel (Überschr. 4:"=====")

So könnte man es machen, zur Zeit keine andere Möglichkeit da die Software hier nicht ganz der WP-Version entspricht, gehts nur so.

Vorlage:Coordinate|article=/|NS=49.7596|EW=6.6439|type=landmark|region=DE-NW

im Artikel selbst muss dann nur |article=/| nach Coordinate eingesetzt werden, dann wird der Ort direkt übernommen. Gruss --Update Nachricht 15:29, 23. Jan. 2011 (CET)

So würde die Anzeige im Artikel aussehen (siehe Artikel: Trier)

Meldorf/ Dithmarschen

Dusenddüwwelsdwarf bei Yahoo-Maps

Ref's in Zitate

Die Dithmarscher, kaum als sie gehört haben, dass Gerhard der Große erschlagen war, fielen in Holstein ein. Es kam zu einer Schlacht.

„Der Graf Claus, Gerhards des Großen Sohn, lieferte ihnen mit den Truppen, die er zufällig auf Hanerau bei sich hatte, und den in der Eile aus den Kirchspielen Schenefeld imo Hademarschen zu zusammengebrachten Bauern eine Schlacht bei Tippersloe, welcher Ort zwischen der dithm. Gränze und den eben genannten 2 Kirchörtern gelegen haben soll.[1] Freilich schrieb man sich beiderseits den Sieg zu, es ist indeß wahrscheinlich, daß die Holsten, wenn gleich nach einem harten Kampfe, Sieger blieben, und die Dithm. geschlagen wurden; wenigstens kehrten diese über die Gränze zurück.“

J. Hanssen/ H. Wolf aus: "Chronik des Landes Dithmarschen von J. Hanssen und H. Wolf; Langhoffsche Buchdruckerei; Hamburg 1833"; ebd.: S. 263

Der Holsteiner Graf Heinrich der Eiserne starb im Jahr 1381.

Test des Luthertextes in Tabelle

Zelle A Zelle B
Zelle 1 Zelle 2
Zelle 3 Zelle 4
Zelle 5 Zelle 6



Orginal Luthertext Versuch der Übertragung in das heutige Deutsch mit erklärenden Hinzufügungen in "()" bzw. in Fußnoten.

„Vom Bruder Heinrich, in Ditmar verbrannt, sammt dem zehnten Psalm, ausgelegt durch Martin Luther

1525

...“"

„Von Bruder Heinrich, der in Dithmarschen verbrannt wurde, sowie den Psalm 10, erklärt durch Martin Luther“"

„Do nu Gott der almechtig die zeyt ersahe/ das
der gut Heinricus mit seynem blut die warheyt
...
von yhm gepredigt/ bezeuge solt/ sandte er yhn vn
der die mörder/ die er dar zu bereyttet hatte. Denn
es begab sich im xxiiii Jar/ kleiner zal nach Chri
sti geburt/ das er geruffen ward von Nicolao Bo=
ye Pfarrer und anderen fromen Christen der selbi=
bigen Pfarr zu Meldorf ynn Diedmar/ yhn das
wort Gottes zuverkünden und sie aus des Anti=
christs rachen zubringen/ denn er gewaltiglich da
selbst regirt/ Wilche beruffung er/ als von Gott/
an nam/“"

„Da nun Gott der allmächtige die Zeit für gekommen sah, dass
der gute Heinrich mit seinem eigenen Blut die Wahrheit[2]
...
von ihm(=Gott)
gepredigt, (auch) bezeugen sollte, schickte er ihn unter
die Mörder, die er dazu vorbereitet hatte. Denn
es geschah im 24ten Jahre kleiner Zahl[3] nach Christi
Geburt, dass er von dem Pfarrer Nikolaus Boje und anderen frommen Christen der
Pfarrei Meldorf in Dithmarschen gerufen wurde, ihnen das
Wort Gottes zu verkünden und sie aus dem Rachen des Anti-
christen zu retten[4], da er dort (in Meldorf)
kräftig regiert.[5]
Den Ruf [6] nahm er (Heinrich) als einen von Gott
gegebenen Auftrag an.“"

„un derhalbe yhn zusagt/ das er zu yhn ko
men wolt. Darnach auff S. Catharynen abent
foddert er zu sich sechs frome mitbrüder und
burger/ hielt yhn fur/ wie er ynn Diedmar geru=
ffen were/ und zeygt yhn an/ nach dem er nich al=
leyne schuldig were yhn alleyn/ sondern yedermann
wers begerte/ das Wort Gottes zuverkünden/ ge=
decht er ynn Diedmar zu ziehen/ und warten/
was Gott mit yhm ausrichten wolt/ bat der hal=
ben/ sie wolten yhm eynen guten tadt geben/ wie
er am füglichsten möcht da hyn komen/ das die
gantze gemeyne nicht ynnen würde/ und seine reyse
nicht verhynderten/ als auch denn geschehen we=
re.“"

„Deshalb hat er ihnen zugesagt, das er zu ihnen kommt
Danach, am Abend des St. Katharinentages[7]
ludt er sechs fromme Mitbrüder und
Bürger ein und unterrichtete sie, das er nach Dithmarschen geru-
fen wurde. Er begründete dieses damit, das er nicht nur ihnen (in Bremen)
verpflichtet sei, das Wort Gottes zu verkünden, sondern jedermann,
der es hören möchte (=begehrt) soll es von ihm hören können.
So will er nach Dithmarschen reisen um dort zu erwarten,
was Gott mit ihm vorhat (=ausrichten wolt). Er bat sie [8],
ihm zu sagen, wie er am besten (=füglichsten) dorthin reisen könnte,
ohne das die Gemeinde (in Bremen) ihn an der Reise hindern könnte,
weil er dieses (die Reise nach Dithmarschen, zu der er beauftragt wurde) so
möchte.“"

„Antworten die fromen Christen drauff und
baten/ er wolt bey yhn bleyben/ und ansehen wie
das Evangelion noch fast schwach ynn dem volck
were/ sonderlich ynn den umbligenden stedten/ und
die verfolgung noch gros/ und ansehen das er
von yhn beruffen were/ das wort Gottes zu predi=
gen. Wolten aber die Diedmarer eynen prediger
haben/ das er eynen anderen daselbst hynschicket/
denn sie wusten wol/ was die Diedmarer vor
eyn volck war/ Daneben sie yhn auch anzeygten/
sie wüßten yhn nicht zu ziehen lassen/ on verwilli=
gung eyner ganzen Pfarr.“"

„Die frommen Christen antworteten ihm und
baten ihn, doch bei ihnen zu bleiben. Er sähe doch,
dass das Evangelium noch zu wenig bei dem Volk verkündet
wurde. Besonders in den umliegenden (um Bremen). Und
die Verfolgung [9] ist groß, aber auch das Ansehen, das er
von ihnen berufen sei [10] um das Wort Gottes zu pre-
digen. Wollen die Dithmarscher aber einen Prediger,
so soll er (Heinrich) einen anderen (Prediger) (nach Dithmarschen) senden,
denn sie wissen wohl, was die Dithmarscher für
ein Volk waren. Sie sagetmn ihm auch,
sie würden ihn nicht abreisen lassen, ohne das
die ganze Gemeinde auch seiner Abreise zustimmen würde.“"

„Der gute Henricus antwortet/ wiewol er be=
kante/ das er von yhn beruffen were/ Doch hetten
sie sonst fromer gelerter leute genug/ die yhn pre=
digten. Die Paptisten weren auch zum teyl uber=
wunden/ das auch nu fortan/ weyber und kinder
yhre narheyt sehen und richten. Het auch ii. iar
yhn geprediget/ Aber die Diedmarer heten key=
nen/ Der halben er mit gutem gewissen yhn solche
bette nicht abschlagen kunde/ Das sie aber anzo=
gen/ das sie yhn nicht lasen kündetn/ sonder wissen
und willen einer gantze gemeyne/ schlüsse bey yhm
nichts/“"

„Der gute Heinrich antwortete ihnen, er weiß
das er von ihnen berufen sei. Doch sie (die Bremer) hätten
genug frome gelehrte, die ihn (=Jesus) pre-
digten. Doe Paptisten (=Papstanhänger) waren auch zum Teil über-
wunden, das nun auch (sogar) die Frauen und Kinder
ihre (der Papstanhänger) Narrheit (=Dummheit, Falschheit) erkennen und bewerten. Er habe auch (bereits) zwei Jahre
bei ihnen gepredigt. Aber die Dithmarscher haben keinen (lutherischen Prediger).
Deshalb konnter er ihnen (mit) seinem guten Gewissen ihnen solch
eine Biotte auch nicht abschlagen. Da sie (die sechs Christen) aber
kommen und ihn nicht (reisen) lassen, sie wissen doch,
dass auch der Willen einer ganzen Gemeinde seinen Beschluss (nach Ditmarschen zu reisen) nichts ändere.“"

„Dieweyl er sie gantz nicht verlassen wolte/
denn er gedechte nur eyn kurtze zeyt ynn Diedmar
zu predigen/ nemlich eynen Monat oder zween/
als lang er eyn fundament selb mündlich gelegt/
und darnach wider zu yhn komen/ were der hal=
ben seyne meynung und bette/ sie wolten nach sey=
nem abzug/ der gemeyne/ seyne beruff/ wilchem er
nicht widerstehen könde/ anzeygen/ danebe seynen
heymlichen abzug entschuldigen/ denn er müste
heymlich ziehen umb seyner feynde willen/ die
yhm schadden möchten/ die tag und nacht trach=
ten/ als sie selbs wol wusten/ wie sie yhn umbren=
gen und tödten möchten/ auch anzeygt/ wie er
wolt bald widder bey yhn seyn. Mit diesen worten
stellet er sie zu friden/ das sie yhm zu ziehen vergun
neten/ Denn sie verhofften/ das die Diedmarer
möchten zu der rechten erkentnis komen des wort
Gotts/ die sonst fast vor anderem volck mit abgöt=
terey beladen sind.“"

„Er möchte sie aber nicht ganz verlassen,
denn er gedachte (=plante) nur eine kurze Dauer in Dithmarschen
zu predigen: Einen oder zwei Monate.
Er will nur das Fundament (des lutherischen Glaubens) selbst predigen
und anschließend wieder zu ihnen zurückkommen. So sein Plan (=seyne meynung).
Er bitte sie, der Gemeinde (zu Bremen) seine Berufung (nach Dithmarschen), der er
sich nicht entziehen kann, mitzuteilen und seine heimliche Abreise zu entschuldigen, denn er muss
wegen seiner (persönlichen) Feinde, welche ihn schaden und Tag und Nacht
ihn verfolgten und umbringen wollen, heimlich abreisen.[11]
Er wolle dennoch bald wieder bei ihnen (den Bremern) sein. Er stellte sie damit (mit dieser Argumentation)
zufrieden, so das er abreisen konnte.
Sie hofften (wünschten sich) das die Dithmarscher
das Wort Gottes richtig erkennen (die lutherische Lehre anerkennen),
da sie (besonders) von den anderen (fremden) Völkern durch ihre falsche (Gottes-)Lehre (abgötterey)
bekannt sind.“"

„Orginal“"

„Übertragung“"

„Orginal“"

„Übertragung“"

„Orginal“"

„Übertragung“"

„Orginal“"

„Übertragung“"

Einzelnachweise und Quellen

  1. Nehlsen schreibt ebenfalls von der Schlacht, kann jedoch Tippersloe nicht weiter verorten. Er legt zudem die Schlacht zeitschlich etwa 41-42 Jahre später auf ca. 1381/82. (s. dazu: Rudolf Nehlsen: "Geschichte von Dithmarschen"; Tübinger Studien 2. Band/ 2. Heft, Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung: Tübingen 1908; ebd. S. 44ff.)
  2. Anmerkung des Erstautors:Hier ist gemeint: Wahrheit im Sinne von "die richtige Lehre des christlichen Galubens"
  3. Anmerkung des Erstautors:Hier ist gemeint: "In diesem Jahrhundert.", d.h. im Jahrhundert, in dem Luther dieses Buch schrieb.
  4. Anmerkung des Erstautors:In der Zeit der Reformation vertraten Luther und seine Anhänger die These, dass der Antichrist des Buches der Offenbarung (in der Bibel) vom Papst verkörpert wurde.
  5. Anmerkung des Erstautors:Soll heißen: Die christlich-päpstliche Lehre war zu dieser Zeit in Meldorf sehr stark verbreitet. Menschen, die der damaligen Kirche fern blieben oder die Lehre nicht anerkannten, wurden verfolgt.
  6. Anmerkung des Erstautors:... nach Meldorf zu gehen...
  7. Der der hl. Katharina geweihte Tag ist der 25. November.
  8. Anmerkung des Erstautors:... die sechs fromme Mitbrüder und Bürger ...
  9. Anmerkung des Erstautors:... vom Antichristen ...
  10. Anmerkung des Erstautors:"berufen" im Sinne von gebeten, beauftragt
  11. Anmerkung des Erstautors:Bevor er nach bremen kam, wurde er, am 29.9.1522, durch die Statthalterin der Niederlande, Margarete, verhaftet. Vermutlich geschah dieses auf Anraten einiger Dominikanermönche. Er konnte jedoch befreit werden. Dennoch jagten ihn die Dominikaner und papstanhänger weiterhin. (siehe dazu auch den PlusPedia-Artikel "Heinrich_von_Zütphen", Abschnitt: "Verfolgung und Flucht./ Wirken in Bremen.")


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C * * * D o - S c h l e i f e 1 b i s 2 0 m i t A u s g a b e a u f S t a n d a r d a u s g a b e g e r ä t
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Graf Ernst Reventlow-Farve: "Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842."[1]

„...
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Der König schließt den Bruder in die Arme, Stets hoffend, haß nach langem blut'gen Streit Sein Herz am Bruderherzen auch erwarme Und keiner mehr sein Ohr der Rache leiht.
...“


"Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842.; ebd. S. 66-

Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Anm. d. Hauptautors:
    Das gesamte 260 seitige Buch des Grafen Reventlow-Farve ist fortlaufend in sich reimenden vierzeiligen Strophen geschrieben, woraus hier nur der Abschnitt der Abelsage, beginnend bei Seite 66, zitiert wird.