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Wilhelm Klagholz: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Wilhelm Klagholz''' (* [[22. Juni]] [[1905]] in [[Heilbronn]]) ist ein Flaschner- und Installateurmeister und hat eine Werkstätte für [[Kunsthandwerk|kunsthandwerkliche Metallarbeiten]].<ref>''Mitteilungsblatt der Handwerkskammer Heilbronn'' vom 16. Februar 1953, Nr. 2</ref>  
'''Wilhelm Klagholz''' (* [[22. Juni]] [[1905]] in [[Heilbronn]]) ist ein Flaschner und hat eine Werkstätte für [[Kunsthandwerk|kunsthandwerkliche Metallarbeiten]].<ref>''Mitteilungsblatt der Handwerkskammer Heilbronn'' vom 16. Februar 1953, Nr. 2</ref>  


Er hat „besonderen Anteil am Wiederaufbau der Stadt und an der Restaurierung der Heilbronner Gebäude.“<ref>Biographie über Wilhelm Klagholz in ''[[Deutsche Handwerks Zeitung]]'' vom 24. September 1971, Nr. 18, S. 3</ref>Als „Restaurator vieler Heilbronner Sehenswürdigkeiten“<ref name="NeckarEcho">''Neckar-Echo'' vom 22. Juni 1965, Nr. 140, ''Wilhelm Klagholz 60 Jahre alt.''</ref> erwies er sich als „Meister der Handwerkskunst“.<ref name="NeckarEcho1">''Neckar-Echo'' vom 20. August 1951, Nr. 192, S. 3''Der Heilbronner Adler wacht wieder!''</ref>Mit der Rekonstruktion des „Heilbronner Adlers“ auf dem Rathaus „schuf [er] ein rechtes Meisterstück, das beweist, welch vorzügliche Werke das echte Kunsthandwerk zu schaffen vermag …“<ref name="NeckarEcho1" /> Seine „Arbeiten setzten nicht nur handwerkliches, sondern künstlerisches Einfühlen voraus … Seine langjährigen Erfahrungen und die Liebe zur Sache brachten ihm viele Ämter und Auszeichnungen ein.“<ref name="NeckarEcho" /> So erhielt er auch eine Ehrung durch die Handwerkskammer.<ref>''[[Deutsche Handwerks Zeitung]]. Wirtschaftszeitung für Handwerk und Gewerbe (Heute mit [[DHZ]] Journal)'' vom 8. Oktober 1971, Nr. 19, S. 3, ''Ehrungen durch die Handwerkskammer''</ref>
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Version vom 14. Juni 2010, 10:47 Uhr

Wilhelm Klagholz (* 22. Juni 1905 in Heilbronn) ist ein Flaschner- und Installateurmeister und hat eine Werkstätte für kunsthandwerkliche Metallarbeiten.[1]

Er hat „besonderen Anteil am Wiederaufbau der Stadt und an der Restaurierung der Heilbronner Gebäude.“[2]Als „Restaurator vieler Heilbronner Sehenswürdigkeiten“[3] erwies er sich als „Meister der Handwerkskunst“.[4]Mit der Rekonstruktion des „Heilbronner Adlers“ auf dem Rathaus „schuf [er] ein rechtes Meisterstück, das beweist, welch vorzügliche Werke das echte Kunsthandwerk zu schaffen vermag …“[4] Seine „Arbeiten setzten nicht nur handwerkliches, sondern künstlerisches Einfühlen voraus … Seine langjährigen Erfahrungen und die Liebe zur Sache brachten ihm viele Ämter und Auszeichnungen ein.“[3] So erhielt er auch eine Ehrung durch die Handwerkskammer.[5]

Leben und Wirken

Er besuchte die Mittelschule in Heilbronn und lernte den Beruf des Flaschners und Installateurs bei der Firma E. W. Kachel. Er arbeitete in der Schweiz, Österreich, in Norddeutschland, bei den Junkerswerken in Dessau, bei den NSU-Werken in Heilbronn sowie bei den Stadtwerken in Heilbronn. Im zweiten Weltkrieg geriet er in russische Kriegsgefangenschaft.

Er machte sich insbesondere um den originalgetreuen Wiederaufbau Heilbronns verdient und hatte „besonderen Anteil“[6] am Wiederaufbau, Rekonstruktion und Restaurierung einzelner wichtiger skulpturaler Wahrzeichen der Stadt.

So fertigte er den neuen Heilbronner Adler, nachdem die alte Figur am Rathausturm zerstört worden war. Neu hergestellt hat er auch den Hahn und die beiden Widder für die Rathausuhr, die er in Kupfer getrieben hatte. Als Nachbildung des bis zur Zerstörung im Stadtbad befindlichen Wasserspeiers schuf er einen in Kupfer getriebenen Löwenkopf.[7]Ebenso die Trompete und das Zepter der beiden Engel an der Rathausuhr wurden von ihm neu hergestellt.[8]Er restaurierte das Robert-Mayer-Denkmal und das Schiller-Denkmal in Heilbronn.

Mit seinen Kunstschmiedearbeiten aus Kupfer rekonstruierte er nicht nur historische Kunstdenkmäler in Heilbronn, sondern arbeitete damit auch bei bekannten Bauten in anderen Städten. Restaurationsarbeiten vollzog er an der Kuppel des Kirchturms bei der Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau vom Nussbaum“ in Höchstberg und am Schloss Liebenstein. Am Tagblatt-Turm in Stuttgart restaurierte er die dort befindlichen Lettern der Aufschrift.

„Viele Kirchtürme der Region“, wie die Kirchtürme in Großgartach (Lorenzkirche) oder Lampoldshausen (Nikolauskirche) tragen einen von ihm in Kupfer getriebenen Hahn. [8] Klagholz gestaltete modern und fachgerecht „viele andere“ Neubauten „weit über Heilbronn hinaus.“[3]


Einzelnachweise

  1. Mitteilungsblatt der Handwerkskammer Heilbronn vom 16. Februar 1953, Nr. 2
  2. Biographie über Wilhelm Klagholz in Deutsche Handwerks Zeitung vom 24. September 1971, Nr. 18, S. 3
  3. 3,0 3,1 3,2 Neckar-Echo vom 22. Juni 1965, Nr. 140, Wilhelm Klagholz 60 Jahre alt.
  4. 4,0 4,1 Neckar-Echo vom 20. August 1951, Nr. 192, S. 3Der Heilbronner Adler wacht wieder!
  5. Deutsche Handwerks Zeitung. Wirtschaftszeitung für Handwerk und Gewerbe (Heute mit DHZ Journal) vom 8. Oktober 1971, Nr. 19, S. 3, Ehrungen durch die Handwerkskammer
  6. Heilbronner Stimme vom 22. Juni 1965, Nr. 140, Wilhelm Klagholz feiert 60.Geburtstag
  7. Alexander Renz, Susanne Schlösser: Chronik der Stadt Heilbronn. Band VII: 1952–1957. Heilbronn 1996, S. 13, 52.
  8. 8,0 8,1 Täglich kräht sein Hahn vom Rathaus. In: Heilbronner Stimme vom 2. April 2002