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Claudia Seutter von Lötzen
Claudia Seutter von Lötzen ist eine Münchner Unternehmerin. Sie ist nicht verheiratet und hat einen Sohn. Sie gilt als Expertin für Protokollfragen, Etikette sowie geschäftliche und internationale Umgangsformen.
Sie hält als Unternehmensberaterin Vorträge und leitet Seminare zu den Themen Etikette und Protokoll, berät Behörden und Unternehmen und coacht Vorstände. Sie ist Kolumnistin für die Mediengruppe „Die Welt“ und für Unternehmensmagazine.
Stationen
In einer sehr konservativen, aber gastfreundlichen Familie aufgewachsen, hat Claudia Seutter von Lötzen schon in ihrer Kindheit Umgangsformen und das Verständnis von traditioneller Etikette mit auf den Weg bekommen. Allerdings hatte sie anfangs keine Ambitionen, ihre in die Wiege gelegte Leidenschaft für Etikette und Manieren beruflich zu nutzen, und startete erst einmal eine Standard-Karriere als Rechtsanwältin.
Ihre erste große Chance, ihr Wissen in Sachen Etikette und Umgangsformen umzusetzen, sah Seutter von Lötzen in der Weltausstellung EXPO 2000. Hier suchte das Auswärtige Amt „etikettefeste“ Bewerber für die Abteilung Protokoll. Seutter von Lötzen hatte ihre ideale berufliche Spielwiese gefunden, schnell war die Juristerei vergessen. Sie durfte sich bei der protokollarischen Planung und Betreuung der ausländischen Staatsoberhäupter und Königshäuser auf der EXPO 2000 in Hannover austoben. Hier gaben sich Größen wie König Juan Carlos von Spanien, Königin Silvia von Schweden oder Kronprinz Felipe von Spanien täglich die Klinke in die Hand. Seutter von Lötzen organisierte alles - vom roten Teppich für die königlichen Privatjets auf dem Rollfeld über Polizei-Eskorten bis hin zum ausgeklügelten Menü für die verwöhnten Gäste. Mit Erfolg. Bis zu ihrer Selbständigkeit folgten berufliche Stationen als Protokollchefin für verschiedene Arbeitgeber, zuletzt für die Microsoft Deutschland GmbH.
Dissertation
Sie schrieb im Fach Rechtsgeschichte ihre in Deutschland einzigartige Dissertation über das Tafelzeremoniell an deutschen Fürstenhöfen im 17. und 18. Jahrhundert und dessen Rechtsgrundlagen, die sie im Jahr 2008 mit großem Erfolg zum Dr. iur. verteidigte.
Die Dissertation untersucht einen Bereich, in dem der höfische Lebensstil besonders sichtbar zum Ausdruck kam — dem Tafelzeremoniell. Unter Tafelzeremoniell versteht man die bestimmten Regeln und Zeremonien befolgende Handlungs- und Bedienabfolge bei den Mahlzeiten im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Hierunter fallen die Einhaltung von Speisezeiten und –orten, die Sitzordnung und Tafelformen, die Wahl des richtigen Tafelgerätes aber auch der korrekten Sitzmöbel. Vor allem wird hierunter die vorgeschriebene Reihenfolge eines Mahls subsumiert — angefangen von der Ansage zur Tafel oder die Verwendung akustischer Zeichen über das Aufwarten, Kredenzen der Speisen und Getränke, Tranchieren und Vorschneiden bis hin zu Giftprobe, Tischgebet, Handwaschung, Placement und involvierte Hofämter beim fürstlichen Mahl. Tafelzeremoniell kann also als Regieanweisung für die Organisation und den Ablauf einer Tafel verstanden werden.
Ihre wissenschaftliche Verortung findet die Dissertation in der Wissenschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit, besonders in der Zeit zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Mit der seit einigen Jahren intensivierten Forschung über das höfische Zeremoniell und die fürstliche Tafel sind hier wesentliche Grundlagen für eine systematische Untersuchung des frühneuzeitlichen Tafelzeremoniells geschaffen worden. Darauf aufbauend wird in dieser Arbeit besonders die Bedeutung des Tafelzeremoniells, dessen Rechtsgrundlagen und seine Legitimation untersucht.
Das Interesse für zeremonielle Verhaltensformen hat in der Wissenschaft einen ähnlichen Konjunkturverlauf wie auch die soziale Konfiguration des Fürstenhofes. Die Wissenschaft ist dabei der Aufforderung von Norbert Elias, die Zeremonien nicht als „Kuriosum“ zu betrachten. Lange Zeit reduzierte sich allerdings der Blick der politischen und verfassungsgeschichtlichen Historiographie auf die Kernbereiche Finanzen und Militär, während sie Fragen der Rangfolge und des Zeremoniells entweder vollkommen ignorierte oder abfällig als Eitelkeit, Prunksucht und leere Äußerlichkeit charakterisierte. Und auch die Sozialgeschichte konnte in symbolischen Praktiken und Ausdrucksformen keinen Gegenstand von größerer Bedeutung erkennen. Selbst in älteren kulturhistorisch orientierten Arbeiten, die der symbolischen Dimension politischer Herrschaft besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben, richtete sich der Blick meist nicht auf zeremonielle Verfahrensweisen, Normen und Handlungen. Eher standen Herrschaftssymbole und Herrschaftszeichen im Mittelpunkt, die in materieller Form überliefert sind. Symbolische Praktiken waren dabei nur in Ausnahmefällen Gegenstand des Interesses. Generell jedoch blieben historische Arbeiten, die sich den Zeichen politischer Herrschaft zuwandten, lange Jahre eher die Ausnahme. Für den Fürstenhof hatte dies zur Folge, dass er in der Forschung lange Zeit ein Schattendasein führte. Mittlerweile ist mit der gestiegenen Aufmerksamkeit zahlreicher wissenschaftlicher Disziplinen für die höfische Gesellschaft diese Geringschätzung symbolischer Praktiken und Rituale einem neu erwachten Interesse auch an zeremoniellen Ordnungen als Formen symbolischen Handelns gewichen.
Weblinks
http://www.seutter-von-loetzen.de
Init-Quelle
Entnommen aus der:
Erster Autor: Analytiker1 angelegt am 06.06.2010 um 03:41,
Alle Autoren: Beek100, Eingangskontrolle, Analytiker1
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