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Politische Linke

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Die geballte Faust vor knallroten Hintergrund ist ein klassisches Symbol der Politischen Linken

Als Politische Linke wird ein Teil des Politischen Spektrums bezeichnet, der von einer Gleichheit der Menschen ausgeht. Die Vorstellungen darüber, was "Gleichheit" ist, gehen innerhalb der Linken auseinander. Sie können sich sowohl auf die wirtschatfspolitische, als auch auf die gesellschaftspolitische Ebene beziehen. Ihr traditioneller Kontrahent ist die Politische Rechte. Das Verhältnis der Politischen Linken zur individuellen Freiheit, zu den autochthonen Europäern, dem Christentum, demokratischem Pluralismus und Toleranz ist oft problematisch.

Wirtschaftspolitische Linke

Linke Politik, die sich auf die wirtschaftspolitische Ebene bezieht, arbeitet auf die Beseitigung von Klassenunterschieden hin. Dabei setzen sich die Linken in der Regel für die wirtschaftlich und finanziell Schwächeren ein. Beispiele für eine solche Politik sind Arbeitnehmerrechte, Forderungen nach einem Mindestlohn, staatliche Krankenversicherung, kostenfreie Bildung u.a. Der Teil der politischen Linken, der sich für die wirtschaftlich Benachteiligten einsetzt, hat in den ärmeren Entwicklungsländern Dritten Welt eine wesentlich höhere Bedeutung, als in den reichen, westlichen Industriestaaten.

Zunehmende Verdrängung wirtschaftspolitischer Themen durch gesellschaftspolitische Themen im linken Spektrum

Die wirtschaftpolitische Linke wurde in den westlichen Industriestaaten seit den 1960ern durch die gesellschaftspolitische Linke und deren Politik zunehmend verdrängt. So hat sich z.B. die linke Partei Bündnis 90/Die Grünen inzwischen weitgehend von wirtschaftspolitisch linken Positionen entfernt, und vertritt die Interessen ihrer überdurchschnittlich gut verdienenden Klientel (Beamte, Lehrer, Akademiker, usw.) mit kultur- bzw. gesellschaftspolitisch linken Forderungen und gesamtwirtschaftlich teuren, radikalen ökologischen Forderungen ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Interessen der Unterschichten und unteren Mittelschichten.

Gesellschaftspolitische Linke / Kulturelle Linke

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Der Kampf gegen echte oder vermeintliche Nazis, Rechtsextremisten, Faschisten, Nationalisten oder Rechtspopulisten (hier auf einer Demo im Jahr 2013) gehört zum festen Ritual der heute überwiegend gesellschaftspolitisch Linken

Linke Politik, die sich auf die gesellschaftspolitische Ebene bezieht, arbeitet auf die Beseitigung bestimmter, gesellschaftlicher Strukturen hin. Strukturen, die der "Gleichheit" im Wege stehen, werden von ihr als "soziale Konstrukte" eingestuft und bekämpft. So gelten beispielsweise Völker und Nationen als "soziale Konstrukte", die schrittweise beseitigt werden sollen. Ähnliches gilt für heimische Religion, Kultur und Tradition. Weitere Beispiele sind die Beseitigung der geschlechtlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau durch Gender Mainstreaming und Forderungen nach der Legalisierung von Inzest. Die Linken bezeichnen dies als "Emanzipation". Frank Decker schreibt dazu u.a.:

"Das Thema, das in allen Variationen wiederkehrt, ist das des Gegensatzes zwischen horizontaler oder egalitärer Vision der Gesellschaft und vertikaler oder nicht-egalitärer Vision. Dieser Gegensatz wird bisweilen auch an dem Ziel der Emanzipation festgemacht, das die Linke verfolgt, während die Rechte für Bewahrung der Tradition eintritt. Emanzipation meint die (Selbst-)Befreiung von Abhängigkeiten, die dem Menschen durch Rassen-, Klassen-, oder Standesprivilegien entstehen." [1]

Widerstand gegen diese Politik wird von ihnen als "reaktionär" und "ewiggestrig" bezeichnet. Personen, die sich gegen die Beseitigung des Nationalstaates und gegen eine multikulturelle Gesellschaft einsetzen, werden von den Linken als "Rechtsextremisten", "Nazis", "Faschisten" oder "Populisten" bezeichnet. Laut der gesellschaftspolitisch-linken Auslegung der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung, die in der Bundesrepublik Deutschland weitgehend tonangebend ist, verstößt Patriotismus gegen die Menschenwürde, weil dadurch Menschen benachteiligt würden, die Angehörige anderer Nationen sind. Gesellschaftspolitisch-Linke tabuisieren ihnen unliebsame Meinungen häufig durch eine Politische Korrektheit, die festlegt, welche Themen im öffentlichen Diskurs debattiert werden dürfen und welche nicht. Der Schriftsteller Martin Walser, der 1989 mit Überlegungen zum Begriff "Nation" den Unwillen der Linken erregte meinte zu deren Tabuiisierung u.a.:

"Eine Zeitlang habe ich gehofft, meine Schwierigkeit mit dem von mir aus gesehen unempfindlich groben Umgang der Linken mit Nationalem werde an meiner Plazierung auf der Links-Rechts-Skala nichts ändern. (...) Aber die Reaktionen verschiedenster Linker auf meinen Umgang mit Traditionen wie Nation haben mir gezeigt, daß es linke Tabus gibt und was es heißt, dagegen zu verstoßen. Sollen sie mit ihren Tabus leben. Links - das sehe ich jetzt als ein jeweils modisch sich zusammenfindendes Credosortiment, dem ich nicht entsprechen kann. Ein ebenso schicker wie skurriler Fundamentalismus." [2]

Die gesellschaftspolitische Linke ist hauptsächlich in den reichen Industriestaaten der Westlichen Welt vertreten - wo sie mittlerweile eine vorherrschende Stellung einnimmt. Bei den Linken der Dritten Welt spielen ihre Vorstellungen dagegen keine nennenswerte Rolle, weil die Menschen dort andere Probleme haben. Im Gegensatz zu den westlichen Linken, sind die Linken in der Dritten Welt nicht selten (links-)nationalisisch eingestellt.

Eine in der Regel pejorative Bezeichnung für die gesellschaftspolitische Linke, insbesondere deren Ideologie, ist Kulturmarxismus.

Verhältnis zum Staat

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Der ständige Ausbau des Versorgungsstaates und die Bevormundung und Reglementierung des Bürgers durch Behörden als Folge linker Weltanschauungen kostet viel Geld und erfordet immer wieder Steuererhöhungen

Typisch für linke Politik ist die Delegierung von Verantwortlichkeit vom Einzelnen hin zum Staat.

Die wirtschaftspolitische Linke treibt seit jeher den Ausbau eines umfassenden Versorgungsstaates (Sozialstaat) voran. Dazu sind natürlich ständige Steuererhöhungen unumgänglich. Die umfassendste und kostspieligste staatliche Versorgung des Bürgers fordern die Linkspartei und Teile der Grünen mit dem Bedingunslosen Grundeinkommen.

Die gesellschaftspolitische Linke betreibt eine Stärkung des staatlichen Einflusses, um dadurch den Bürger zur Not auch gegen seinen Willen zu ihren politischen Ansichten (Veggie-Day, Mülltrennung, Tempolimit auf Autobahnen, Frauenquote, Ökosteuer, Steuer auf Plastiktüten, Umerziehung im Sinne des Gender Mainstreaming, Antiraucher-Gesetzgebung, Antidiskriminierungsgesetzgebung, Kampf gegen Rechts, usw.) zwingen zu können. Gemeinsam ist beiden Bemühungen eine Ausweitung staatlicher Kompetenzen und daraus folgend natürlich eine Schwächung der Eigeninitiative und eine Bevormundung des Bürgers sowie eine Einschränkung seiner Freiheitsrechte. Damit ist die Politische Linke klassischer Gegner des Staatsbegriffes des Liberalismus, und trifft sich in ihren Forderungen nach einem allumfassenden Staat mit denen der Rechten.

"Die politische Linke überfordert den Staat durch übersteigerte Forderungen an die soziale Sicherheit, die Rechte durch paranoide Vorstellungen hinsichtlich der sogenannten "inneren Sicherheit", die oft in Überwachungsphantasien münden. Für Liberale zeichnet sich der Rechtsstaat vor allem durch das aus, was er unterlässt, um niemanden zu bevormunden - nur so ist die Freiheit des Bürgers möglich." [3]

In Sachsen fordert die Linkspartei z.B. ein staatlich finanziertes Umerziehungszentrum für die Gender Mainstreaming-Ideologie. [4] Auch die SPD setzt in der Familienpolitik auf eine staatliche Umerziehung der Eltern. [5]

Linke Politikvorstellung begreift den Staat nicht als unabhängige und neutrale Instanz, sondern erwartet eine eindeutige politische Haltung des Staates im Sinne ihrer Ideologien, sowie eine staaliche Förderung entsprechender Umerziehungsmaßnahmen. Ein Beispiel hierfür ist der staatlich suventionierte Kampf gegen Rechts. Auch im Themenfeld Migration beziehen linke Minister eindeutig Position pro Migration, anstatt die Entscheidung dafür oder dagegen jedem einzelnen, mündigen Bürger zu überlassen. In einer Broschüre der SPD-Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, Birgit Hesse, in Mecklenburg-Vorpommern wird eindeutig pro Migration Stellung bezogen und es heißt u.a.:

"Mit ihren individuellen Potenzialen können sie die Wirtschaft des Landes stärken, Kunst und Kultur bereichern und ihre Kompetenz in vielen verschiedenen Bereichen einbringen. Unser von Abwanderung stark betroffenes Bundesland profitiert vom langsam aber stetig anwachsenden Anteil der dauerhaft im Land lebenden Zuwanderinnen und Zuwanderer. Die Landesregierung betrachtet Zuwanderung nach Mecklenburg-Vorpommern als Bereicherung der Gesellschaft." [6]

Der FDP-Generalsekretär Patrick Döring warnte im Jahr 2013 vor dieser zunehmenden staatlichen Bevormundung des Bürgers durch Grüne, SPD und Linkspartei mit folgenden Worten:

"Grüne Tugendwächter und Umerzieher bei den linken Parteien versuchen, über Verbote oder Steuern der Bevölkerung das bessere Leben aufzuzwingen. Sei es durch eine Steuer auf Plastiktüten oder das Verbot von Heizpilzen."

Michael Meister von der CDU sieht dies ähnlich und meinte u.a.:

"Wer wie Rot-Grün ein Grundmisstrauen gegenüber mündigen Menschen hegt, der wird die Regeln immer weiter verschärfen und Freiheiten einschränken wollen. Unsere Bürger benötigen nicht die Heilsversprechungen von Rot-Grün nach Schutz, sie benötigen den Schutz vor rot-grüner besserwisserischer Bevormundung." [7]

Freiheit versus Gleichheit

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Der Kampf des kubanischen Revolutionärs Che Guevara, einer Ikone der Politischen Linken, hat, wie in vielen anderen sozialistischen Ländern auch, in Kuba zu mehr Armut, Unfreiheit und Diktatur geführt

Maximale soziale Gleichheit und größtmögliche Freiheit schließen sich gegenseitig aus. Dieser Gegensatz wurde schon von Max Horkheimer folgendermaßen formuliert:

"Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, das ist eine wundervolle Parole. Aber wenn sie die Gleichheit erhalten wollen, dann müssen sie die Freiheit einschränken, und wenn sie den Menschen die Freiheit lassen, wollen, dann kann es keine Gleichheit geben." [8]

Das zeigte sich schon in der Französischen Revolution, in der vom Grundsatz "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" die Freiheit und Brüderlichkeit als erste auf der Strecke blieben und durch linke Jakobiner blutig auf die Guilotine geschickt wurden. Linke sind im Konfliktfall zwischen Freiheit und Gleichheit eher geneigt die Freiheit des Einzelnen bereitwillig einzuschränken und/oder aufzugeben. Robert Misik schreibt dazu u.a.:

"Der zentrale linke Wert seit jeher ist aber die Gleichheit, der "Polarstern" der Linken, (...) Mehr soziale Gerechtigkeit hat sich in der Geschichte nur dann verwirklicht, wenn sich Menschen zusammentaten, um für sie einzutreten, und das ging umso besser, wenn sie sich als ihresgleichen begegneten - zu viel Vielfalt ist aber der Feind solcher Begegnungen. Insofern sind Gleichheit und Freiheit schon auch wieder Antipoden, weil soziale Gleichheit eine gewisse soziale Homogenisierung bedingt." [9]

Diese theoretische Position hat sich auch in der Praxis verwirklicht. In allen sozialistischen Staaten (Sowjetunion, Ostblock, Nordkorea, Kuba, China, Kambodscha) wurde eine radikale Gleichheit des Menschen auf sehr niedrigem sozialen Niveau (in sozialistischen Staaten hatten und haben fast alle Menschen i..a. ein niedrigeren Lebensstandard als HartzIV-Empfänger in Deutschland) bei gleichzeitiger Einschränkung jeglicher Freiheit auf diktatorischem Wege und durch Ermordung von Millionen von Menschen verwirklicht. In einem Land wie der USA, das großen Wert auf die Freiheit des Einzelnen legt, konnten dagegen linke Ideen und Gruppierungen mit ihren Zielen der Gleichmacherei bei gleichzeitiger Einschränkung der individuellen Freiheit nie Fuss fassen.

Fabian Leber meint zum Freiheitsbegriff der Grünen im Tagesspiegel kritisch:

"Wer sich das Freiheitspapier der Grünen durchliest, dem fällt vor allem auf, wie oft der Begriff „Wir“ verwendet wird. (...) Am Ende aber bleibt Freiheit historisch und ideengeschichtlich doch ein vorwiegend individualistisches Konzept. Und genau an diesem Punkt drücken sich die Grünen davor, die Grenzen zwischen der Freiheit des Einzelnen und den Zwängen einer Gesellschaft genauer zu definieren. Ganz offensichtlich vertreten die Grünen also einen ganz anderen Freiheitsbegriff als den des klassischen Liberalismus. (...) Würde man wirtschaftliche Freiheit konsequent zu Ende denken, dann müssten die Grünen gegen sämtliche Frauenquoten sein, denn zunächst einmal schränken diese die Handlungsfähigkeit von Firmen ein. Am augenfälligsten aber könnten die Grünen mit ihrem neuen Freiheitsduktus auf ihrem ureigensten Feld scheitern, in der Umwelt- und Energiepolitik. Die Energiewende mag richtig sein. In der Geschwindigkeit, die die Grünen verlangen, lässt sie sich aber ohne Einschränkungen der individuellen Freiheit kaum realisieren." [10]

Gemeinsamkeiten zwischen der Politischen Linken und den Nationalsozialisten

Die Politische Linke ist heutzutage die Gruppierung, die sich am deutlichsten vom Nationalsozialismus distanziert und die "Braunen" im sogenannten Kampf gegen Rechts am vehementesten bekämpft. Einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Inhalten des Nationalsozialismus hat sie sich aber nie gestellt. Dies könnte daran liegen, dass es trotz äußerlich vehement vorgetragener Gegnerschaft mehr Gemeinsamkeiten zwischen der Politischen Linken und dem Nationalsozialismus gibt, als man sich auf linker Seite eingestehen möchte. Hitler hat z.B. die soziale Gleichmacherei ebenso wie die Politische Linke vehement vorangetrieben. [11] [12] Ludwig von Mises schrieb dazu u.a.:

"Man verkennt den Nationalsozialismus, wenn man nicht beachtet, dass er Sozialismus sein will. Im Kommunistischen Manifest werden zehn Programmpunkte entwickelt. Acht von diesen zehn Forderungen sind von den Nationalsozialisten im Dritten Recih entwickelt worden." [13]

Der deutsche Volkswirt und Publizist Roland Baader meinte dazu u.a.:

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Viele klassisch linke Positionen finden sich auch im Nationalsozialismus
"Der Nationalsozialismus war Sozialismus, Sozialismus, Sozialismus! Das kann man nicht oft genug wiederholen, um dem Täuschungsmanöver entgegenzuwirken, welches besagt, der Sozialismus sei eine radikale Antipode zum Nationalsozialismus gewesen. Die ideologischen und quasitheologischen Strickmuster waren oder sind identisch: Beide waren oder sind kollektivistisch, etatistisch, totalitär, echatologisch, utopistisch, antiindividualistisch, religionsfeindlich, antibürgerlich, antikapitalistisch und antiliberal. Der moderne, angeblich aufgeklärte, demokratische und mit menschlichem Antlitz versehene Sozialismus, Sozialsozialismus, Sozialdemokratismus ist nicht – wie häufig angenommen – etwas völlig anderes, sondern eine Soft-Variante, eine geschmeidige Okulation, welcher die Tendenz zugrundeliegt, ins alte Holz zurückzuwuchern." [14]

Der deutsche Soziologe und Forsa-Chef Manfred Güllner sieht Parallelen zwischen der Anhängerschaft der Grünen und des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. Bündnis 90 / Die Grünen gefährden seiner Ansicht nach die Demokratie. Er meinte u.a.:

"Ich will die Grünen um Gottes willen nicht mit den Nazis vergleichen. Doch rein soziologisch betrachtet, entstammte der ursprüngliche Nukleus dieser Bewegung in der Weimarer Zeit und später der Grünen-Bewegung dem gleichen antimodernen Segment der Gesellschaft, einem radikalisierten Teil der deutschen Mittelschicht. (...) Die "grüne Diktatur" gefährdet den zweiten Versuch, die Demokratie in Deutschland dauerhaft zu etablieren." [15]

Der österreichische Publizist Erik von Kuehnelt-Leddihn beschreibt die Gemeinsamkeiten zwischen Linker Politik und dem Nationalsozialismus in folgenden Worten:

"Als in der Endzeit der Weimarer Republik die kommunistischen und die nationalsozialistischen Schlägertrupps handgreiflich aneinandergerieten, ging es nicht um diametral gegensätzliche Ideologien, sondern um den Machtkampf zweier Gruppierungen, die sich in vielen wichtigen Punkten ähnlich waren. (...) Goebbels erklärte am 6. Dezember 1931 im "Angriff", daß die NSDAP die "deutsche Linke" verkörpere und den "bürgerlichen Nationalismus" verachte. Kann das deutlicher gesagt werden?" [16]

Probleme der Politischen Linken mit der Toleranz

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Den politischen Gegner als ignorant, dumm und blind zu diffamieren (hier auf einem Wahlplakat der Grünen aus dem Jahr 2006) ist fester Bestandteil linker Politikkultur

Obwohl Toleranz offiziell als wesentlicher Kern linker Politik propagiert wird, ist das Verhalten linker Politiker gegenüber dem politischen Gegner und Andersdenkenden oft von großer Intoleranz geprägt. Dies kann man an Pöbeleien und Diffamierungen Andersdenkender durch Politiker von Bündniss 90/Die Grünen, SPD und der Linkspartei festmachen. In einer Bundestagsdebatte zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften meinte Volker Beck von Bündnis 90/Die Grünen zum Redebeitrag von Ute Granold (CDU) u.a.:

"Wollen Sie allen Ernstes dieses blöde diskriminierende Geschwätz, das mich in meiner Kindheit schon genervt hat, weiter aufrechterhalten?"

Barbara Höll von der Linkspartei kommentierte Redebeiträge von der CDU und CSU u.a. mit folgenden Worten:

"Das, was die CDU/CSU hier abliefert, ist nicht lächerlich, sondern bösartig."

Sie hätte der CDU in bester DDR-Manier am liebsten das Rederecht ganz entzogen. Barbara Höll meinte später u.a.:

"Ich finde es skandalös, dass Herr Geis hier wieder sprechen darf, nach dem, was er in der letzten Sitzungswoche hier abgeliefert hat."

Andere linke Politiker störten die Redebeiträge von CDU und CSU durch Buhrufe, Gelächter und Geräusche. [17]

Die Toleranz der Politischen Linken im religiösen Umfeld ist meist nur auf nichtchristliche Religionen wie z.B. den Islam begrenzt. Dem Christentum selber begegnen linke Politiker eher mit Intoleranz. Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU/CSU warf der Partei Bündnis 90/Die Grünen z.B. eine antikirchliche und intolearante Haltung vor. Sie offenbarten "entgegen ihrem stetig vorgetragenen multikulturellen Toleranzappell eine tiefsitzende Haltung der Intoleranz gegenüber den eigenen historisch-kulturellen Traditionen und religiös-ethischen (d. h. jüdisch-christlichen) Wertequellen." [18]

Auch in der Umwelt- und Energiepolitik gehen die Grünen oft intolerant ans Werk und wollen sich mit ihren Forderungen ungern demokratischen Mehrheitsentscheidungen beugen. Der Jurist, Publizist und AfD-Politiker Alexander Gauland sieht in der radikal und intolerant vorgetragenen Umweltpolitik der Grünen gar die Gefahr einer "jakobinischen Ökodiktatur des öffentlichen Wohls". [19]

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Das politische Weltbild vieler Autoren im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich der deutschsprachigen Wikipedia.

Wer es wie Thilo Sarrazin, [20] Eva Herman, Bernd Lucke oder Martin Walser wagt, aus dem bis in Teile der CDU reichenden linken Mainstream auszubrechen und linke Dogmen (Befürwortung der Homoehe, Ablehnung von Gender Mainstreaming, Befürwortung der Masseneinwanderung) in Frage stellt, wird mit einem medialen Shitstorm überzogen und teilweise bis in das Privatleben hinein angegriffen und diffamiert.

Als Markus Lanz es wagte der Kommunistin Sarah Wagenknecht in seiner Fernsehsendung hartnäckig kritische Fragen zu stellen, wurde er anschließend mit einem von diversen linken Verbänden gesteuerten Shitstorm überzogen. [21]

Diese Intoleranz und Missachtung der Meinungsfreiheit des Andersdenkenden durch Linke zeigt sich nicht nur im Verhalten prominenter linker Politiker, sondern auch im Gebaren vieler Autoren der mehrheitlich links orientierten deutschsprachigen Wikipedia. Artikel- und Diskussionsbeiträge jenseits des linken Mainstream werden meist gelöscht, und Andersdenkende von linken Politaktivisten beschimpft, diffamiert und gesperrt.

Unterschiede innerhalb des linken Spektrums

Innerhalb des linken Spektrums sind unterschiedliche Positionierungen zu beobachten.

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Der sowjetische Diktator und Massenmörder Joesf Stalin wird in Teilen der Linkspartei, besonders der sogenannten "Stalinistischen Plattform", immer noch verehrt

Am weitesten links stehen sowohl wirtschafts- wie gesellschaftspolitisch die kommunistischen Kleinparteien und die Linkspartei. Einige Teile von ihr sind noch immer stalinistisch und und lehnen sowohl freie Marktwirtschaft als auch die demokratische Grundordnung nicht wirklich. Das erklärt ihre extrem linken Positionen im wirtschaftspolitischen Bereich inkusive ihrer sehr weitgehenden Umverteilungsfantasien und Utopien vom Bedingungslosen Grundeinkommen. [22] Während die Linkspartei zu DDR-Zeiten (damals noch als SED und später PDS) eine Elitenpartei der Hochqualifizierten und Profiteure der DDR-Diktatur war, ist sie heute bemüht sich als Partei der Geringverdiener und Arbeitslosen darzustellen. Im Gegensatz zur alten SED, die eine reine wirtschaftspolitisch-linke Partei, hat die SED nach der Wende sehr rasch gesellschaftspolitisch-linke Positionen/Ideologien übernommen. Verstärkt wurde diese Bewegung zu zur gesellschaftspolitischen Linken durch die Ausdehnung nach Westen und die vielen überwiegend kulturell-linken Gruppierungen und Personen, die in der PDS eine neue politische Heimat fanden.

Die Grünen stehen gesellschaftspolitisch genauso links wie die Linkspartei. Wirtschaftspolitisch sind sie weniger links positioniert als die Linkspartei und oft sogar als Teile der SPD. Der typische Grünenwähler ist nach Studien überdurchschnittlich gut ausgebildet und wohlhabend. Er ist an einer allzu umfassenden Umverteilungspolitik von Oben nach Unten also aus purem Eigeninteresse weniger interessiert als bsp. Wähler der SPD oder Linkspartei, die einen höheren Anteil von Wählern aus einkommensschwächeren Schichten haben. [23] In der Landespolitik vertreten die Grünen i.A. linkere Positionen als im Bund.

Die SPD ist wirtschaftspolitisch linker als die Grünen, aber weniger links als die Linkspartei aufgestellt. Gesellschaftspolitisch positioniert sie sich i.A. weniger links als die Grünen. In den Ländern ist sie allerdings weitaus linker aufgestellt. [24]

CDU und FDP gelten nicht als primär linke Parteien. Allerdings haben diese Parteien [25] in Teilen auch ursprünglich linke Positionen übernommen. Die FDP ist gesellschaftspolitisch weiter links positioniert als die CDU. Wirtschaftspolitisch dagegen ist die CDU weiter links positioniert.

Siehe auch

Weblinks

Bilder / Fotos

Videos

Quellen

Literatur

  • Wolfgang Endemann: LINKS – Aktualisierung eines politischen Schlüsselbegriffs, epubli GmbH, Berlin, 2013
  • Axel Lochner: Linke Politik in Deutschland, Verlag Galgenberg, 1990
  • Jörn Lamla: Grüne Politik zwischen Macht und Moral, Campus Verlag, Frankfurt am Main, 2002
  • Stéphane Courtois u.a.: Das Schwarzbuch des Kommunismus – Unterdrückung, Verbrechen und Terror, Piper Verlag, München, 2004

Einzelnachweise

  1. Frank Decker: Wenn die Populisten kommen - Beiträge zum Zustand der Demokratie und des Parteiensystems, Springer Fachmedien, Wiesbaden, 2013, S. 293
  2. Martin Walser: Deutsche Sorgen; in Der Spiegel 26/1993
  3. Till Mansmann, Frank Sürmann, Roland von Hunnius, Hans Manschke und Martina Daubenthaler: Freiheit, die wir meinen - Warum wir Liberale sind und eine poltische Heimat brauchen, Books on Demand, Norderstedt, 2011, S. 24
  4. LINKE will Kompetenzzentrum Gender Mainstreaming für Umerziehung der sächsischen Bürger
  5. Der SPD geht es um eine Umerziehung der Eltern auf www.welt.de
  6. Leitlinien zur Integration von Migrantinnen und Migranten in Mecklenburg-Vorpommern
  7. KOALITION WARNT VOR BEVORMUNDUNG - Die rot-grüne Spaßbremse
  8. Zitiert nach Helmut Thielen: Eingedenken und Erlösung - Walter Benjamin, Verlag Königshausen & Neuman GmbH, Würzburg, 2005, S. 54
  9. Robert Misik: Genial dagegen - Kritisches Denken von Marx bis Michael Moore, Aufbau Verlag, Berlin, 2010
  10. Fabian Leber: Die Grünen und die FDP - Die Grünen sind nicht die Partei der Freiheit
  11. Karl Schär: Der zweite Blick / Linke Politik - der Wolf im Schafspelz, Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2010, S. 13 ff.
  12. Tobias Symansk: Die Mittelstandsorientierung in der Konzeption der sozialen Marktwirtschaft, Tectum Verlag, Marburg, 1999, S. 30 ff.
  13. Zitiert nach: Karl Schär: Der zweite Blick / Linke Politik - der Wolf im Schafspelz, Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2010, S. 13
  14. Ein Zwischenruf von Apo, basierend auf den Gedanken Roland Baaders: Gemeinwohl-Sozialismus
  15. Forsa-Chef Güllner sieht im Erfolg der Grünen eine Gefahr für die Demokratie
  16. Erik von Kuehnelt-Leddihn: Der linke Etikettenschwindel - Kein Gegensatz, sondern eher Konkurrenzkampf
  17. Pöbelei, Diffamierung und Intoleranz bei Grünen, Sozialdemokraten und Linken im Bundestag
  18. Die antikirchliche Haltung von Bündnis 90 / Die Grünen
  19. Alexander Gauland: Moderne Jakobiner - Im Grundgesetz steht nichts von einer Ökodiktatur
  20. Diskussion mit Thilo Sarrazin im Berliner Ensemble nach Protesten abgebrochen
  21. Nachtrag zum Shitstorm gegen Markus Lanz - Was Medien uns verschweigen
  22. Tim Spier, Felix Butzlaff, Matthias Micus und Franz Walter: Die Linkspartei - Zeitgemäße Idee oder Bündnis ohne Zukunft?, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2007, S. 326 ff.
  23. Christoph Ruf: Was ist links?, C.H. Beck, München, 2011, S. 72
  24. Uwe Jung, Melanie Haas und Oskar Niedermayer: Parteien und Parteiensysteme in den Deutschen Ländern, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2008, S. 65 ff.
  25. BUNDESTAGSWAHL / Alle rücken nach links – außer der FDP