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Sprachschmuggler

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ves Tier Sprachschmuggler ist ein Autor, der neue Wörter und Begriffe zum Beispiel über Wikiprojekte oder ein Lexikon verbreitet, so dass sie in die Umgangssprache Eingang finden. Der Ausdruck wurde von dem Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch geprägt. Er deckte am 5. März 2013 in einem Artikel[1] das Verdeutschen gewisser Begriffe, z. B. Crowdfunding, durch Benutzer der deutschsprachigen Wikipedia auf, die er als „Eindeutschungsguerilla“ bezeichnete. Hierbei übersetzten anonyme Nutzer der Wikipedia bekannte englische Begriffe und stellten die Verdeutschungen als Erklärung in die Einleitungen zu den jeweiligen Wikipedia-Artikeln, von wo diese dann durch Recherche von Journalisten in die Presse gelangten und von dort in den allgemeinen Sprachgebrauch.[2] Die entsprechenden Journalistenbeiträge konnten dann von der Wikipedia wiederum als „Beleg“ verwendet werden. Dieses Vorgehen widerspricht jedoch den Regeln der Wikipedia; dort heißt es: „Aussagen, die nur auf persönlichen Erkenntnissen von Wikipedia-Autoren basieren, gehören nicht in die Artikel.“[3]

Bekannter Fall aus einem Lexikon ist die Steinlaus, die aus dem von Loriot 1976 vorgestellten Sketch Die Steinlaus (Prof. Grzimek) stammt und 1983 im renommierten medizinische Wörterbuch Pschyrembel aus dem Berliner Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter, ein Standard-Nachschlagewerk in seinem Fachgebiet, in der 255. Auflage erstmals auftauchte. In der 257. Auflage des Pschyrembel wurde der Eintrag über die Steinlaus wieder getilgt.[4] Wegen unerwartet heftiger Leserproteste wurde die Steinlaus in der folgenden Ausgabe von 1997 in erweiterter Form wieder aufgenommen.

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Sprachschmuggler) vermutlich nicht.

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Einzelnachweise

  1. Sprachschmuggler in der Wikipedia von Anatol Stefanowitsch auf sprachlog.de
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Sprachpflege#Sprachpflege_im_21._Jahrhundert
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Keine_Theoriefindung
  4.  Thorsten Roelcke: Fachsprachen. E. Schmidt, 2005, ISBN 978-3-503-07938-4, S. 211-213 (Detaillierte Beschreibung des Vorgangs im Kapitel 11. Fröhliche Wissenschaftssprache, https://books.google.com/books?id=o8UgAQAAIAAJ).