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Körperzentriert arbeiten

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'Körperzentriert Arbeiten"


"Körperzentriert Arbeiten" ist eine Methode zur Minimierung der körperlichen Belastungen durch die Arbeit am Computer. Diese Methode beinhaltet drei Schritte. 1. Eine Arbeitsplatzanalyse, die die Maße und Werte von Raum, Möbeln und dem Menschen ermittelt 2. Die Vermittlung technischer Möglichkeiten von Möbel, Eingabegeräten, Software in Abstimmung auf die individuellen Körpermasse und Körperproportionen 3. Das trainieren der Tiefensensibilität im Zusammenhang mit der ausgeübten Tätigkeit Der arbeitende Mensch im Büro erlernt, nach welchen Kriterien er seine Arbeitsumgebung auf seine individuellen Gegebenheiten einstellt und wie welche Arbeit auf seine Körperhaltung wirkt. Der Begriff 'Körperzentriert Arbeiten hat sich in dem Bereich der Ergonomie und den damit verbundenen Beratungen entwickelt. 2008 ist die Arbeit zu einer Trainingsmethode entwickelt worden.

Kontext

Eine Ergonomieberatung wird meist von Menschen in Anspruch genommen, die Bürotätigkeit ausüben und die durch zu langes Arbeiten ohne Bewegung am Arbeitsplatz an Verspannungen im gesamten Muskelapparat, Bandscheibenvorfällen oder auch Gelenkschmerzen leiden. Der Ergonomieberater Volker Timm aus Hamburg, Deutschland beschäftigt sich seit 1986 mit den Problemen, die durch die intensive Nutzung von Computern im Büro oder auch unterwegs durch die Nutzung von Laptops entstehen. In der Arbeitswelt werden diese Themen im Allgemeinen von der Abteilung Arbeitsmedizin oder auch von der Arbeitssicherheit. Das Körperzentrierte Arbeiten hingegen geht davon aus, das nur der betroffene Mensch selbst mit Hilfe seiner Selbstwahrnehmung in der Lage ist sich an seinem Arbeitsplatz, einem System aus Mensch und Maschine, so zu verhalten, das die Dauerbelastung ihm nicht schadet. Hierfür bedarf es einer erhöhten Wahrnehmung für die eigenen körperlichen Zusammenhänge und Bedürfnisse.

Diese notwendige Wahrnehmung wird durch die diagnostischen Möglichkeiten der Arbeitsmedizin oder die sicherheitsrelevanten Antworten der Arbeitssicherheit nicht gefördert. Die Methode "Körperzentriert Arbeiten" bildet einen neuen Weg, der die Erfahrung aus der therapeutischen Bewegungsarbeit namens Feldenkrais-Methode. In dieser Methode ließ Timm sich von 1989 bis 1990 in Deutschland und den USA ausbilden. Ergonomische Beratung führt Timm seit 1986 durch. Hierbei erkannte er, das es in dem komplexen Zusammenspiel von Mensch und Maschine Regelzusammenhänge gibt, in dem die körperliche Wahrnehmung, insbesondere die kinästetische Wahrnehmung, die eingesetzten Büromöbel, Computer und Eingabegeräten und die Arbeitsmotivation und die Arbeitsanforderungen stark miteinander wirken. Hierbei ist es wesentlich, das das Ziel bei der Vermittlung der Methode eine gesteigerte Selbstwahrnehmung. Komplexe ergonomische Fragestellungen sollen hier ersetzt werden durch eine pragmatische, einfache Lösungsansätze, die mehr auf eine erhöhte Selbstwahrnehmung zielen als durch überhöhten Einsatz von ergonomischen Produktlösungen.

Literatur

• Heinrich Jacoby: Jenseits von ‚Begabt’ und ‚Unbegabt’: Zweckmäßige Fragestellung und zweckmäßiges Verhalten – Schlüssel für die Entfaltung des Menschen. Einführungskurs 1945. Hrsg. von Sophie Ludwig. Christians Hamburg. 2004/6.Aufl. • Moshe´Feldenkrais: Das starke Selbst. Anleitung zur Spontaneität. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-518-38457-0. • Moshe´Feldenkrais: Die Entdeckung des Selbstverständlichen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-37940-2. • Volker Timm: Damit Büroarbeit nicht krank macht. 2008 in Praxis Ergotherapie, Jahrgang 21 (6), S. 356-360



Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: 91.62.46.153 angelegt am 20.06.2010 um 14:37,
Alle Autoren: Aspiriniks, 91.62.46.153


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