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Schlieffenplan
Der Schlieffenplan war der Aufmarschplan des Ersten Weltkriegs, wie ihn die deutsche Oberste Heeresleitung 1914 zur Ausführung brachte. Er geht in seinem Ursprung auf das Jahr 1906 zurück, wo ihn der damalige Generalstabs-Chef Alfred von Schlieffen konzipierte. Er war die Antwort darauf, wie ein Zweifronten-Krieg gegen einen zahlenmässig überlegenen Gegner gewonnen werden könnte und war im Sinne eines Präventivkrieges konzipiert, indem zur Bekämpfung des Triple Entente-Gegners Russland zunächst das allenfalls an der Eskalation gar nicht beteiligte Frankreich mit einem schnellen Angriff besiegt werden sollte, bevor man sich dem eigentlichen Gegner Russland mit von der Westfront zusätzlich an die Ostfront verschobenen Truppen mit voller Wucht zuwenden konnte. Grundlage dafür war, dass Russland z.B. aufgrund logistischer Probleme (zu wenig Eisenbahnlinien nach Westen Richtung Deutsches Reich) seine Mobilmachung nur relativ langsam durchführen konnte.
Die Umsetzung im Krieg funktioniert nicht wie von der Generalität erwartet.