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Benutzer:Funker/Test: Unterschied zwischen den Versionen

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Testseite - bitte nicht ändern! --[[Benutzer:Funker|Funker]] 08:52, 5. Jun. 2010 (UTC)
{{Zitat1
===============================
|Text=§2<br/>
Vormahlige und jetzige Beschaffenheit des Ort.


====Die Anschuldigungen gegen die Juden werden konkreter====
Vormahls ist der Ort ein ansehnlich Dorf gewesen, und haben davon die Aemter Altena, Breckerfelde und Rade auf der Volme, den Namen der Veste Lüdenscheid getragen. Im 13 Jahrhundert aber ist er zur Stadt gemachet worden.<br/>
Immer wieder, hauptsächlich seit Mitte des 12. Jahrhunderts, wurden die Juden satanischer Verbrechen beschuldigt: Ritualmord (oft mit vorrangegangener Kindesentführung)<ref name="Ritualmord">Ritualmord:<br/>Juden sollen, besonders um die Osterzeit herum christliche Jungen entführt und geschlachtet haben, um deren Blut zu trinken. Erstes namentlich bekanntes Opfer soll 1144 William aus Norwich gewesen sein. In Detschland ist eines der bekanntesten die Geschichte um den 16jährigen Werner aus Oberweichsel (Bacharach):<br/> Am Gründonnerstag des Jahres 1287 soll er erschlagen (nach anderer Überlieferung mit Stichwunden übersät) aufgefunden worden sein. Zweifelhaften Zeugenaussagen nach, soll sein Blut von Juden für das Passah-Fest benötigt worden sein. Andere Quellen berichten, daß er an den Füßen aufgehängt wurde, damit Jdie Juden in den besitz der Hostie gelangen, welche er geschluckt habe. Seine Leiche soll in den Rhein geworfen worden sein, wo sie gefunden wurde.<br/>
Daß er unter die ersten Stücke zu rechnen sey, welche die Grafen von Altena in Westphalen gehabt haben, ist nicht nur aus dem Briefe welcher im Anhang Num. 1. zu lesen, sondern auch daraus zu schliessen, weil die Grafen von Altena an diesem Orte vorzeiten ihr Hofgericht gehabt haben, an welches die Appellation, von vielen Untergerichten des Landes so lange gegangen {{Anmerkung
Die beschuldigten Juden wurden nicht lange befragt, sechundzwanzig Juden wurden ohne Prozess ermordet.<br/>
|Text=*)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: ''In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'
Die jüdischen Gemeinden des Umlandes empörten sich und wandten sich an den Kaiser Rudolf von Habsburg (1218 -1291). Dieser war von der Unschuld der Juden überzeugt. Er legte den Mördern eine Geldbuße auf und befahl den Leichnam des Werner zu verbrennen.<br/>
|Autor=--[[Benutzer:Funker|Funker]] 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST)
Seinem Befehl wurde nicht Folge geleistet. Im Gegenteil: Man errichtete für den ermordeten Werner eine Kapelle, denn viele Christen pilgerten nach Bacharach, sein Leichnam wurde verehrt. Bis in das Jahr 1963 feierte man das Fest des heiligen Werner.<br/>
}} bis solches im Jahr 1719 durch ein allergnädigst königlich Edict, wie sich dasselbe im Anhange Num. 2 findet, geändert worden ist.<br/>
<small>Quelle: [http://www.heiligenlexikon.de/BiographienW/Werner_von_Oberwesel_von_Bacharach.htm|"Ökumenisches Heiligenlexikon: Werner von Oberwesel (von Bacharach)]</small><br/>
|Autor=Johann Diedrich von Steinen<br/>
Im Jahr 2001 brachte man an der Kapelle eine Tafel mit dem Text eines Gebetes Papst Johannes XXIII. an:
Ev. Luth. Pred. zu Frömern, des Ministeriums in der Grafschaft Mark zeitl. General-Inspector, und der Classe im Amt Unna
{{Zitat
Subdelegatus<br/>
|Text=Wir erkennen heute, daß viele Jahrhunderte der Blindheit unsere Augen verhüllt haben, so daß wir die Schönheit Deines auserwählten Volkes nicht mehr sehen und in seinem Gesicht nicht mehr die Züge unseres gestorbenen Bruders wiedererkennen.<br/>
|Quelle="Westphälische Geschichte<br/>
Wir erkennen, daß ein Kainsmal auf unserer Stirn steht. Im Laufe der Jahrhunderte hat unser Bruder Abel in dem Blute gelegen, das wir vergossen, und er hat Tränen geweint, die wir verursacht haben, weil wir Deine Liebe vergaßen.<br/>
mit vielen Kupfern<br/>
Vergib uns den Fluch, den wir zu Unrecht an den Namen der Juden hefteten.<br/>
Zweiter Theil.<br/>
Vergib uns, daß wir Dich in ihrem Fleische zum zweitenmal ans Kreuz schlugen.<br/>
Lemgo 1755<br/>
Denn wir wußten nicht, was wir taten.
Im Verlage sel. Joh. Heinrich Meyers<br/>
Wittwe."<br/>Benutzer:Funker/Artikel
ebd. ab S. 71
|ref=}}
 
{{Anmerkung
|Text=*)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: ''In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'
  |Autor=
  |Autor=
  |Quelle=[http://www.geschichtsverein-bacharach.de/isbn_3-00000994-9.html "Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e.V.: Bacharach und die Geschichte der Viertälerorte - Leseprobe: Die Wernerkapelle"]
  }}
  |ref=}}
-----------------------
Bis in die heutige Zeit wird immer wieder ein Bezug zwischen Juden und Ritualmorde hergestellt. Zuletzt im Januar 2010, als an der Kölner
{{Anmerkung
(Pappplakat-)Klagemauer vom Betreiber ein Hetz-Plakat aufgehängt wurde. Dieses zeigte einen an einem Tsich sitzenden Mann, der mit gabel und Messer ein totes ausgeblutetes palästinensisches Kind zerstückelt. Der Brustlatz des Mannes schückt ein blauer Davidstern.<br/><small>Quelle: [http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2938.html "Zentralrat der Juden in Deutschland: Ritualmord - Kölner Plakat greift in die Rüstkammer alten Judenhasses"]</small><br/></ref>, Hostienfrevel<ref name="Hostienfrevel">Hostienfrevel:<br/>Juden sollen angeblich geweihte Hostien gestohlen und mit Nadeln durchstochen  haben. Ihre (angebliche) Überlegung: Wenn die Hostie tatsächlich der Leib [[Jesu Christi|Jesus von Nazareth]] sei, so müsse er ja bluten.<br/>
|Text=Das Gras ist nicht grün, sondern braun...
Johannes von Tilrode (gest. 1298), berichtet von einem fall, der sich in Paris abgespielt haben soll:<br/>
|Autor=--[[Benutzer:Funker|Funker]] 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST)
Ein Jude hab einer christlichen Magd für 10 Pfund Silber eine geweihte Hostie gekauft. Die Judengemeinde habe diese Hostie dann mit Messer bearbeitet. Sie ließ sich nicht zerstören. Erst mit einem großen Messer konnte die Hostie zerteilt werden. Dabei sei Blut geflossen. Anschließend seien die Stücke in heißes Wasser geworfen worden, worauf sie sich in ein Stück Fleisch verwandelten. Johannes berichtete, daß durch dieses Wunder viele Augenzeugen sich zum Christentum bekehrt haben.<br/>
  }}
<small>Quelle: [http://www.judentum.org/judenmission/antijudaismus/hostie.htm "Judentum.org: Heiliges Blut: Hinter- und Abgründiges zum "Hostienfrevel""]</small></ref>, Gotteslästerung und Brunnenvergiftung<ref name="Brunnenvergiftung">Brunnenvergiftung:<br/>Im Jahr 1321 wurden die Juden beschuldigt, sie hätten, um die Christen des landes zu ermorden, die Brunnen verseucht. Zwei jahre später, im Jahre 1323, hatten eben aus diesem Grunde, alle Juden das Land verlassen. Zur Zeit der Pest kam erneut der Verdacht der Brunnenvergiftung wieder auf. In den jahren 1348 und 1349 erreichte die Gewalt gegen die Juden ihren Höhepunkt.<br/><small>Quelle: [http://www.politische-bildung-brandenburg.de/juden/geschichte/juden_christen.htm "Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: Juden im Mittelalter - Juden und Christen - 3. Die Brunnenvergiftung"]</small></ref>.
 
== Lageplan im Artikel (Überschr. 1:"==") ==
=== Lageplan im Artikel (Überschr. 2:"===") ===
==== Lageplan im Artikel  (Überschr. 3:"====") ====
===== Lageplan im Artikel  (Überschr. 4:"=====") =====
So könnte man es machen, zur Zeit keine andere Möglichkeit da die Software hier nicht ganz der WP-Version entspricht, gehts nur so.  
 
:Vorlage:Coordinate|article=/|NS=49.7596|EW=6.6439|type=landmark|region=DE-NW
im Artikel selbst muss dann nur |article=/| nach Coordinate eingesetzt werden, dann wird der Ort direkt übernommen. Gruss --<strong>[[Benutzer:Update|<span style="font-family:Script MT Bold;color:DarkSlateGray">Update</span>]]</strong>[[Benutzer Diskussion:Update| <sup><span style="font-family:Verdana;color:Gray">Nachricht</span></sup>]] 15:29, 23. Jan. 2011 (CET)
 
=== So würde die Anzeige im Artikel aussehen (siehe Artikel: [[Trier]]) ===
 
{{Coordinate|NS=49.7596|EW=6.6439|type=landmark|region=DE-NW}}
 
Meldorf/ Dithmarschen {{Coordinate|NS=54.0872|EW=09.0690|type=landmark|region=DE-NW}}
 
[http://maps.yahoo.com/broadband/#mvt=m&lat=54.1264&lon=9.0564&mag=6&zoom=16&q1=54.1264%2C9.0564 Dusenddüwwelsdwarf bei Yahoo-Maps]
 
== Ref's in Zitate ==
Die Dithmarscher, kaum als sie gehört haben, dass Gerhard der Große erschlagen war, fielen in Holstein ein. Es kam zu einer Schlacht.
{{Zitat1
|Text=Der Graf Claus, Gerhards des Großen Sohn, lieferte ihnen mit den Truppen, die er zufällig auf Hanerau bei sich hatte, und den in der Eile aus den Kirchspielen Schenefeld imo Hademarschen zu zusammengebrachten Bauern eine Schlacht bei Tippersloe, welcher Ort zwischen der dithm. Gränze und den eben genannten 2 Kirchörtern gelegen haben soll.<ref>Nehlsen schreibt ebenfalls von der Schlacht, kann jedoch Tippersloe nicht weiter verorten. Er legt zudem die Schlacht zeitschlich etwa 41-42 Jahre später auf ca. 1381/82. (s. dazu: Rudolf Nehlsen: "Geschichte von Dithmarschen"; Tübinger Studien 2. Band/ 2. Heft, Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung: Tübingen 1908; ebd. S. 44ff.)</ref> Freilich schrieb man sich beiderseits den Sieg zu, es ist indeß wahrscheinlich, daß die Holsten, wenn gleich nach einem harten Kampfe, Sieger blieben, und die Dithm. geschlagen wurden;  wenigstens kehrten diese über die Gränze zurück.
|Autor=J. Hanssen/ H. Wolf aus
|Quelle= "Chronik des Landes Dithmarschen von J. Hanssen und H. Wolf; Langhoffsche Buchdruckerei; Hamburg 1833"; ebd.: S. 263
|ref=}}
 
Der Holsteiner Graf Heinrich der Eiserne starb im Jahr 1381.
 
==  Test des Luthertextes in Tabelle ==
{| class="wikitable"
|- class="hintergrundfarbe5"
! Zelle A !! Zelle B 
|-
|Zelle 1
|Zelle 2
|-
|Zelle 3
|Zelle 4
|-
|Zelle 5
|Zelle 6
|}
 
 


====In der Zeit des zweiten Kreuzzugs====
Zu Beginn des Zweiten Kreuzzuges ('''1147-1149''') hetzte der Mönch Rudolph im Rheinland erneut gegen die dort lebenden Juden. Die Vorwürfe waren, wie bei vielen Pogromen zuvor, Blutbeschuldigung und Hiostienschändigung. Papst Eugen II versuchte durch einen Erlass ("Bulle") ("Sicut Judaeis") die Juden zu schützen. Dieser Erlass verbot die Zwangtaufen, Übergriffe ohne Rechtsverfahren, erpresste Dienstleistungen. Er erlaubte ausdrücklich das ungestörte Feiern jüdischer Feste. Er schützte die jüdischen Friedhöfe. Wer dagegen verstieß, sollte exkommuniziert werden.<ref>[http://www.focus.de/wissen/bildung/theologie/tid-13327/juden-und-christen-hostienfrevel-ritualmorde-vergiftete-brunnen_aid_368567.html "Focus-Online: Juden und Christen Hostienfrevel, Ritualmorde, vergiftete Brunnen"]</ref><ref name="zweinullsieben">Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 207f.</ref>


Petrus Venerabilis von Cluny drängte den fränkischen König Ludwig II., die Juden zwar leben zu lassen, sie aber vollständig zu enteignen. Ihre Besitztümer sollten dazu verwendet werden, die Kreuzfahrer zu verpflegen und auszurüsten. Er begründete dieses damit, daß die Juden weit schlimmere Feinde Gottes wären, als die "sarrazenen" (Muslime).<ref name="zweinullsieben"></ref><br/>
{| class="wikitable"
Das der 9. Abt von Cluny<ref>[http://www.abaelard.de/abaelard/030008venerabilis.htm "abaelard.de: Petrus Venerabilis!"]</ref> eindeutig ein Judenhasser war, geht auch aus einer Anmerkung Günter Sternbergers hervor. So sei der Talmud...
! width="450" | Orginal Luthertext
{{Zitat
! width="450" | Versuch der Übertragung in das heutige Deutsch mit erklärenden Hinzufügungen in "()" bzw. in Fußnoten.
|Text=... ein Werk des Antichrist; den Juden sei er als Strafe für ihre Sünden gegeben worden, um sie vom Alten Testament abzulenken – ein später immer wiederkehrendes Motiv.
|-
| class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Vom Bruder Heinrich, in Ditmar verbrannt, sammt dem zehnten Psalm, ausgelegt durch Martin Luther<br/>
<br/>
1525<br/>
<br/>
...
  |Autor=
  |Autor=
  |Quelle=Günter Sternberger, Der Talmud. Einführung – Texte – Erläuterungen, München 1987, S. 299
  |Quelle=
  |ref= }}
  |ref="}}
Erst Bernhard von Clairvaux<ref>[http://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bernhard_von_Clairvaux.htm "heiligenlexikon.de: Bernhard von Clairvaux"]</ref>, seit 1118 Leiter des Zisterzienserordens, bezog gegen die  Judenpogrome etwas eindeutiger Stellung:
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
{{Zitat
  |Text=Von Bruder Heinrich, der in Dithmarschen verbrannt wurde, sowie den Psalm 10, erklärt durch Martin Luther
  |Text=Töte sie nicht, damit mein Volk es nicht vergesse; lass sie umherirren durch deine Macht, und stürze sie nieder, Herr, unser Schild!
  |Autor=
  |Autor=
  |Quelle=Psalm 59, Vers 12 - "Elberfelder Übersetzung"
  |Quelle=
  |ref= }}
|ref="}}
Er war der Ansicht, daß die Juden in der ganzen Welt zerstreut sind, um als lebendiges Zeichen für das leiden Jesu Christi zu dienen und die Völker auf die kommende Erlösung hinzuweisen. Auch die Juden würden dann, gemäß dem Römerbrief Kap. 11, Vers 25 f.
|-
{{Zitat
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
  |Text=Meine Brüder und Schwestern, ich muss euch jetzt mit Gottes geheimnisvollem Plan bekannt machen. Wenn ihr euch auf eure eigene Klugheit verlasst, könnt ihr leicht zu falschen Schlüssen kommen. Gott hat verfügt, dass ein Großteil des jüdischen Volkes sich gegen die Einladung zum Glauben verhärtet. Aber das gilt nur so lange, bis alle, die er aus den anderen Völkern erwählt hat, den Weg zum Heil gefunden haben.<br/>
|Text=Do nu Gott der almechtig die zeyt ersahe/ das<br/>
Wenn das geschehen ist, dann wird das ganze Volk Israel gerettet werden, wie es in den Heiligen Schriften vorhergesagt ist: "Vom Zionsberg wird der Retter kommen und alle Auflehnung gegen Gott von den Nachkommen Jakobs nehmen.<br/>
der gut Heinricus mit seynem blut die warheyt<br/>
Dann werde ich ihnen ihre Verfehlungen vergeben, sagt Gott; und so erfüllt sich der Bund, den ich mit ihnen geschlossen habe."
...<br/>
von yhm gepredigt/ bezeuge solt/ sandte er yhn vn<br/>
der die mörder/ die er dar zu bereyttet hatte. Denn<br/>
es begab sich im xxiiii Jar/ kleiner zal nach Chri<br/>
sti geburt/ das er geruffen ward von Nicolao Bo=<br/>
ye Pfarrer und anderen fromen Christen der selbi=<br/>
bigen Pfarr zu Meldorf ynn Diedmar/ yhn das<br/>
wort Gottes zuverkünden und sie aus des Anti=<br/>
christs rachen zubringen/ denn er gewaltiglich da<br/>
selbst regirt/ Wilche beruffung er/ als von Gott/<br/>
an nam/
|Autor=
|Quelle=
  |ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Da nun Gott der allmächtige die Zeit für gekommen sah, dass<br/>
der gute Heinrich mit seinem eigenen Blut die Wahrheit<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Hier ist gemeint: Wahrheit im Sinne von "die richtige Lehre des christlichen Galubens"</ref><br/>
...<br/>
von ihm(=Gott)<br/> gepredigt, (auch) bezeugen sollte, schickte er ihn unter<br/>
die Mörder, die er dazu vorbereitet hatte. Denn<br/>
es geschah im 24ten Jahre kleiner Zahl<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Hier ist gemeint: "In diesem Jahrhundert.", d.h. im Jahrhundert, in dem Luther dieses Buch schrieb.</ref> nach Christi<br/>
Geburt, dass er von dem Pfarrer Nikolaus Boje und anderen frommen Christen der<br/>
Pfarrei Meldorf in Dithmarschen gerufen wurde, ihnen das<br/>
Wort Gottes zu verkünden und sie aus dem Rachen des Anti-<br/>
christen zu retten<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>In der Zeit der Reformation vertraten Luther und seine Anhänger die These, dass der Antichrist des Buches der Offenbarung (in der Bibel) vom Papst verkörpert wurde.</ref>, da er dort (in Meldorf)<br/>
kräftig regiert.<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Soll heißen: Die christlich-päpstliche Lehre war zu dieser Zeit in Meldorf sehr stark verbreitet. Menschen, die der damaligen Kirche fern blieben oder die Lehre nicht anerkannten, wurden verfolgt.</ref><br/>
Den Ruf <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>... nach Meldorf zu gehen...</ref> nahm er (Heinrich) als einen von Gott<br/>
gegebenen Auftrag an.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|-
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=un derhalbe yhn zusagt/ das er zu yhn ko<br/>
men wolt. Darnach auff S. Catharynen abent<br/>
foddert er zu sich sechs frome mitbrüder und<br/>
burger/ hielt yhn fur/ wie er ynn Diedmar geru=<br/>
ffen were/ und zeygt yhn an/ nach dem er nich al=<br/>
leyne schuldig were yhn alleyn/ sondern yedermann<br/>
wers begerte/ das Wort Gottes zuverkünden/ ge=<br/>
decht er ynn Diedmar zu ziehen/ und warten/<br/>
was Gott mit yhm ausrichten wolt/ bat der hal=<br/>
ben/ sie wolten yhm eynen guten tadt geben/ wie<br/>
er am füglichsten möcht da hyn komen/ das die<br/>
gantze gemeyne nicht ynnen würde/ und seine reyse<br/>
nicht verhynderten/ als auch denn geschehen we=<br/>
re.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
  |Text=Deshalb hat er ihnen zugesagt, das er zu ihnen kommt<br/>
Danach, am Abend des St. Katharinentages<ref>Der der hl. Katharina geweihte Tag ist der 25. November.</ref><br/>
ludt er sechs fromme Mitbrüder und<br/>
Bürger ein und unterrichtete sie, das er nach Dithmarschen geru-<br/>
fen wurde. Er begründete dieses damit, das er nicht nur ihnen (in Bremen)<br/>
verpflichtet sei, das Wort Gottes zu verkünden, sondern jedermann,<br/>
der es hören möchte (=begehrt) soll es von ihm hören können.<br/>
So will er nach Dithmarschen reisen um dort zu erwarten,<br/>
was Gott mit ihm vorhat (=ausrichten wolt). Er bat sie <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>... die sechs fromme Mitbrüder und Bürger ...</ref>,<br/>
ihm zu sagen, wie er am besten (=füglichsten) dorthin reisen könnte,<br/>
ohne das die Gemeinde (in Bremen) ihn an der Reise hindern könnte,<br/>
weil er dieses (die Reise nach Dithmarschen, zu der er beauftragt wurde) so<br/>
möchte.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|-
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text= Antworten die fromen Christen drauff und<br/>
baten/ er wolt bey yhn bleyben/ und ansehen wie<br/>
das Evangelion noch fast schwach ynn dem volck<br/>
were/ sonderlich ynn den umbligenden stedten/ und<br/>
die verfolgung noch gros/ und ansehen das er<br/>
von yhn beruffen were/ das wort Gottes zu predi=<br/>
gen. Wolten aber die Diedmarer eynen prediger<br/>
haben/ das er eynen anderen daselbst hynschicket/<br/>
denn sie wusten wol/ was die Diedmarer vor<br/>
eyn volck war/ Daneben sie yhn auch anzeygten/<br/>
sie wüßten yhn nicht zu ziehen lassen/ on verwilli=<br/>
gung eyner ganzen Pfarr.
|Autor=
|Quelle=
|ref="}}
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
|Text=Die frommen Christen antworteten ihm und<br/>
baten ihn, doch bei ihnen zu bleiben. Er sähe doch,<br/>
dass das Evangelium noch zu wenig bei dem Volk verkündet<br/>
wurde. Besonders in den umliegenden (um Bremen). Und<br/>
die Verfolgung <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>... vom Antichristen ...</ref> ist groß, aber auch das Ansehen, das er<br/>
von ihnen berufen sei <ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>"berufen" im Sinne von gebeten, beauftragt</ref> um das Wort Gottes zu pre-<br/>
digen. Wollen die Dithmarscher aber einen Prediger,<br/>
so soll er (Heinrich) einen anderen (Prediger) (nach Dithmarschen) senden,<br/>
denn sie wissen wohl, was die Dithmarscher für<br/>
ein Volk waren. Sie sagetmn ihm auch,<br/>
sie würden ihn nicht abreisen lassen, ohne das<br/>
die ganze Gemeinde auch seiner Abreise zustimmen würde.
  |Autor=
  |Autor=
  |Quelle=Römer 11, Vers 25-27 ("Gute Nachricht")
  |Quelle=
  |ref= }}
  |ref="}}
Sie müssten dazu verschont werden, so Bernhard. Sie sollten jedoch auf die Zinsen für ihre Kredite verzichten. Wenn man die Juden töte, so könne es den Kreuzfahrern ähnlich gehen, wie denen in Ungarn. Bernhard von Clairvaux konnte durch diese Äußerungen Gemetzel, wie im Jahre 1096 geschehen, verhindern.<ref name="zweinullsieben"></ref>
|-
 
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
Dennoch: In dem Jahr '''1168''' (im englischen Gloucester)<ref name="zweieinsnull">Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 210</ref><ref>[http://www.politische-bildung-brandenburg.de/juden/geschichte/juden_christen.htm "Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung: Juden im Mittelalter - Juden und Christen - 2. Die Ritualmord-Legende"]</ref> und '''1171''' kam es wieder wegen Ritualmord<ref name="Ritualmord"></ref> zu Beschuldigungen.<br/>
|Text=Der gute Henricus antwortet/ wiewol er be=<br/>
1171 führte eine erfundene Ritualmordanklage in dem Ort Blois zu einem Prozess gegen vierzig (andere Quellen schreiben von  über dreißig) Juden. Wenn sie sich zum christlichen Glauben bekannten, sollten sie am Leben gelassen werden. Trotz Folter blieben sie in ihrem eigenen Glauben und wurden verbrannt.<ref name="zweieinsnull"></ref><ref name="juediinfo">[http://www.de.chabad.org/library/article_cdo/aid/468990/jewish/Die-Mrtyrer-von-Blois-1171.htm "jüdische.info: Die Märtyrer von Blois (1171)"]</ref><br/>
kante/ das er von yhn beruffen were/ Doch hetten<br/>
Rabbi Ephraim ben Jaakow (geb. 1132, gest. um 1200) berichtet:
sie sonst fromer gelerter leute genug/ die yhn pre=<br/>
{{Zitat
digten. Die Paptisten weren auch zum teyl uber=<br/>
  |Text=Es ereignete sich im Jahre 4931 (1171). Zu dieser Zeit lebten in Blois über vierzig Juden. Einer von ihnen, Isaak ben Eleasar, ritt an einem Donnerstagabend, kurz vor Pessach, zum Fluss. Es ereignete sich, dass ein Stallbursche zur gleichen Zeit zum Wasser ritt, um das Pferd seines Herren zu tränken. Der Jude trug auf seiner Brust ein ungegerbtes Fell, aber eine der Ecken hatte sich gelöst und ragte von dem Mantel hervor. Als das Pferd des Dieners in der Dunkelheit die weiße Seite des Fells sah, erschrak es und sprang zurück, und konnte nicht zum Wasser gebracht werden.<br/><br/>
wunden/ das auch nu fortan/ weyber und kinder<br/>
Der christliche Diener war ein einfacher Bauer, welcher oft in der Kirche gehört hatte, dass Juden christliches Blut für ihre Mazzot und ihren Wein zu Pessach nutzten, er warnte seine "Herde" während der Pessach-Zeit ein wachsames Auge auf ihre Kinder zu haben. Als nun sein Pferd zurückschreckte, eilte er zu seinem Herren zurück und sagte: "Höre, mein Herr, was ein bestimmter Jude getan hat. Als ich hinter ihm in Richtung Fluss ritt, sah ich ihn ein kleines christliches Kind, welches die Juden getötet hatten, ins Wasser werfen. Als ich dies sah, war ich entsetzt und eilte schnell zurück, da ich fürchtete, dass er mich auch töten würde. Auch das Pferd unter mir war durch das Spritzen des Wassers, als er das Kind hineinwarf, so schockiert, dass es nicht trinken wollte!"<br/><br/>
yhre narheyt sehen und richten. Het auch ii. iar<br/>
Der Diener wusste, dass sein Herr sich über das Unglück der Juden freuen würde, weil er eine bestimmte Jüdin hasste, welche in der Stadt einflussreich war. So war es nicht verwunderlich als sein Herr sagte, "Nun kann ich an dieser Frau und dem Rest der Juden Rache nehmen."<br/><br/>
yhn geprediget/ Aber die Diedmarer heten key=<br/>
Am nächsten Morgen ritt der Herr zu dem Herrscher der Stadt, Theobald, Sohn von Theobald, Graf von Blois (Schwiegersohn von König Louis VII. von Frankreich). Die Christen nannten ihn "den Guten", aber er war ein bösartiger und grausamer Mann.<br/><br/>
nen/ Der halben er mit gutem gewissen yhn solche<br/>
Als der Herrscher die Anschuldigung vernahm, wurde er wütend und ließ alle Juden von Blois ergreifen und ins Gefängnis werfen, wo sie alle in eiserne Ketten gelegt wurden. Die einzige Ausnahme war die einflussreiche jüdische Dame, Madame Pulcelina, die für ihre Weisheit und ihre Schönheit berühmt war. Es war ihr oft möglich Vergünstigungen für die jüdischen Händler von Blois vom Herrscher zu erlangen. Aber nun gab die Ehefrau des Grafen (Alix, die Tochter des Königs) strikte Anweisungen an die Diener, dass sie nicht mit ihrem Ehemann sprechen durfte, da sie befürchtete, dass er seine Meinung ändern würde.<br/><br/>
bette nicht abschlagen kunde/ Das sie aber anzo=<br/>
Der Herrscher hatte keinen Beweis gegen die Juden, außer den einfältigen Stallburschen. Der Graf war bereit mit den Juden einen Handel abzuschließen, und sie für eine große Summe Lösegeld freizulassen. Er sandte einen Juden zu den benachbarten Gemeinden und fragte sie, wie viel sie für die Freilassung ihrer Brüder zahlen würden. Die Juden berieten sich mit den inhaftierten Geiseln, und die letzte Offerte betrug nur einhundert Pfund, zuzüglich der unzähligen Schulden von christlichen Schuldnern in Höhe von einhundertacht Pfund. Die Juden im Verlies sagten ihren Brüdern in den anderen Gemeinden, dass sie das hohe Lösegeld für ihre Leben nicht zahlen sollten, damit dies nicht dazu führe, dass Christen es als profitabel ansehen würden, Juden für Lösegeld zu inhaftieren.<br/><br/>
gen/ das sie yhn nicht lasen kündetn/ sonder wissen<br/>
Es kam nicht zu Verhandlungen, weil der Bischof in dem Ort eintraf und darauf bestand, dass die Juden zum Tode verurteilt werden, und dass er ihre Schuld "beweisen" würde.<br/><br/>
und willen einer gantze gemeyne/ schlüsse bey yhm<br/>
Der Priester riet dem Grafen den Zeugen durch die Wassertortur zu prüfen, um zu entdecken, ob er die Wahrheit sagte. Die Prüfung wurde wie folgt arrangiert: Ein großer Tank wurde mit Wasser gefüllt, und der Diener, der "sah", dass der Jude das Kind in den Fluss geworfen hatte, hatte den Behälter zu besteigen, wenn er schwimmen würde, wären seine Worte wahr; wenn er untergehen würde, hätte er gelogen.<br/><br/>
nichts/
Der Graf von Blois befahl, dass die Prüfung umgehend durchgeführt werden sollte. Nun hatte der Priester es zum Vorteil des Dieners so arrangiert, so dass dieser nicht unter gehen sollte. Dies war die Justiz in jenen Tagen. Die Juden wurden, auf der Basis der Wasserprüfung für schuldig befunden und dazu verurteilt, lebendig verbrannt zu werden.<br/><br/>
|Autor=
Auf das Geheiß des bösartigen Herrschers hin wurden die Juden in ein hölzernes Haus gebracht, daneben wurden Dornenbüsche und Reisigbündel angehäuft. Dabei wurde ihnen gesagt, "Ihr könnt eure Leben retten, wenn ihr eure Religion verlasst und unsere Religion annehmen werdet." Die Juden lehnten dieses ab. Sie wurden geschlagen und gequält, damit sie die christliche Religion annehmen würden, aber sie lehnten es immer noch ab. Sie ermutigten sich gegenseitig standhaft zu bleiben und für die Heiligung des Göttlichen Namens zu sterben.<br/><br/>
|Quelle=
Auf das Geheiß des Grafen hin wurden zwei führende Juden, beides Kohanim, Rabbi Jechiel, der Sohn von Rabbi David HaKohen, und Rabbi Jekutiel, der Sohn von Rabbi Juda HaKohen, ergriffen und vor den anderen an einen einzelnen Pfahl gebunden, damit dies die anderen dazu führen würde zu konvertieren. Sie waren beide heilige und demütige Menschen mit großem Tora-Wissen, Schüler von Rabbeinu Tam und Rabbeinu Schmuel ben Me’ir, dem Enkel von Raschi. Ein dritter prominenter Jude, Rabbi Juda, der Sohn von Rabbi Aaron, wurde ebenfalls mit ihnen an den Pfahl gebunden.<br/><br/>
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Auf Befehl des Herrschers hin wurden die Reisigbündel entzündet. Das Feuer verbrannte die Fesseln an ihren Händen, so dass sie sich lösten. Die drei Juden entkamen dem Feuer riefen den Christen entgegen, welche sich versammelt hatten, um sie sterben zu sehen: "Euren Gesetzen gemäß solltet ihr uns frei lassen, da ihr gesehen habt, dass wir dem Feuertod lebend entkommen sind!" Sie kämpften darum freizukommen, wurden aber übermannt und zurück in das Haus gestoßen, und das Haus wurde in Brand gesetzt. Sie entkamen wieder und ergriffen einen der Scharfrichter und zogen ihn mit sich ins Feuer. Als sie im Feuer waren, rückten bewaffnete Soldaten vor und retteten den Christen aus ihren Händen, töteten sie mit ihren Schwertern und warfen ihre Körper in das Feuer.<br/><br/>
|class="hintergrundfarbe2" |{{Zitat1
Ein Jude, namens Rabbi Baruch ben David HaKohen, war dort und sah all dieses zu dieser Zeit mit seinen eigenen Augen. Er lebte im Territorium dieses Herrschers und war gekommen die Einzelheiten für die Freilassung der Juden von Blois auszuhandeln, aber unglücklicherweise war er nicht erfolgreich. Eine Vereinbarung wurde durch ihn getroffen, um die anderen Juden des Herrschers für tausend Pfund zu retten. Er rettete ebenfalls die Tora-Rollen und andere heilige Bücher.<br/><br/>
  |Text=Der gute Heinrich antwortete ihnen, er weiß<br/>
Diese furchtbare Gräueltat ereignete sich am Mittwoch, den 20. Siwan, im Jahre 4931 (26. Mai 1171). All die Fakten wurden durch die Juden von Orleans niedergeschrieben, eine Stadt nahe der der Märtyrer, und wurden Rabbeinu Jaakow ben Me’ir bekannt, Raschis Enkel und der größte Rabbiner seiner Zeit.<br/><br/>
das er von ihnen berufen sei. Doch sie (die Bremer) hätten<br/>
In diesem Brief wurde ebenfalls berichtet, dass, als die Flammen in die Höhe schlugen, die Märtyrer einstimmig eine Melodie zu singen begannen, die sanft begann, aber mit ganzer Kraft endete. Die Christen kamen und fragten uns, 'Was für eine Art von Lied ist dies, wir haben nie eine derart liebliche Melodie gehört?' Wir kannten es gut, denn es war die Hymne Aleinu – "An uns ist es, den H-rrn von allem zu preisen, ... dass er uns nicht geschaffen hat wie die Völker der Länder, ..."<br/><br/>
genug frome gelehrte, die ihn (=Jesus) pre-<br/>
Rabbi Ephraim von Bonn zeichnete die erstaunliche Tatsache auf, die durch Rabbi Baruch bezeugt wurde, dass die Körper der Märtyrer nicht durch das Feuer verzehrt wurden; nur ihre Seelen verließen die Körper. Als die Menge dies sah, waren sie erstaunt und sagten einer zum anderen, "Wahrlich, dies sind Heilige." Für eine lange Zeit wurde es nicht gestattet die 31 (oder 32) Märtyrer von Blois zu beerdigen. Sie wurden am Fuß des Berges liegengelassen, an welchem sie verbrannt wurden. Es war erst viel später, als Juden kamen und um ihre Überreste zu begraben."<br/><br/>
digten. Doe Paptisten (=Papstanhänger) waren auch zum Teil über-<br/>
Rabbi Ephraim fügte die Klage hinzu, "Oh Tochter von Israel, weine für um die Seelen, die die Heiligung des Namens verbrannt wurden, und lass deine Brüder, das ganze Haus Israel, den Feuertod beklagen."
wunden, das nun auch (sogar) die Frauen und Kinder<br/>
ihre (der Papstanhänger) Narrheit (=Dummheit, Falschheit) erkennen und bewerten. Er habe auch (bereits) zwei Jahre<br/>
bei ihnen gepredigt. Aber die Dithmarscher haben keinen (lutherischen Prediger).<br/>
Deshalb konnter er ihnen (mit) seinem guten Gewissen ihnen solch<br/>
eine Biotte auch nicht abschlagen. Da sie (die sechs Christen) aber<br/>
kommen und ihn nicht (reisen) lassen, sie wissen doch,<br/>
dass auch der Willen einer ganzen Gemeinde seinen Beschluss (nach Ditmarschen zu reisen)
nichts ändere.
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|Text= Dieweyl er sie gantz nicht verlassen wolte/<br/>
denn er gedechte nur eyn kurtze zeyt ynn Diedmar<br/>
zu predigen/ nemlich eynen Monat oder zween/<br/>
als lang er eyn fundament selb mündlich gelegt/<br/>
und darnach wider zu yhn komen/ were der hal=<br/>
ben seyne meynung und bette/ sie wolten nach sey=<br/>
nem abzug/ der gemeyne/ seyne beruff/ wilchem er<br/>
nicht widerstehen könde/ anzeygen/ danebe seynen<br/>
heymlichen abzug entschuldigen/ denn er müste<br/>
heymlich ziehen umb seyner feynde willen/ die<br/>
yhm schadden möchten/ die tag und nacht trach=<br/>
ten/ als sie selbs wol wusten/ wie sie yhn umbren=<br/>
gen und tödten möchten/ auch anzeygt/ wie er<br/>
wolt bald widder bey yhn seyn. Mit diesen worten<br/>
stellet er sie zu friden/ das sie yhm zu ziehen vergun<br/>
neten/ Denn sie verhofften/ das die Diedmarer<br/>
möchten zu der rechten erkentnis komen des wort<br/>
Gotts/ die sonst fast vor anderem volck mit abgöt=<br/>
terey beladen sind.
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|Text=Er möchte sie aber nicht ganz verlassen,<br/>
denn er gedachte (=plante) nur eine kurze Dauer in Dithmarschen<br/>
zu predigen: Einen oder zwei Monate.<br/>
Er will nur das Fundament (des lutherischen Glaubens) selbst predigen<br/>
und anschließend wieder zu ihnen zurückkommen. So sein Plan (=seyne meynung).<br/>
Er bitte sie, der Gemeinde (zu Bremen) seine Berufung (nach Dithmarschen), der er<br/>
sich nicht entziehen kann, mitzuteilen und seine heimliche Abreise zu entschuldigen, denn er muss<br/>
wegen seiner (persönlichen) Feinde, welche ihn schaden und Tag und Nacht<br/>
ihn verfolgten und umbringen wollen, heimlich abreisen.<ref><small>Anmerkung des Erstautors:</small>Bevor er nach bremen kam, wurde er, am 29.9.1522, durch die Statthalterin der Niederlande, Margarete, verhaftet. Vermutlich geschah dieses auf Anraten einiger Dominikanermönche. Er konnte jedoch befreit werden. Dennoch jagten ihn die Dominikaner und papstanhänger weiterhin. (siehe dazu auch den PlusPedia-Artikel "Heinrich_von_Zütphen", Abschnitt: "Verfolgung und Flucht./ Wirken in Bremen.")</ref><br/>
Er wolle dennoch bald wieder bei ihnen (den Bremern) sein. Er stellte sie damit (mit dieser Argumentation)<br/>
zufrieden, so das er abreisen konnte.<br/>
Sie hofften (wünschten sich) das die Dithmarscher<br/>
das Wort Gottes richtig erkennen (die lutherische Lehre anerkennen),<br/>
da sie (besonders) von den anderen (fremden) Völkern durch ihre falsche (Gottes-)Lehre (abgötterey)<br/>
bekannt sind.
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  |ref= <ref name="juediinfo"></ref> <ref>[http://www.fordham.edu/halsall/source/1171blois.html "fordham.edu: Medieval Sourcebook: Ephraim ben Jacob: The Ritual Murder Accusation at Blois, May, 117 (o. zit. Text in engl.)"</ref>}}
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|}
 
== Einzelnachweise und Quellen ==
<references />
 
 
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Acht Jahre später, im März '''1179''' lockerte der Vatikan im 3. Laterankonzil unter Papst Alexander III. einige der antijüdischen Gesetzgebungen, er verbot die Haltung christlicher Leibeigener durch Juden und plädierte für den Schutz der Juden vor der Zwangstaufe. Zudem verbot er die Störung jüdischer Gottesdienste.<ref name="zweieinsnull"></ref><ref>[http://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Konzile_im_Lateran.htm "Ökumenisches Heiligenlexikon: Konzile im Lateran", ebd. "3. Laterankonzil"]</ref>
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'''1181''', so wird berichtet, ließ Philipp II. von Frankreich auf eigene Nachforschungen eines angeblichen Ritualmordes am 16.2.1181 den gesamten Besitz aller französischen Juden beschlagnahmen. Ein Jahr später vertrieb er sie aus dem Land, die Synagogen ließ er in Kirchen umwidmen.<ref name=zweieinseins>Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 211</ref> Bereits 16 Jahre später holt Philipp die Juden wieder zurück. Durch Philipp IV. (genannt "der Schöne") wurden sie, viele Jahre später, im Jahre '''1306''' wieder ausgewiesen.<ref>[http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Mittelalter/2422256.html "arte.tv: Leben im Mittelalter - Ausgrenzung und Verfolgung - Juden im Mittelalter", ebd.: "Verfolgung und Vertreibung"]</ref>.


====Der dritte Kreuzzug====
Kurz vor dem dritten Kreuzzug ('''1189-1192''') wurden in England Ritualmordvorwürfe<ref name="Ritualmord"></ref> laut. Es kam zu grausamen Verfolgungen. Fast alle jüdische Gemeinden in England wurden angegriffen, als König Richard I. (gen. "Löwenherz") seine Teilnahme am Kreuzzug bekanntgab.<ref name=zweieinseins></ref> Im darauffolgenden Jahr, am 16.3.1190, richteten sich die Bürger von York gegen die jüdische Bevölkerung. Unter der Führung von Ritter Eugenius Craven zu Gainsborough wurden die Juden in Clifford's Tower verbracht wo sie sich selbst töteten. (Andere Quellen berichten, die Juden flüchteten in den Tower, welcher unter dem Schutz des Sheriffs stand. Der Tower wurde in Brand gesetzt.)<ref name="zweieinszwei">Michael Kühntopf: "Juden, Juden, Juden Band I - Jüdische Chronik - bis 07. November 1862"; ISBN 978-3-8334-8628-9; S. 212</ref> <ref>[http://home.arcor.de/robertecraven/thecountcraven.html "The count Craven"]</ref><ref>[http://www.dickemauern.de/york/gerav.htm "dickemauern.de: Cliffords Tower / York - England"]</ref><br/>
Möglicherweise waren die Unruhen von einflußreichen Schuldnern gegen die jüdischen Geldverleiher angestiftet worden.<ref name="zweieinszwei"></ref>


=== Graf Ernst Reventlow-Farve: "Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842."<ref><small>Anm. d. Hauptautors:<br/>Das gesamte 260 seitige Buch des Grafen Reventlow-Farve ist fortlaufend in sich reimenden vierzeiligen Strophen geschrieben, woraus hier nur der Abschnitt der Abelsage, beginnend bei Seite 66, zitiert wird.</ref> ===
{{Zitat1
|Text=...<br/>
<small>Str. 291</small><br/>
Der König schließt den Bruder in die Arme,
Stets hoffend, haß nach langem blut'gen Streit
Sein Herz am Bruderherzen auch erwarme
Und keiner mehr sein Ohr der Rache leiht.<br/>
...
...
|Autor=<br/>
|Quelle=
|ref="Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842.; ebd. S. 66-}}


== Fussnoten ==
== Fußnoten und Einzelnachweise ==
<references />
<references />

Aktuelle Version vom 1. Mai 2015, 16:31 Uhr

„§2
Vormahlige und jetzige Beschaffenheit des Ort. Vormahls ist der Ort ein ansehnlich Dorf gewesen, und haben davon die Aemter Altena, Breckerfelde und Rade auf der Volme, den Namen der Veste Lüdenscheid getragen. Im 13 Jahrhundert aber ist er zur Stadt gemachet worden.
Daß er unter die ersten Stücke zu rechnen sey, welche die Grafen von Altena in Westphalen gehabt haben, ist nicht nur aus dem Briefe welcher im Anhang Num. 1. zu lesen, sondern auch daraus zu schliessen, weil die Grafen von Altena an diesem Orte vorzeiten ihr Hofgericht gehabt haben, an welches die Appellation, von vielen Untergerichten des Landes so lange gegangen

(= Anmerkung: *)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'

--Funker 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST) =)

bis solches im Jahr 1719 durch ein allergnädigst königlich Edict, wie sich dasselbe im Anhange Num. 2 findet, geändert worden ist.

Johann Diedrich von Steinen
Ev. Luth. Pred. zu Frömern, des Ministeriums in der Grafschaft Mark zeitl. General-Inspector, und der Classe im Amt Unna Subdelegatus
: "Westphälische Geschichte
mit vielen Kupfern
Zweiter Theil.
Lemgo 1755
Im Verlage sel. Joh. Heinrich Meyers
Wittwe."
Benutzer:Funker/Artikel ebd. ab S. 71


(= Anmerkung: *)Fußnote aus: "Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern - Zweiter Theil."; ebd.: S. 73: In der Historie der Stadt Iserlon, im Anhange, Mun. 18. kann hiervon der Brief nachgelesen werden.'

=)


(= Anmerkung: Das Gras ist nicht grün, sondern braun...

--Funker 22:04, 6. Apr. 2011 (CEST) =)

Lageplan im Artikel (Überschr. 1:"==")

Lageplan im Artikel (Überschr. 2:"===")

Lageplan im Artikel (Überschr. 3:"====")

Lageplan im Artikel (Überschr. 4:"=====")

So könnte man es machen, zur Zeit keine andere Möglichkeit da die Software hier nicht ganz der WP-Version entspricht, gehts nur so.

Vorlage:Coordinate|article=/|NS=49.7596|EW=6.6439|type=landmark|region=DE-NW

im Artikel selbst muss dann nur |article=/| nach Coordinate eingesetzt werden, dann wird der Ort direkt übernommen. Gruss --Update Nachricht 15:29, 23. Jan. 2011 (CET)

So würde die Anzeige im Artikel aussehen (siehe Artikel: Trier)

Meldorf/ Dithmarschen

Dusenddüwwelsdwarf bei Yahoo-Maps

Ref's in Zitate

Die Dithmarscher, kaum als sie gehört haben, dass Gerhard der Große erschlagen war, fielen in Holstein ein. Es kam zu einer Schlacht.

„Der Graf Claus, Gerhards des Großen Sohn, lieferte ihnen mit den Truppen, die er zufällig auf Hanerau bei sich hatte, und den in der Eile aus den Kirchspielen Schenefeld imo Hademarschen zu zusammengebrachten Bauern eine Schlacht bei Tippersloe, welcher Ort zwischen der dithm. Gränze und den eben genannten 2 Kirchörtern gelegen haben soll.[1] Freilich schrieb man sich beiderseits den Sieg zu, es ist indeß wahrscheinlich, daß die Holsten, wenn gleich nach einem harten Kampfe, Sieger blieben, und die Dithm. geschlagen wurden; wenigstens kehrten diese über die Gränze zurück.“

J. Hanssen/ H. Wolf aus: "Chronik des Landes Dithmarschen von J. Hanssen und H. Wolf; Langhoffsche Buchdruckerei; Hamburg 1833"; ebd.: S. 263

Der Holsteiner Graf Heinrich der Eiserne starb im Jahr 1381.

Test des Luthertextes in Tabelle

Zelle A Zelle B
Zelle 1 Zelle 2
Zelle 3 Zelle 4
Zelle 5 Zelle 6



Orginal Luthertext Versuch der Übertragung in das heutige Deutsch mit erklärenden Hinzufügungen in "()" bzw. in Fußnoten.

„Vom Bruder Heinrich, in Ditmar verbrannt, sammt dem zehnten Psalm, ausgelegt durch Martin Luther

1525

...“"

„Von Bruder Heinrich, der in Dithmarschen verbrannt wurde, sowie den Psalm 10, erklärt durch Martin Luther“"

„Do nu Gott der almechtig die zeyt ersahe/ das
der gut Heinricus mit seynem blut die warheyt
...
von yhm gepredigt/ bezeuge solt/ sandte er yhn vn
der die mörder/ die er dar zu bereyttet hatte. Denn
es begab sich im xxiiii Jar/ kleiner zal nach Chri
sti geburt/ das er geruffen ward von Nicolao Bo=
ye Pfarrer und anderen fromen Christen der selbi=
bigen Pfarr zu Meldorf ynn Diedmar/ yhn das
wort Gottes zuverkünden und sie aus des Anti=
christs rachen zubringen/ denn er gewaltiglich da
selbst regirt/ Wilche beruffung er/ als von Gott/
an nam/“"

„Da nun Gott der allmächtige die Zeit für gekommen sah, dass
der gute Heinrich mit seinem eigenen Blut die Wahrheit[2]
...
von ihm(=Gott)
gepredigt, (auch) bezeugen sollte, schickte er ihn unter
die Mörder, die er dazu vorbereitet hatte. Denn
es geschah im 24ten Jahre kleiner Zahl[3] nach Christi
Geburt, dass er von dem Pfarrer Nikolaus Boje und anderen frommen Christen der
Pfarrei Meldorf in Dithmarschen gerufen wurde, ihnen das
Wort Gottes zu verkünden und sie aus dem Rachen des Anti-
christen zu retten[4], da er dort (in Meldorf)
kräftig regiert.[5]
Den Ruf [6] nahm er (Heinrich) als einen von Gott
gegebenen Auftrag an.“"

„un derhalbe yhn zusagt/ das er zu yhn ko
men wolt. Darnach auff S. Catharynen abent
foddert er zu sich sechs frome mitbrüder und
burger/ hielt yhn fur/ wie er ynn Diedmar geru=
ffen were/ und zeygt yhn an/ nach dem er nich al=
leyne schuldig were yhn alleyn/ sondern yedermann
wers begerte/ das Wort Gottes zuverkünden/ ge=
decht er ynn Diedmar zu ziehen/ und warten/
was Gott mit yhm ausrichten wolt/ bat der hal=
ben/ sie wolten yhm eynen guten tadt geben/ wie
er am füglichsten möcht da hyn komen/ das die
gantze gemeyne nicht ynnen würde/ und seine reyse
nicht verhynderten/ als auch denn geschehen we=
re.“"

„Deshalb hat er ihnen zugesagt, das er zu ihnen kommt
Danach, am Abend des St. Katharinentages[7]
ludt er sechs fromme Mitbrüder und
Bürger ein und unterrichtete sie, das er nach Dithmarschen geru-
fen wurde. Er begründete dieses damit, das er nicht nur ihnen (in Bremen)
verpflichtet sei, das Wort Gottes zu verkünden, sondern jedermann,
der es hören möchte (=begehrt) soll es von ihm hören können.
So will er nach Dithmarschen reisen um dort zu erwarten,
was Gott mit ihm vorhat (=ausrichten wolt). Er bat sie [8],
ihm zu sagen, wie er am besten (=füglichsten) dorthin reisen könnte,
ohne das die Gemeinde (in Bremen) ihn an der Reise hindern könnte,
weil er dieses (die Reise nach Dithmarschen, zu der er beauftragt wurde) so
möchte.“"

„Antworten die fromen Christen drauff und
baten/ er wolt bey yhn bleyben/ und ansehen wie
das Evangelion noch fast schwach ynn dem volck
were/ sonderlich ynn den umbligenden stedten/ und
die verfolgung noch gros/ und ansehen das er
von yhn beruffen were/ das wort Gottes zu predi=
gen. Wolten aber die Diedmarer eynen prediger
haben/ das er eynen anderen daselbst hynschicket/
denn sie wusten wol/ was die Diedmarer vor
eyn volck war/ Daneben sie yhn auch anzeygten/
sie wüßten yhn nicht zu ziehen lassen/ on verwilli=
gung eyner ganzen Pfarr.“"

„Die frommen Christen antworteten ihm und
baten ihn, doch bei ihnen zu bleiben. Er sähe doch,
dass das Evangelium noch zu wenig bei dem Volk verkündet
wurde. Besonders in den umliegenden (um Bremen). Und
die Verfolgung [9] ist groß, aber auch das Ansehen, das er
von ihnen berufen sei [10] um das Wort Gottes zu pre-
digen. Wollen die Dithmarscher aber einen Prediger,
so soll er (Heinrich) einen anderen (Prediger) (nach Dithmarschen) senden,
denn sie wissen wohl, was die Dithmarscher für
ein Volk waren. Sie sagetmn ihm auch,
sie würden ihn nicht abreisen lassen, ohne das
die ganze Gemeinde auch seiner Abreise zustimmen würde.“"

„Der gute Henricus antwortet/ wiewol er be=
kante/ das er von yhn beruffen were/ Doch hetten
sie sonst fromer gelerter leute genug/ die yhn pre=
digten. Die Paptisten weren auch zum teyl uber=
wunden/ das auch nu fortan/ weyber und kinder
yhre narheyt sehen und richten. Het auch ii. iar
yhn geprediget/ Aber die Diedmarer heten key=
nen/ Der halben er mit gutem gewissen yhn solche
bette nicht abschlagen kunde/ Das sie aber anzo=
gen/ das sie yhn nicht lasen kündetn/ sonder wissen
und willen einer gantze gemeyne/ schlüsse bey yhm
nichts/“"

„Der gute Heinrich antwortete ihnen, er weiß
das er von ihnen berufen sei. Doch sie (die Bremer) hätten
genug frome gelehrte, die ihn (=Jesus) pre-
digten. Doe Paptisten (=Papstanhänger) waren auch zum Teil über-
wunden, das nun auch (sogar) die Frauen und Kinder
ihre (der Papstanhänger) Narrheit (=Dummheit, Falschheit) erkennen und bewerten. Er habe auch (bereits) zwei Jahre
bei ihnen gepredigt. Aber die Dithmarscher haben keinen (lutherischen Prediger).
Deshalb konnter er ihnen (mit) seinem guten Gewissen ihnen solch
eine Biotte auch nicht abschlagen. Da sie (die sechs Christen) aber
kommen und ihn nicht (reisen) lassen, sie wissen doch,
dass auch der Willen einer ganzen Gemeinde seinen Beschluss (nach Ditmarschen zu reisen) nichts ändere.“"

„Dieweyl er sie gantz nicht verlassen wolte/
denn er gedechte nur eyn kurtze zeyt ynn Diedmar
zu predigen/ nemlich eynen Monat oder zween/
als lang er eyn fundament selb mündlich gelegt/
und darnach wider zu yhn komen/ were der hal=
ben seyne meynung und bette/ sie wolten nach sey=
nem abzug/ der gemeyne/ seyne beruff/ wilchem er
nicht widerstehen könde/ anzeygen/ danebe seynen
heymlichen abzug entschuldigen/ denn er müste
heymlich ziehen umb seyner feynde willen/ die
yhm schadden möchten/ die tag und nacht trach=
ten/ als sie selbs wol wusten/ wie sie yhn umbren=
gen und tödten möchten/ auch anzeygt/ wie er
wolt bald widder bey yhn seyn. Mit diesen worten
stellet er sie zu friden/ das sie yhm zu ziehen vergun
neten/ Denn sie verhofften/ das die Diedmarer
möchten zu der rechten erkentnis komen des wort
Gotts/ die sonst fast vor anderem volck mit abgöt=
terey beladen sind.“"

„Er möchte sie aber nicht ganz verlassen,
denn er gedachte (=plante) nur eine kurze Dauer in Dithmarschen
zu predigen: Einen oder zwei Monate.
Er will nur das Fundament (des lutherischen Glaubens) selbst predigen
und anschließend wieder zu ihnen zurückkommen. So sein Plan (=seyne meynung).
Er bitte sie, der Gemeinde (zu Bremen) seine Berufung (nach Dithmarschen), der er
sich nicht entziehen kann, mitzuteilen und seine heimliche Abreise zu entschuldigen, denn er muss
wegen seiner (persönlichen) Feinde, welche ihn schaden und Tag und Nacht
ihn verfolgten und umbringen wollen, heimlich abreisen.[11]
Er wolle dennoch bald wieder bei ihnen (den Bremern) sein. Er stellte sie damit (mit dieser Argumentation)
zufrieden, so das er abreisen konnte.
Sie hofften (wünschten sich) das die Dithmarscher
das Wort Gottes richtig erkennen (die lutherische Lehre anerkennen),
da sie (besonders) von den anderen (fremden) Völkern durch ihre falsche (Gottes-)Lehre (abgötterey)
bekannt sind.“"

„Orginal“"

„Übertragung“"

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„Übertragung“"

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„Übertragung“"

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„Übertragung“"

Einzelnachweise und Quellen

  1. Nehlsen schreibt ebenfalls von der Schlacht, kann jedoch Tippersloe nicht weiter verorten. Er legt zudem die Schlacht zeitschlich etwa 41-42 Jahre später auf ca. 1381/82. (s. dazu: Rudolf Nehlsen: "Geschichte von Dithmarschen"; Tübinger Studien 2. Band/ 2. Heft, Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung: Tübingen 1908; ebd. S. 44ff.)
  2. Anmerkung des Erstautors:Hier ist gemeint: Wahrheit im Sinne von "die richtige Lehre des christlichen Galubens"
  3. Anmerkung des Erstautors:Hier ist gemeint: "In diesem Jahrhundert.", d.h. im Jahrhundert, in dem Luther dieses Buch schrieb.
  4. Anmerkung des Erstautors:In der Zeit der Reformation vertraten Luther und seine Anhänger die These, dass der Antichrist des Buches der Offenbarung (in der Bibel) vom Papst verkörpert wurde.
  5. Anmerkung des Erstautors:Soll heißen: Die christlich-päpstliche Lehre war zu dieser Zeit in Meldorf sehr stark verbreitet. Menschen, die der damaligen Kirche fern blieben oder die Lehre nicht anerkannten, wurden verfolgt.
  6. Anmerkung des Erstautors:... nach Meldorf zu gehen...
  7. Der der hl. Katharina geweihte Tag ist der 25. November.
  8. Anmerkung des Erstautors:... die sechs fromme Mitbrüder und Bürger ...
  9. Anmerkung des Erstautors:... vom Antichristen ...
  10. Anmerkung des Erstautors:"berufen" im Sinne von gebeten, beauftragt
  11. Anmerkung des Erstautors:Bevor er nach bremen kam, wurde er, am 29.9.1522, durch die Statthalterin der Niederlande, Margarete, verhaftet. Vermutlich geschah dieses auf Anraten einiger Dominikanermönche. Er konnte jedoch befreit werden. Dennoch jagten ihn die Dominikaner und papstanhänger weiterhin. (siehe dazu auch den PlusPedia-Artikel "Heinrich_von_Zütphen", Abschnitt: "Verfolgung und Flucht./ Wirken in Bremen.")


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Graf Ernst Reventlow-Farve: "Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842."[1]

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Str. 291
Der König schließt den Bruder in die Arme, Stets hoffend, haß nach langem blut'gen Streit Sein Herz am Bruderherzen auch erwarme Und keiner mehr sein Ohr der Rache leiht.
...“


"Dänemark und seine Könige bis zum Antritt des Oldenburger Hauses. Vom Grafen Ernst Reventlow-Farve. - II - Kiel. Schwerssche Buchhandlung 1842.; ebd. S. 66-

Fußnoten und Einzelnachweise

  1. Anm. d. Hauptautors:
    Das gesamte 260 seitige Buch des Grafen Reventlow-Farve ist fortlaufend in sich reimenden vierzeiligen Strophen geschrieben, woraus hier nur der Abschnitt der Abelsage, beginnend bei Seite 66, zitiert wird.