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Wilhelm Kammeier: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach 1945 wohnte Kammeier mit seiner Frau in der [[Thüringen|thüringischen]] Stadt Arnstadt (damals [[DDR]]), wo er im Jahr 1959 verarmt starb.<ref>Nachwort zur Reprint-Ausgabe von Wilhelm Kammeiers ''Die Fälschung der deutschen Geschichte'', 4. Auflage des Faksimiledruckes Struckum (ohne Jahr; ca. 1985) der im Jahr 1935 im Adolf-Klein-Verlag erschienenen Ausgabe</ref> | Nach 1945 wohnte Kammeier mit seiner Frau in der [[Thüringen|thüringischen]] Stadt Arnstadt (damals [[DDR]]), wo er im Jahr 1959 verarmt starb.<ref>Nachwort zur Reprint-Ausgabe von Wilhelm Kammeiers ''Die Fälschung der deutschen Geschichte'', 4. Auflage des Faksimiledruckes Struckum (ohne Jahr; ca. 1985) der im Jahr 1935 im Adolf-Klein-Verlag erschienenen Ausgabe</ref> | ||
Seit Ende der 19070er Jahre veröffentlichte ein ''Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur''in Wobbenbüll bei [[Husum]] Nachdrucke von Kammeiers Büchern. Seine umstrittenen Thesen wurden von [[Uwe Topper]], [[Christoph Pfister]] und [[Heribert Illig]] aufgegriffen. | Seit Ende der 19070er Jahre veröffentlichte ein ''Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur'' in Wobbenbüll bei [[Husum]] Nachdrucke von Kammeiers Büchern. Seine umstrittenen Thesen wurden von [[Uwe Topper]], [[Christoph Pfister]] und [[Heribert Illig]] aufgegriffen. | ||
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Version vom 21. September 2024, 08:14 Uhr
Wilhelm Kammeier (* 3. Oktober 1889 in Nienstädt, Kreis Stadthagen; † 23. Mai 1959 in Arnstadt) war ein deutscher Historiker und Autor. Seine in den 1930er Jahren verfassten Schriften über Fälschungen mittelalterlicher Urkunden erlangten einige Aufmerksamkeit. Kammeier erklärte die damaligen Methoden der Geschichtswissenschaft bei der Prüfung von Quellen auf Echtheit für unzulänglich und entwickelte sich zu einem entschiedenen Bibelkritiker. Der Historiker Horst Fuhrmann wirft ihm Manipulation vor und schreibt über Kammeiers Theorien, er habe „mit einem Schlag das lautere Germanentum aus den Geschichtsquellen heraus- und das römische Kirchentum hineinmanipuliert“.[1] Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass Kammeier sich nie mit den Urkunden selbst befasst hat. Der Einblick in diese sei ihm nach eigenen Aussagen von den entsprechenden Archiven verweigert worden. Kammeier entwickelte eine Verschwörungstheorie, wonach die römisch-katholische Kirche große Teile der deutschen Geschichte gefälscht habe.
Nach 1945 wohnte Kammeier mit seiner Frau in der thüringischen Stadt Arnstadt (damals DDR), wo er im Jahr 1959 verarmt starb.[2]
Seit Ende der 19070er Jahre veröffentlichte ein Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur in Wobbenbüll bei Husum Nachdrucke von Kammeiers Büchern. Seine umstrittenen Thesen wurden von Uwe Topper, Christoph Pfister und Heribert Illig aufgegriffen.
Siehe auch
Werke (Auswahl)
- Die Fälschung der deutschen Geschichte. Adolf Klein Verlag, Leipzig 1935.
- Die Wahrheit über die Geschichte des Spätmittelalters. (Bd. I: 1936; Bd.II: 1938)
- Die Fälschung der Geschichte des Urchristentums, geschrieben 1942-1956, veröffentlicht 1982.
Weblinks
- Literatur von und über Wilhelm Kammeier im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Die Fälschung der deutschen Geschichte, Band II, Ausgabe 1940, vorgelesen
Vergleich zu Wikipedia
Einzelnachweise
- ↑ Horst Fuhrmann: Mittelalter. Zeit der Fälschungen, in: ders., Einladung ins Mittelalter, 5. Aufl. München 1997; Seite 197
- ↑ Nachwort zur Reprint-Ausgabe von Wilhelm Kammeiers Die Fälschung der deutschen Geschichte, 4. Auflage des Faksimiledruckes Struckum (ohne Jahr; ca. 1985) der im Jahr 1935 im Adolf-Klein-Verlag erschienenen Ausgabe