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'''Paul Rauch''' (* 3. Mai 1895 in Kniegnitz, Kreis [[Liegnitz]], †  21. März 1977 in [[Emden]]) war ein deutscher Sportlehrer und einer der ersten [[Profisport|professionellen]] Tennisspieler in [[Deutschland]]. Mit dem [[Tennis]]sport kam er bereits als Schüler in [[Berlin]] in Berührung und wurde dort zusammen mit dem später sehr erfolgreichen [[Roman Najuch]] gefördert, nachdem das Talent der beiden Jungen erkannt worden war. Noch vor Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] 1914 erhielt er durch Vermittlung des Kronprinzenpaares [[Cecilie zu Mecklenburg]] und [[Wilhelm von Preußen (1882–1951)]] an den Hof des norwegischen Königs [[Haakon VII.]] in der damaligen norwegischen Hauptstadt Christiania (heute [[Oslo]]) seine erste Anstellung. Ab August 1914 war er als Soldat in [[Russland]] und [[Frankreich]] eingesetzt, bis er 1917 eine Verwundung erlitt. 1918 kehrte er nach Berlin zurück und heiratete. 1921 zog er mit seiner Familie nach [[Magdeburg]]. Danach war er Trainer der deutschen Tennisnationalmannschaft<ref>Biografie in ''50 Jahre Verband Deutscher Tennislehrer (VDT) 1911-1961''</ref> und Lehrer im Tennisclub des schwedischen Königs [[Gustav V. (Schweden)]]. 1930 wurde er Tennislehrer in [[Mannheim]]. 1934 wurde er Leiter beim [[Verband Deutscher Tennislehrer]] (VDT) für den Mitteldeutschen Gau mit Sitz in Magdeburg. Als nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in Deutschland der Ausschluss aller „nichtarischen“ Mitglieder aus den Tennisvereinen erfolgte,<ref name="tdld36">Hans-Jürgen Kaufhold: ''Vom Licht ins Dunkel.'' Aus: ''Tennis in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.'' 2002, S. 136–143.</ref> war seine berufliche Karriere in dieser Sparte beendet. Er fand nach kurzer Zeit der Arbeitslosigkeit 1935 eine Betätigung als Sportlehrer an der Geländesportschule in [[Neustrelitz]]. 1936 ging er nach [[Breslau]], wo er Leiter des Sportamtes wurde. Im Dezember 1945 flüchtete er mit seiner Familie in den Westen, zunächst nach [[Hildesheim]] und dann nach [[Hannover]], wo er ab etwa 1950 wieder als Tennislehrer arbeiten konnte. Er wurde u.a. in einer Tageszeitung am 3. Mai 1965 anlässlich seines 70. Geburtstages erwähnt.<ref>Brief von [[Margot Kalinke]]</ref> Bis zu seinem 71. Lebensjahr war er im Sport aktiv. Als Rentner ließ ich er sich später mit seiner Frau in [[Emden]] nieder, wo er 1977 starb.
'''Paul Rauch''' (* 3. Mai 1895 in Kniegnitz, Kreis [[Liegnitz]], †  21. März 1977 in [[Emden]]) war ein deutscher Sportlehrer und einer der ersten [[Profisport|professionellen]] Tennisspieler in [[Deutschland]]. Mit dem [[Tennis]]sport kam er bereits als Schüler in [[Berlin]] in Berührung und wurde dort zusammen mit dem später sehr erfolgreichen [[Roman Najuch]] gefördert, nachdem das Talent der beiden Jungen erkannt worden war. Noch vor Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] 1914 erhielt er durch Vermittlung des Kronprinzenpaares [[Cecilie zu Mecklenburg]] und [[Wilhelm von Preußen (1882–1951)]] an den Hof des norwegischen Königs [[Haakon VII.]] in der damaligen norwegischen Hauptstadt Christiania (heute [[Oslo]]) seine erste Anstellung. Ab August 1914 war er als Soldat in [[Russland]] und [[Frankreich]] eingesetzt, bis er 1917 eine Verwundung erlitt. 1918 kehrte er nach Berlin zurück und heiratete. 1921 zog er mit seiner Familie nach [[Magdeburg]]. Danach war er Trainer der deutschen Tennisnationalmannschaft<ref>Biografie in ''50 Jahre Verband Deutscher Tennislehrer (VDT) 1911-1961''</ref> und Lehrer im Tennisclub des schwedischen Königs [[Gustav V. (Schweden)]]. 1930 wurde er Tennislehrer in [[Mannheim]]. 1934 wurde er Leiter beim [[Verband Deutscher Tennislehrer]] (VDT) für den Mitteldeutschen Gau mit Sitz in Magdeburg. Als nach der „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in Deutschland der Ausschluss aller „nichtarischen“ Mitglieder aus den Tennisvereinen erfolgte<ref name="tdld36">Hans-Jürgen Kaufhold: ''Vom Licht ins Dunkel.'' Aus: ''Tennis in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.'' 2002, S. 136–143.</ref> und diese das Land verließen, śchwanden die finanziellen Mittel der Vereine sehr schnell. Rauchs berufliche Karriere war damit in dieser Sportart beendet. Er fand nach kurzer Zeit der Arbeitslosigkeit 1935 eine Betätigung als Sportlehrer an der ehemaligen Geländesportschule der [[SA]] in [[Neustrelitz]]. 1936 ging er nach [[Breslau]], wo er Leiter des Sportamtes wurde. Im Dezember 1945 flüchtete er mit seiner Familie in den Westen, zunächst nach [[Hildesheim]] und dann nach [[Hannover]], wo er ab etwa 1950 wieder als Tennislehrer arbeiten konnte. Er wurde u.a. in einer Tageszeitung am 3. Mai 1965 anlässlich seines 70. Geburtstages erwähnt.<ref>Brief von [[Margot Kalinke]]</ref> Bis zu seinem 71. Lebensjahr war er im Sport aktiv. Als Rentner ließ ich er sich später mit seiner Frau in [[Emden]] nieder, wo er 1977 starb.


== Einzelnachweise und Anmerkungen ==
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==

Version vom 4. Dezember 2019, 14:28 Uhr

Paul Rauch (* 3. Mai 1895 in Kniegnitz, Kreis Liegnitz, † 21. März 1977 in Emden) war ein deutscher Sportlehrer und einer der ersten professionellen Tennisspieler in Deutschland. Mit dem Tennissport kam er bereits als Schüler in Berlin in Berührung und wurde dort zusammen mit dem später sehr erfolgreichen Roman Najuch gefördert, nachdem das Talent der beiden Jungen erkannt worden war. Noch vor Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 erhielt er durch Vermittlung des Kronprinzenpaares Cecilie zu Mecklenburg und Wilhelm von Preußen (1882–1951) an den Hof des norwegischen Königs Haakon VII. in der damaligen norwegischen Hauptstadt Christiania (heute Oslo) seine erste Anstellung. Ab August 1914 war er als Soldat in Russland und Frankreich eingesetzt, bis er 1917 eine Verwundung erlitt. 1918 kehrte er nach Berlin zurück und heiratete. 1921 zog er mit seiner Familie nach Magdeburg. Danach war er Trainer der deutschen Tennisnationalmannschaft[1] und Lehrer im Tennisclub des schwedischen Königs Gustav V. (Schweden). 1930 wurde er Tennislehrer in Mannheim. 1934 wurde er Leiter beim Verband Deutscher Tennislehrer (VDT) für den Mitteldeutschen Gau mit Sitz in Magdeburg. Als nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten in Deutschland der Ausschluss aller „nichtarischen“ Mitglieder aus den Tennisvereinen erfolgte[2] und diese das Land verließen, śchwanden die finanziellen Mittel der Vereine sehr schnell. Rauchs berufliche Karriere war damit in dieser Sportart beendet. Er fand nach kurzer Zeit der Arbeitslosigkeit 1935 eine Betätigung als Sportlehrer an der ehemaligen Geländesportschule der SA in Neustrelitz. 1936 ging er nach Breslau, wo er Leiter des Sportamtes wurde. Im Dezember 1945 flüchtete er mit seiner Familie in den Westen, zunächst nach Hildesheim und dann nach Hannover, wo er ab etwa 1950 wieder als Tennislehrer arbeiten konnte. Er wurde u.a. in einer Tageszeitung am 3. Mai 1965 anlässlich seines 70. Geburtstages erwähnt.[3] Bis zu seinem 71. Lebensjahr war er im Sport aktiv. Als Rentner ließ ich er sich später mit seiner Frau in Emden nieder, wo er 1977 starb.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Biografie in 50 Jahre Verband Deutscher Tennislehrer (VDT) 1911-1961
  2. Hans-Jürgen Kaufhold: Vom Licht ins Dunkel. Aus: Tennis in Deutschland. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. 2002, S. 136–143.
  3. Brief von Margot Kalinke

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Paul Rauch) vermutlich nicht.

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