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Weißes Palais (Kassel)
Das Weiße Palais in Kassel war das Rezidenzpalais der beiden letzten Kurfürsten von Hessen-Kassel. das Weiße Palais hatte folgende Räume: Stuckgalerie, Tanzsaal, Speisegalerie und Pariser Saal
Tanzsaal
Durch die seitliche Tür im Thronsaal gelangte man nun in den großen Tanzsaal im sog. Weißen Palais, welcher aus der ersten Erweiterungsphase des kurprinzlichen Palais stammte:
Der Tanzsaal (Fläche 11 m x 25 m) Säulen aus Lapislazuli auf gelbem Stuckmarmor, blauseidene Vorhänge.
Der Tanzsaal entstand zwischen 1817 und 1823 - mit 26,60m Länge, 11,80m Breite und 8m Höhe der größte Saal des Residenzpalais, in der Qualität seiner Ausstattung vielleicht der bedeutendste Saal des Empirestils in Deutschland. Der Saal wurde von dem wirkungsvollen Farbkontrast gelb (gold) / blau bestimmt: die Wandflächen in gelblichem Stuckmarmor, Säulenschäfte und Fries in blauem Stuckmarmor (Lapislazuli-ähnlich) mit vergoldeten Basen, Kapitellen und Ornamenten. Auch die Möbelbezüge und Vorhänge waren in demselben Tiefblau gehalten, mit goldenen Sternen. Die Decke hellblau grundiert, mit weißgrauen und bronzefarbenen Malereien auf blauem und gelbem Grund. Die Sockelzone aus braunem Stuckmarmor leitete zum Intarsienfußboden über, der aus Kirsche, Ahorn und Mahagoni bestand; die Türen und Möbel wiederum aus Mahagoni mit vergoldeten Beschlägen. Der große Kronleuchter in der Mitte hatte einen Durchmesser von fast 3m und wog 38 Zentner; insgesamt konnte der Saal von mehr als 700 Kerzen erhellt werden.[1]
Literatur
- Bildlingmaier, Rolf: Das Residenzpalais in Kassel (Studien zum Kulturerbe in Hessen 1), Regensburg 2000.
- Heidelbach, Paul: Kassel. Ein Jahrtausend hessischer Stadtkultur, hg. von Karl Kaltwasser, Kassel und Basel 1957.
- Holtmeyer, Alois: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Cassel, Bd. VI, Kreis Cassel-Stadt, 5 Bde., Marburg 1923.
- Huth, Hans: Das Residenzpalais in Kassel. Amtlicher Führer, Berlin 1930.
Andere Lexika
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Bidlingmaier, S. 194f.