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Übersprechen

Aus PlusPedia
Version vom 3. Dezember 2010, 06:38 Uhr von Calibur (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Mit Übersprechen (engl. crosstalk) wird in der Kommunikationstechnik die elektromagnetische Induktion von parallel verlaufender Leitungen bezeichnet. Überkoppe…“)
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Mit Übersprechen (engl. crosstalk) wird in der Kommunikationstechnik die elektromagnetische Induktion von parallel verlaufender Leitungen bezeichnet. Überkoppeln ist die Bezeichnung für diesen physikalischen Effekt. Es kommt zu Störungen, die sich z.B. bei echten Telefon-Festnetzanschlüssen durch Rauschen, Fauchen, Zischen und Fiepen bemerkbar machen. Bei VOIP-Telefonverbindungen und DSL-Verbindungen kommt es zu Verbindungsabbrüchen. Je stärker die Störung desto häufiger die Abbrüche. Dass ein DSL-Anschluss problemlos funktionierte und plötzlich Probleme macht, kann durch die Schaltung weiterer DSL-Anschlüsse in der Nachbarschaft und den daraus resultierenden Übersprecheffekten erklärt werden. Nur modernste Modems haben die neueste Übersprech-Fehlerkorrektur-Software, aber selbst diese kommt irgendwann an ihre Grenzen, so dass ein Techniker vor Ort das Überkoppeln beseitigen muss.
Zitat aus dem Forum von T-Online:
Nein. Die Fehlerkorrektur, die bei xDSL zum Einsatz kommt, wurde geschaffen, weil das Telefonnetz für hochfrequente Übertragungen eigentlich ungeeignet ist und die Verbindungen daher immer mehr oder weniger stark gestört sind.
Kabelbäume müssen daher so beschaltet werden, dass DSL-Leitungen nicht direkt nebeneinander liegen.

Kapazitives Überkoppeln

Einzelne Adern nebeneinander liegender Leitungen wirken kapazitiv aufeinander. Wenn eine Spannung an den Leitungen anliegt, dann fließen über diese Kapazitäten unerwünschte Ströme. Diese Ströme erzeugen in den parallel liegenden Leitungen eine Spannung Das kapazitive Überkoppeln tritt vor allem bei der Übertragung von Signalen mit hohem Spannungspegel, in hohen Frequenzbereichen und bei hohen Leitungsimpedanzen auf.

Induktives Überkoppeln

Der Strom auf der einen Leitung erzeugt durch Induktion einen Strom auf den anderen Leitungen (Transformator-Effekt). Je stärker der Strom, je höher die Frequenz des übertragenen Signals und je kleiner der Leitungswiderstand ist umso stärker ist das induktive Überkoppeln.

Vermeidung von Überkoppeln

Kabel sollten mit hochwertiger doppelter Schirmung umhüllt sein z.B. eine Kombination aus Folien- und Geflechtschirm. Dies verhindert den Austritt des elektromagnetischen Feldes. Man sollte nicht zu viele Leitungen parallel verlegen und auf unterschiedliche Strecken aufteilen. Oberwellenanteile eines Signals sollten durch Filter verringert werden. Die beste aller Maßnahmen ist die Verwendung von Lichtwellenleitern. Sie erzeugen keine elektromagnetischen Felder und werden durch EM-Felder nicht gestört.