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Kostenlose Benutzung des ÖPNV

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Die kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahbereich ist eine zunehmend häufiger gestellte politische Forderung. Oft wird diese Forderung mit dem Schlagworten Verkehrswende und Recht auf Mobilität[1] verbunden. Erste Schritte dazu werden bereits auf unterschiedlichen Ebenen unternommen. Der nächste Schritt besteht in der Abkehr vom Konzept Autogerechte Stadt[2] und in einem konsequenten Ausstieg aus der individuellen Automobilität, was bereits viele Autoren vorschlagen. Um dies aber zu erreichen, wäre es sinnvoll und wohl auch notwendig den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) systematisch auszubauen und dann für alle flächendeckend "kostenlos" anzubieten. Das soll kein Schritt in Richtung Sozialismus sein, sondern es erscheint als eine denkbare Option. Die Idee eines kostenfreien Nahverkehrs wurde erstmals in den 1970er Jahren formuliert.[3]

Eine Jahreskarte für ganz Wien zum Preis von 365 Euro - also für 1 Euro pro Tag - wurde am 1. Mai 2012 eingeführt. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer in Wien hat sich in den folgenden zehn Jahren nahezu verdreifacht. Sie stieg von 363.000 auf 850.000 im Jahr 2019, dies aber hauptsächlich durch Umsteiger aus anderen Tarifen, ohne massiv Neukunden anzusprechen oder mehr Fahrten zu generieren. Für mehr Fahrgäste sorgte der weitere Angebotsausbau.[4] 2019 wollte auch Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD, 2014-2021) eine 365-Euro-Jahreskarte einführen. Im Bundesland Salzburg wurde zum 1. Jänner 2020 unter dem Namen myRegio Jahresticket eine Jahreskarte eingeführt, welche für eine Region des Bundeslandes 365 Euro kostete.[5]

Trivia

Ein bekanntes Zitat aus den 1970er Jahren lautet sinngemäß: „Kaufen Sie eine Schachtel Zigaretten, in der sich nur eine Zigarette befindet? Nein ? Aber beim Auto ist das so: Darin sitzt meist nur eine Person.“

Einzelnachweise

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Kostenlose Benutzung des ÖPNV) vermutlich nicht.

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