PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.

Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:

Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.

Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)

Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.

PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen

Koog

Aus PlusPedia
Version vom 5. Februar 2011, 22:20 Uhr von Funker (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Ein '''Koog''' (Merzahl "Köge") wird eine, durch Landgewinnung mittels eines Deichbaus, gesicherte Landfläche benannt. Diese Landfläche besteht aus sog. "Marsc…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ein Koog (Merzahl "Köge") wird eine, durch Landgewinnung mittels eines Deichbaus, gesicherte Landfläche benannt. Diese Landfläche besteht aus sog. "Marschland", ehemals durch die Gezeiten überflutetes Gelände.

Die letzten Köge an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins sind Ende der 1950/ Anfang der 1960er Jahre geschlossen. Um einen Koog vorzubereiten nutzt man die Gezeitenströmung. Jede Flut schwemmt Sand und Schlick mit sich, welches sich bei ablaufendem Wasser absetzt. Durch sogenannte Lahnungen, welche in das Meer hineingebaut werden, macht man sich natürlichen Vorgang zunutze. Lahnungen bestehen auf Holzpfahlreihen, zwischen denen Zweige und Reisig gefestigt werden. Darin setzen bei Flut Sand, Schlick und Steinchen ab. Zusätzlich werden jährlich Gräben gezogen, dessen Aushub ebenfalls die Lahnungen erhöht.

Pflanzen siedeln sich an, zunächst der in Salzwasser gut wachsende Queller. Er sorgt, durch seine großen Wurzeln dafür, dass der angeschwemmte Boden nicht durch das Wasser wieder weggerissen wird. So entstehen auch Grasflächen (Salzwiesen), auf denen die auch Schafe weiden können.

Es dauert mitunter Jahre und sogar Jahrzehnte bis durch einen Deichbau um das sogenannte "Neue Land"[1] das Wasser ferngehalten werden kann.
Entwässerungssysteme legen sodann das Gelände weiter trocken, so das Landwirtschaft und Besiedelung auf dem fruchtbaren Boden möglich wird.
Einige Kögewerden auch nur zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt. Sehr oft siedeln sich dort seltene Tier- und Pflanzenarten an. Einige Köge stehen daher auch komplett unter Naturschutz.
Insgesammt gibt es an der schleswig-holsteinsichen Westküste und an der nördlichen Elbemündung 171 Köge.

Einzelnachweise

  1. Die Neulandhalle hat hierdurch ihren Namen bekommen. s.a.: PlusPedia-Artikel "Neulandhalle"

Quellenliteratur dieses PlusPedia-Artikels

  • Kürtz, Jutta: "Kleines ABC des schleswig-holsteinischen Wattenmeeres"; 2006 Husum Druck- und Verlagssesellschaft mbH u. Co. KG, Husum; ISBN: 3-89876-275-0

Weiterführende Weblinks