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Alkaloide
Als Alkaloide werden natürlich vorkommende, verschiedenartige (chemisch heterogene) stickstoffhaltige organische Verbindungen bezeichnet, die von den produzierenden Lebewesen außerhalb des für ihre Lebensvorgänge unerläßlichen Primärstoffwechsels erzeugt werden. Alkaloide zählen mithin zu den Sekundärmetaboliten.
Geschichtliches
Die Bezeichnung "Alkaloid" geht auf den Apotheker Friedrich Wilhelm Meissner zurück, der in Halle (Saale) eine Apotheke betrieb. Der Name bezieht sich auf den zumeist basischen Charakter vieler pflanzlicher Gift- und Wirkstoffe, weshalb diese in der Literatur oft auch als "Pflanzenbasen" bezeichnet werden. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, nicht alle Alkaloide reagieren basisch.
Im engeren Sinne bezeichnet man alle Stoffe als Alkaloide, die den Stickstoff in einem Ringsystem, also heterozyklisch gebunden, enthalten. Im weiteren Sinne werden den Alkaloide aber auch aliphatische Stickstoffverbindungen, wie Amine, Diamine und Guanidine u.a. hinzu gerechnet. Zur Abgrenzung von den echten Alkaloide bezeichnet man diese Stoffe mitunter als "Protoalkaloide".
Zu den Alkaloiden werden jedoch mitunter auch Stoffgruppen gestellt, die sich chemisch zwar wie Alkaloide verhalten, jedoch aus ganz anderen Stoffwechselvorgängen hervor gehen. Ein Beispiel hierfür sind die Steroidalkaloide.