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Flechten: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Flechten''' (''Lichenes'') sind Doppelwesen, die aus zwei Partnerlebewesen bestehen, aus einem (meist niederen) Pilz (''Mykobiont'') und einer Alge (''Phytobiont'' oder auch ''Photobiont''). Die Flechten erreichen durch diese Lebensgemeinschaft Eigenschaften, zu denen die jeweiligen Einzellebewesen nicht imstande wären. So können Flechten an Orten überleben, die den Symbiosepartnern als Lebensraum nicht zugänglich wären, dazu gehören besonders nährstoffarme (Felsen), heiße, kalte oder trockene Standorte (Wüsten, Arktis).
[[Datei:Cladonia3.jpg|thumb|300px| Becherflechte (''Cladonia'' ssp.)]]
''Die '''Flechten''' (''Lichenes'') sind Doppelwesen, die aus zwei Partnerlebewesen bestehen, aus einem (meist niederen) Pilz (''Mykobiont'') und einer Alge (''Phytobiont'' oder auch ''Photobiont''). Die Flechten erreichen durch diese Lebensgemeinschaft Eigenschaften, zu denen die jeweiligen Einzellebewesen nicht imstande wären. So können Flechten an Orten überleben, die den Symbiosepartnern als Lebensraum nicht zugänglich wären, dazu gehören besonders nährstoffarme (Felsen), heiße, kalte oder trockene Standorte (Wüsten, Arktis).


Sie gehören aufgrund ihrer Überlebensstrategie zu den Erstbesiedlern unwirtlicher Gegenden und bereiten dort im wahrsten Sinne den Boden für die weitere Besiedlung durch höhere Pflanzen. Hierzu bedienen sich die Flechten zahlreicher besonderer biochemischer Mittel, insbesondere der [[Flechtensäuren]], mit denen sie im Laufe der Jahrhunderte in der Lage sind, selbst härtesten Fels zu zersetzen und zu Erde zu verarbeiten.
Sie gehören aufgrund ihrer Überlebensstrategie zu den Erstbesiedlern unwirtlicher Gegenden und bereiten dort im wahrsten Sinne den Boden für die weitere Besiedlung durch höhere Pflanzen. Hierzu bedienen sich die Flechten zahlreicher besonderer biochemischer Mittel, insbesondere der [[Flechtensäuren]], mit denen sie im Laufe der Jahrhunderte in der Lage sind, selbst härtesten Fels zu zersetzen und zu Erde zu verarbeiten.

Version vom 11. Juni 2011, 08:25 Uhr

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehlt
Becherflechte (Cladonia ssp.)

Die Flechten (Lichenes) sind Doppelwesen, die aus zwei Partnerlebewesen bestehen, aus einem (meist niederen) Pilz (Mykobiont) und einer Alge (Phytobiont oder auch Photobiont). Die Flechten erreichen durch diese Lebensgemeinschaft Eigenschaften, zu denen die jeweiligen Einzellebewesen nicht imstande wären. So können Flechten an Orten überleben, die den Symbiosepartnern als Lebensraum nicht zugänglich wären, dazu gehören besonders nährstoffarme (Felsen), heiße, kalte oder trockene Standorte (Wüsten, Arktis).

Sie gehören aufgrund ihrer Überlebensstrategie zu den Erstbesiedlern unwirtlicher Gegenden und bereiten dort im wahrsten Sinne den Boden für die weitere Besiedlung durch höhere Pflanzen. Hierzu bedienen sich die Flechten zahlreicher besonderer biochemischer Mittel, insbesondere der Flechtensäuren, mit denen sie im Laufe der Jahrhunderte in der Lage sind, selbst härtesten Fels zu zersetzen und zu Erde zu verarbeiten.

Pilzpartner (Mykobiont)

Pflanzenpartner (Photobiont, Phytobiont)

Ökologie

Flechten reagieren- je nach Art- sehr empfindlich auf Umweltveränderungen (z.B. Luftverschmutzung) und dienen deshalb in der Umweltforschung oftmals als Indikatoren für eine bestimmte Güte/ Qualität der Umweltsituation.