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Robby Maria: Unterschied zwischen den Versionen
K ß → ss (nach kurzem Vokal → "ss", nach langem → "ß") |
(kein Unterschied)
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Version vom 9. September 2014, 15:39 Uhr



Robby Maria (* 17. September 1972 in Salta, Argentinien, bürgerlich Robert Maria Muñoz) ist ein österreichisch-argentinischer Musiker, Sänger und Songwriter.[1]
Biographie
Kindheit und Jugend
Robby Maria wurde am 17. September 1972 als Robert Maria Muñoz in der argentinischen Andenstadt Salta geboren.[2] Seine Mutter war Argentinierin in der zweiten Generation und stammte aus dem Geschlecht der baskischen Könige von Navarra, dem Hause der Aritzas, ab, sein Vater war ein österreichischer Naturwissenschaftler aus Wien.[3] Kurz nach der Geburt siedelte die Familie nach Europa über und ließ sich schließlich im süddeutschen Aidlingen nieder. Maria strebte ursprünglich eine Laufbahn als Fußballprofi an und spielte als Torwart in der württembergischen Juniorenauswahl,[4] ehe die Familie quasi über Nacht verarmte und der dreizehnjährige Maria anfing seine ersten Songs auf der klassischen Gitarre seines Vaters zu komponieren.[5]
Mit Anfang 20 ging er nach Hollywood und schlug sich zunächst mit Gelegenheitsjobs durch.[6] Bei einer Jam Session wurde der damalige Alice In Chains Gitarrist Jerry Cantrell auf ihn aufmerksam und ermutigte ihn, eine eigene Band zu gründen.[7] [8] Maria konnte aber dauerhaft weder Mitstreiter für eine Band noch einen Verleger für seine Songs gewinnen. Ein Angebot von Capitol Records lehnte er ab, da das Label aus ihm einen Latino-Dance-Act machen wollte. [9] Stattdessen nahm er einen Job in einer Zimmerei in New Orleans an, verließ mit dem verdienten Geld die USA und nahm erneut das Leben eines Bohème auf.[10] Per Bus und Boot bereiste Maria fast den kompletten südamerikanischen Kontinent und freundete sich im peruanischen Regenwald mit einem Schamanen an, dessen Stamm Maria für die folgenden zwei Jahre bei sich aufnahm.[11] Während einer rituellen Ayahuasca-Zeremonie wurde Maria vom Schamanen des Stammes initiiert,[12] ehe er 2005 nach Europa zurückkehrte, um wieder Musik zu machen.
“Es ging mir darum, einen Platz außerhalb des Systems der Dinge zu finden, welches ja nur durch unser eigenes Handeln aufrecht erhalten wird. Aber ich musste lernen, dass auf dieser Welt nur ein System das andere ersetzt. Wirkliche Freiheit müssen wir erst noch erlangen.”
– Robby Maria: OKB Berlin-Interview[13]
Musikalischer Werdegang
2008–2012: Beginn der Karriere mit Apocalyptic Folk Music
In einer Berliner Wohngemeinschaft lernte er 2006 Schlagzeugerin Anni Müller kennen, mit der er kurz darauf seine erste Band Killmotorhill gründete, aus der 2008 die Formation Robby Maria & The Silent Revolution mit Simon Birkholz am Bass hervorging.[14] Das Trio erreichte mit provokanten Auftritten, bei denen Maria teilweise schreiend seine Gedichte und Lyrik in die Songs einbaute und auch das Publikum in die Performance miteinbezog, binnen kürzester Zeit Kultstatus in der alternativen Berliner Musikszene.[15][16] Von der selbst produzierten und vertriebenen EP Apocalyptic Folk Music wurden über 5000 Exemplare verkauft, doch löste sich die Band aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die musikalische Zukunft unmittelbar nach Veröffentlichung ihres ersten Albums Robby Maria & The Silent Revolution auf.[17] Das letzte Konzert gab das Trio bei einem Open Air am 5.August 2012 im Berliner Tiergarten zusammen mit dem US-amerikanischen Gesangsduo Weather Girls.[18]
2013: Solokarriere mit Metropolis
Maria unterschrieb daraufhin im September 2012 einen Plattenvertrag mit dem deutschen Independent Label Timezone, welcher ihm das Vertriebsrecht an seiner Musik sicherte[19] und veröffentlichte am 8. März 2013 sein Debütalbum Metropolis.[20] [21] Genau einen Monat vorher, am 8. Februar 2013 erschien die erste Single des Albums Days In The City im Digitalformat sowie das offizielle Video zur Single.[22][23] Am 16. März 2013 brach Maria auf eine ausgedehnte Tournee auf, die ihn für 66 Konzerte durch Deutschland, Österreich, Spanien, Portugal, Ungarn und Tschechien führte, wobei er das gesamte Album akustisch vorstellte.[24] [25]
“Anfangs habe ich es gehasst mit nur einer Gitarre und meiner Stimme auf die Bühne zu gehen. Ich vermisste den Trost der Gruppe […], das Meer aus Musik, in das sich der Sänger stürzt, um darin seine Sprache zu finden. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und es geht immer besser.”
– Robby Maria: UFO-Interview[26]
Das Album wurde bei Kritikern in Deutschland und Österreich ausnahmslos gut aufgenommen und häufig mit den Anfängen von David Bowie verglichen.[27] [28]
2014: Welcome To My Secret Heart
Die ersten Arbeiten für ein neues Studioalbum nahm Maria direkt im Anschluss an die Tournee im Dezember 2013 auf und mietete dafür die Studios des ehemaligen Rundfunks der DDR in Berlin-Oberschöneweide, das heutige Funkhaus. Sein Label kündigte die Veröffentlichung des neuen Albums für den 10.Oktober 2014 an und bestätigte am 15.Juli 2014 als Titel Welcome To My Secret Heart.[29]
Diskografie
Alben
- Metropolis (2013)
Singles
- Days In The City (2013)
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bios abgerufen am 05. August 2014
- ↑ Kreiszeitung Böblingen, 19.März, 2011
- ↑ Stuttgarter Zeitung, 5.Januar 2012
- ↑ I. Davis Quatar news (in englischer Sprache)
- ↑ Guido Fahrendholz, Berlin TV
- ↑ Sebastian Köpcke, Maulbeerblatt
- ↑ Talant Musikagentur
- ↑ Timezone Music Magazine
- ↑ Robby Maria im Interview mit G. Oppermann
- ↑ F. Martinelli, Newcomerszene Blatt
- ↑ Rheinische Post
- ↑ Guido Fahrendholz, Berlin TV
- ↑ ALEX TV Berlin vom 22. November 2013
- ↑ M. Peteroff, Rezensator
- ↑ Yagaloo TV Berlin
- ↑ Blackbirds TV Berlin
- ↑ E. Langner, Böblinger Bote
- ↑ Audi Teehaus Open Air
- ↑ Archiv der deutschen Nationalbibliothek
- ↑ Tanja Spenst, Albumcheck
- ↑ Karsten Rube, Folkworld #50
- ↑ K. Wecker Webmagazin
- ↑ NME London
- ↑ Konzerttouristen
- ↑ Labelseite
- ↑ UFO Radio Interview Osnabrück vom 13. Juni 2012
- ↑ Rhein Rhur Post
- ↑ Marco Kuznik, Saarschall Saarbrücken
- ↑ New Releases
| 😃 Profil: Maria, Robby | ||
|---|---|---|
| Namen | Muñoz, Robert Maria (wirklicher Name) | |
| Beruf | österreichisch-argentinischer Musiker | |
| Persönliche Daten | ||
| Geburtsdatum | 17. September 1972 | |
| Geburtsort | Salta | |