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:''"Dies ist eines der ergreifendsten Stücke elegischer Musik in der gesamten Musikgeschichte. Es ist große Musik, eigentlich ein soziales Dokument. (...) Es reduziert die Reaktion des Hörers auf eine einzige Emotion, die so tief ist wie einen das Herz tragen kann."'' <ref>Im Original: ''"This is one of the most gripping pieces of elegiac composition in the history of music. It ist great music, rather a social document. (...) It reduces all one`s reactions to a single emotion about as deep as the heart can bear."''</ref>
:''"Dies ist eines der ergreifendsten Stücke elegischer Musik in der gesamten Musikgeschichte. Es ist große Musik, eigentlich ein soziales Dokument. (...) Es reduziert die Reaktion des Hörers auf eine einzige Emotion, die so tief ist wie einen das Herz tragen kann."'' <ref>Im Original: ''"This is one of the most gripping pieces of elegiac composition in the history of music. It ist great music, rather a social document. (...) It reduces all one`s reactions to a single emotion about as deep as the heart can bear."''</ref>
* Die Orchesterpremiere des Werkes in den [[USA]] am 23. Januar 1948 wurde weniger gut rezensiert. ''Alfred Price Quinn'' schrieb in der jüdischen Zeitung ''B`nai B´rith Messenger'' u.a.:
* Die Orchesterpremiere des Werkes in den [[USA]] am 23. Januar 1948 wurde weniger gut rezensiert. ''Alfred Price Quinn'' schrieb in der jüdischen Zeitung ''B`nai B´rith Messenger'' u.a.:
:''"Komponisten von Zeisl`s Kaliber wachsen in Wien wie Bananen. (...) Dies Requiem ist nicht besonders bedeutsam. Die Vielzahl von übermäßigen Sekunden offenbart eine beschränkte Erfahrung des Komponisten beim Schreiben von Chormusik. Die Schlussfuge ist der mit Abstand beeindruckendste Teil des Werkes."'' <ref>Im Original: ''"Composers of Zeisl`s calibre grow in Vienna like bananas. (...) This Requiem is not especially significant. Its multitude of augmented seconds discloses a limited experience in writing for chorus. The final fugue is by far the most impressive section of the work."''</ref>
:''"Komponisten von Zeisl`s Kaliber wachsen in Wien wie Bananen. (...) Dies Requiem ist nicht besonders bedeutsam. Die Vielzahl von übermäßigen Sekunden offenbart eine beschränkte Erfahrung des Komponisten beim Schreiben von Chormusik. Die Schlussfuge ist der mit Abstand beeindruckendste Teil des Werkes."'' <ref>Im Original: ''"Composers of Zeisl`s calibre grow in Vienna like bananas. (...) This Requiem is not especially significant. Its multitude of augmented seconds discloses a limited experience in writing for chorus. The final fugue is by far the most impressive section of the work."'' (nach Malcolm S. Cole und Barbara M. Barclay: ''Armseelchen - The Life and Music of Eric Zeisl'', Greenwood Press, 1984, S. 53)</ref>
== Links und Quellen ==
== Links und Quellen ==
Version vom 11. März 2016, 20:12 Uhr
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Das Requiem Ebraico ist eine Komposition des jüdischen Komponisten Erich Zeisl aus dem Jahr 1945. Es ist heute Zeisls bekannteste Komposition, und gilt als eines der wichtigsten musikalischen Werke der Holocausterinnerung. [1]
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich floh Zeisl über Paris nach New York, und ging später nach Kalifornien. Dort machte er sich als Komponist für Soundtracks von Hollywood-Filmen einen Namen. Er unterrichtete auch am Los Angeles City College, instrumentierte als Auftragsarbeit Werke anderer Komponisten und schrieb weiterhin eigene Kompositionen für den Konzertsaal.
Anfang 1945 bekam er den Auftrag, den Psalm 92 für ein interkulturelles Konzert, bei dem sich die drei abrahamitischenReligionen musikalisch vorstellen sollten, als jüdischen Beitrag zu vertonen. Als er kurz darauf die Nachricht bekam, dass sein Vater Siegmund Ziesl und andere Verwandte und Freunde in Treblinka und anderen Vernichtungslagern ermordet worden waren, beschloss er, die geplante Komposition als Requiem zu vertonen. [2]Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Datei fehltAnfang des Requiem Ebraico
Er schrieb im Juli 1945 zu seiner Motivation zu dem Werk u.a.:
"Ich schrieb das Werk in Erinnerung an meinen Vater, ein Opfer der Nazis. Seine Trauer und Stimmung ist heute - dies kann ich mit vollster Überzeugung aussprechen - in jedem jüdischen Herz vorhanden. Dies mag Aufführungen auch außerhalb der Synagoge sichern."[3]
Das Werk wurde dann am 8. April 1945 in der Hollywood First Methodist Church in Los Angeles mit großem Erfolg vor über 2.000 Zuhörern ohne Orchester und mit Orgelbegleitung uraufgeführt. Es sang dabei der Fairfax Temple Choir unter Leitung von Hugo Strelitzer. [4]
Zeisls Verleger wolte das Requiem Ebraico anfänglich nicht drucken, weil er weder im Konzertsaal noch in der Synagoge große Erfolgsaussichten für die Komposition sah. Im Jahr 1946 wurde das Requiem Ebraico dann doch bei der Transcontinental Music Corporation herausgebracht.
Musik
Das circa 22-minütige Werk ist besetzt für Solostimmen (Sopran, Alt und Bariton), vierstimmigen gemischten Chor, Orgel und Orchester. Man kann es wahlweise auch ohne Orchester mit Klavier- oder Orgelbegleitung aufführen. [5]
Das Werk beruht auf dem jüdischen Text von Psalm 92 (Tov l’hodot), und ist in fünf Abschnitte gegliedert:
Colin Sabiston von der Zeitung Toronto Globe and Mail lobte das Werk anlässlich einer Aufführung in Toronto am 25. März 1947 u.a. mit folgenden Worten:
"Dies ist eines der ergreifendsten Stücke elegischer Musik in der gesamten Musikgeschichte. Es ist große Musik, eigentlich ein soziales Dokument. (...) Es reduziert die Reaktion des Hörers auf eine einzige Emotion, die so tief ist wie einen das Herz tragen kann."[7]
Die Orchesterpremiere des Werkes in den USA am 23. Januar 1948 wurde weniger gut rezensiert. Alfred Price Quinn schrieb in der jüdischen Zeitung B`nai B´rith Messenger u.a.:
"Komponisten von Zeisl`s Kaliber wachsen in Wien wie Bananen. (...) Dies Requiem ist nicht besonders bedeutsam. Die Vielzahl von übermäßigen Sekunden offenbart eine beschränkte Erfahrung des Komponisten beim Schreiben von Chormusik. Die Schlussfuge ist der mit Abstand beeindruckendste Teil des Werkes."[8]
↑Malcolm S. Cole und Barbara M. Barclay: Armseelchen - The Life and Music of Eric Zeisl, Greenwood Press, 1984, S. 50 und 51
↑Gertrude Susanne Zeisl: Eric Zeisl - His life and music / Gertrude Susanne Zeisl interviewed by Malcolm S. Cole, University of California, 1978, S. 246 bis 248
↑Manuela Schwartz im CD-Booklet der Einspielung des Werkes unter Decca 460 211-2 aus dem Jahr 1998
↑Im Original: "This is one of the most gripping pieces of elegiac composition in the history of music. It ist great music, rather a social document. (...) It reduces all one`s reactions to a single emotion about as deep as the heart can bear."
↑Im Original: "Composers of Zeisl`s calibre grow in Vienna like bananas. (...) This Requiem is not especially significant. Its multitude of augmented seconds discloses a limited experience in writing for chorus. The final fugue is by far the most impressive section of the work." (nach Malcolm S. Cole und Barbara M. Barclay: Armseelchen - The Life and Music of Eric Zeisl, Greenwood Press, 1984, S. 53)
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