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Großer Sprung nach vorn: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Mao Tse Tung]], der Gründer der Volksrepublik China, dürfte mit diesem Plan und seinen Folgen als der größte Massenmörder der Weltgeschichte in die Annalen eingehen. <ref>Frank Dikötter Mao's great famine: the history of China's most devastating catastrophe, 1958-62. Bloombury publishing 2010 ISBN 978-1-4088-1003-3 </ref> | |||
http://www. | Ziel des zweiten Fünfjahresplans von Mao Tse Tung war es, die Produktivität in der Landwirtschaft durch die Schaffung von Großbetrieben zu erhöhen und damit den Arbeitskräftebedarf der Landwirtschaft zu senken. Die freigesetzten Arbeiter sollten dann für den weiteren Aufbau des Landes beschäftigt werden. Anders als die Sowjetunion, die den Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung auf zentralisierte Großbetriebe legte, setzte die Volksrepublik China auf kleine dezentrale Betriebe, in denen versucht wurde, hohen Kapitaleinsatz beim Einsatz moderner Maschinen durch verstärkten Einsatz zusätzlicher Mitarbeiter mit einfacheren Maschinen zu ersetzen. | ||
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Der Versuch, Stahl in kleinen dezentralen Hochöfen auf dem Lande zu produzieren, war ein kompletter Fehlschlag und wurde schnell wieder eingestellt. Während des großen Sprungs nach vorn kam es in der Bevölkerung zur großen Hungersnot (1959 bis 1961). Es gab in diesen Jahren in China zwar auch schwere Überschwemmungen und Trockenperioden jedoch das Ausmaß dieser Hungersnot war aber wesentlich durch diesen politischen Fehler bedingt. | |||
Der in Hongkong lebende Historiker Frank Dikötter erklärte auf dem “The Independent Woodstock Literary” – Festival, dass während des von Mao 1958 propagierten “Grossen Sprung nach Vorne” mindestens 45 Millionen Menschen in nur vier Jahren, “einer der größten Katastrophen der Menschheit”, umkamen. <ref>http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/news/maos-great-leap-forward-killed-45-million-in-four-years-2081630.html </ref> | |||
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Version vom 7. November 2011, 13:11 Uhr
Großer Sprung nach vorn war das Motto der zweiten Fünfjahresplanung der Volksrepublik China in Jahren 1958 bis 1963.
Mao Tse Tung, der Gründer der Volksrepublik China, dürfte mit diesem Plan und seinen Folgen als der größte Massenmörder der Weltgeschichte in die Annalen eingehen. [1]
Ziel des zweiten Fünfjahresplans von Mao Tse Tung war es, die Produktivität in der Landwirtschaft durch die Schaffung von Großbetrieben zu erhöhen und damit den Arbeitskräftebedarf der Landwirtschaft zu senken. Die freigesetzten Arbeiter sollten dann für den weiteren Aufbau des Landes beschäftigt werden. Anders als die Sowjetunion, die den Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung auf zentralisierte Großbetriebe legte, setzte die Volksrepublik China auf kleine dezentrale Betriebe, in denen versucht wurde, hohen Kapitaleinsatz beim Einsatz moderner Maschinen durch verstärkten Einsatz zusätzlicher Mitarbeiter mit einfacheren Maschinen zu ersetzen.
Der Versuch, Stahl in kleinen dezentralen Hochöfen auf dem Lande zu produzieren, war ein kompletter Fehlschlag und wurde schnell wieder eingestellt. Während des großen Sprungs nach vorn kam es in der Bevölkerung zur großen Hungersnot (1959 bis 1961). Es gab in diesen Jahren in China zwar auch schwere Überschwemmungen und Trockenperioden jedoch das Ausmaß dieser Hungersnot war aber wesentlich durch diesen politischen Fehler bedingt.
Der in Hongkong lebende Historiker Frank Dikötter erklärte auf dem “The Independent Woodstock Literary” – Festival, dass während des von Mao 1958 propagierten “Grossen Sprung nach Vorne” mindestens 45 Millionen Menschen in nur vier Jahren, “einer der größten Katastrophen der Menschheit”, umkamen. [2]
Eizelnachweis
- ↑ Frank Dikötter Mao's great famine: the history of China's most devastating catastrophe, 1958-62. Bloombury publishing 2010 ISBN 978-1-4088-1003-3
- ↑ http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/news/maos-great-leap-forward-killed-45-million-in-four-years-2081630.html
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