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Polizei-Bataillon 310 (zuvor Pol.–Ausbildungs-Batl. Oranienburg; ab 1. Aug. 1942 III./SS-Pol.-Rgt. 15). – Kriegstagebuch Nr. 1 für die Zeit vom 1. Okt. 1940 bis 24. Nov. 1942 über den Einsatz im Generalgouvernement und in Russland, mit Anlagen, nach: Документы обвиняют: Сб.док. О чудовищных преступлениях немецко-фашистских захватчиков на советских территориях. Вып. ІІ. – М. : ОГИЗ, Госполитиздат, 1945. – С.7-38. | Polizei-Bataillon 310 (zuvor Pol.–Ausbildungs-Batl. Oranienburg; ab 1. Aug. 1942 III./SS-Pol.-Rgt. 15). – Kriegstagebuch Nr. 1 für die Zeit vom 1. Okt. 1940 bis 24. Nov. 1942 über den Einsatz im Generalgouvernement und in Russland, mit Anlagen, nach: Документы обвиняют: Сб.док. О чудовищных преступлениях немецко-фашистских захватчиков на советских территориях. Вып. ІІ. – М. : ОГИЗ, Госполитиздат, 1945. – С.7-38. | ||
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Version vom 26. Oktober 2022, 11:01 Uhr
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Operation Dreieck
Die Aufstellung des Bataillons soll am 17. August 1940 erfolgt sein. An diesem Tag ordnete der Chef, der in der brandenburgischen Stadt Oranienburg aufgestellten Ausbildungsbataillone, an, dass das Oranienburger Ausbildungsbataillon als Teil des Regiments Nord in Polizeibataillon 310 umbenannt wird.
Am 14.September 1940 wurde das Regiment nach Polen, in die Stadt Tschenstochau, verlegt. Nach Ausbruch des Krieges gegen die UdSSR wurde diese Polizeieinheit in den Kämpfen bei Opotschka, Pskow und Staraja Russa eingesetzt. Im Sommer 1942 wurde das stark dezimierte Regiment von der Front abgezogen und in den rückwärtigen Bereich verlegt.
Am 9. Juli 1942 erhielt das Regiment auf Befehl des deutschen Chefs die Ordnungsnummer 15. Von diesem Zeitpunkt an bestand das Regiment aus drei Bataillonen – dem 305., 306. und 310. als Bataillon I, II und III. Das letztgenannte Bataillon, das sich aus der 9., 10. und 11. Kompanie zusammensetzte, nahm im Herbst 1942 aktiv am Massenmord an der Zivilbevölkerung in der weißrussischen Polesie teil.
Die Strafexpedition trug den Codenamen "Dreieck". Sie begann am 5.September 1942.
Das dritte Bataillon verfügte über einen Panzerabwehrzug, einen motorisierten Gendarmeriezug und zwei Rucksackfunkgeräte. Der Gefechtsstand wurde zunächst in der Stadt Kobrin eingerichtet. Die 9. Kompanie war in den Dörfern Chernyany, Novosjolki, Kreis Brest, und Ozyaty, Kreis Schabinka, stationiert. Die 10. Kompanie war in den Siedlungen Schabinka, Staroye Selo und Sabolotye, Kreis Schabinka, stationiert. Die 11. Kompanie war in den Siedlungen Welikorita, Kreis Malorita, Podlesie, Kreis Brest, und Radvanichi, Kreis Schabinka, stationiert. Eine der ersten Strafaktionen wurde laut dem "Kriegstagebuch" des 310.(III) Bataillons des 15. Polizeiregiments am 11. September 1942 durchgeführt. An diesem Tag, so heißt es in dem Dokument, "arbeiteten" alle außer der 10.Kompanie. Die 9. Kompanie ermordete eine Gruppe von 60 Personen in dem Dorf Czernyany, die "regelmäßig Partisanen geholfen haben". Die 11. Kompanie brannte zwei Höfe in dem Dorf Radvanichi nieder und erschoss eine Frau, die "für Partisanen spionierte". Das Kriegstagebuch schweigt sich über die Aktionen der 10. Kompanie aus, die von Hauptmann Sauer und seinem Stellvertreter, Oberleutnant Müller, geführt wurden. In der Zwischenzeit verließ diese wahrhaft blutige Kompanie im Morgengrauen des 11. September 1942 Schabinka und machte sich auf den Weg nach Norden in Richtung Dremlevo.
Die Operation Dreieck wurde Ende November 1942 abgeschlossen.
Nach eigenen Angaben wurden in dieser Zeit 44837 Sowjetbürger hingerichtet, von denen nur 113 als Partisanen galten.
Weitere Verbrechen der 10. Kompanie
Die Ereignisse vom 11. September 1942 in Dremlevo waren das erste Massaker an Zivilisten während der "Operation Dreieck". Laut dem "Gefechtsbuch des 310g (III) Bataillons des 15. Polizeiregiments" war die 10. Kompanie die brutalste während der gesamten Operation. Auf sein Konto gingen die Vernichtung der Dörfer Borki (23. September) und Zieloni Budy (9. Oktober, dieses Dorf wurde nach dem Krieg nicht wiederbelebt), Erschießungen in Perelumie, Ozyaty, Antonowo, Lyacivtsi, Korostowka. Am 21. Oktober ermordete die 10. Kompanie 461 Juden in der Nähe der Autobahn Brest-Moskau (44. km von Brest). Im Herbst 2004 wurde an dieser Stelle in der Nähe des Dorfes Chodosy im Bezirk Schabinka ein Denkmal enthüllt. Am 27. Oktober hat die 10. Kompanie in der Nähe von Zhabinka "500 Einwanderer aus der Sowjetunion vernichtet". Drei Tage später wurde diese Kompanie nach Pinsk entsandt, um das Ghetto Pinsk zu zerstören. In vier Tagen liquidierte die Polizei etwa 17 Tausend Juden in der Siedlung Dobraia Volia.
Im Dezember 1942 wurde das 15. Polizeiregiment erneut an die Front geschickt, in das Gebiet von Woronesch und Stalingrad. Doch schon einen Monat später war es praktisch zerdrückt. Am 24. Februar 1943 wurde das 15. Regiment erneut aufgestellt, dieses Mal als Teil der SS. Im August verlegte sie nach Italien und war in Turin, Mailand und Triest stationiert. Das Regiment legte schließlich vor den anrückenden britischen Truppen die Waffen nieder.
Einzelnachweise
Ortsansässiger Historiker: Анатоль Бензеярук (Anatol Benzyaruk)
Polizei-Bataillon 310 (zuvor Pol.–Ausbildungs-Batl. Oranienburg; ab 1. Aug. 1942 III./SS-Pol.-Rgt. 15). – Kriegstagebuch Nr. 1 für die Zeit vom 1. Okt. 1940 bis 24. Nov. 1942 über den Einsatz im Generalgouvernement und in Russland, mit Anlagen, nach: Документы обвиняют: Сб.док. О чудовищных преступлениях немецко-фашистских захватчиков на советских территориях. Вып. ІІ. – М. : ОГИЗ, Госполитиздат, 1945. – С.7-38.
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Operation Dreieck) vermutlich nicht.