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Kostenlose Benutzung des ÖPNV: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahbereich''' ist eine zunehmend häufiger gestellte politische Forderung. Oft wird diese Forderung mit dem Schlagworten [[Verkehrswende]] und ''Recht auf Mobilität''<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Kostenfreier_Nahverkehr</ref> verbunden. Erste Schritte dazu werden bereits auf unterschiedlichen Ebenen unternommen. Der nächste Schritt besteht in der Abkehr vom Konzept ''[[Autogerechte Stadt]]'' und in einem konsequenten Ausstieg aus der individuellen Automobilität, was bereits viele Autoren vorschlagen. Um dies aber zu erreichen, wäre es sinnvoll und wohl auch notwendig den [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Personennahverkehr]] (ÖPNV) systematisch auszubauen und dann für alle flächendeckend "kostenlos" anzubieten. Das soll kein Schritt in Richtung [[Sozialismus]] sein, sondern es erscheint als eine denkbare Option. Die Idee eines kostenfreien Nahverkehrs wurde erstmals in den 1970er Jahren formuliert.<ref>[https://www.researchgate.net/publication/256505958_Verkehrspolitik_unter_dem_Druck_der_Strae._Die_Dortmunder_Fahrpreisunruhen_von_1971?ev=prf_pub Hans-Heinrich Bass: Verkehrspolitik unter dem Druck der Straße, in: ''Werkstatt Geschichte'', hrsg. vom Verein für kritische Geschichtsschreibung e.V., Nr. 61: „geschichte und kritik“, 2013, S. 49–64.]</ref> | Die '''kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahbereich''' ist eine zunehmend häufiger gestellte politische Forderung. Oft wird diese Forderung mit dem Schlagworten [[Verkehrswende]] und ''Recht auf Mobilität''<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Kostenfreier_Nahverkehr</ref> verbunden. Erste Schritte dazu werden bereits auf unterschiedlichen Ebenen unternommen. Der nächste Schritt besteht in der Abkehr vom Konzept ''[[Autogerechte Stadt]]''<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Autogerechte_Stadt</ref> und in einem konsequenten Ausstieg aus der individuellen Automobilität, was bereits viele Autoren vorschlagen. Um dies aber zu erreichen, wäre es sinnvoll und wohl auch notwendig den [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Personennahverkehr]] (ÖPNV) systematisch auszubauen und dann für alle flächendeckend "kostenlos" anzubieten. Das soll kein Schritt in Richtung [[Sozialismus]] sein, sondern es erscheint als eine denkbare Option. Die Idee eines kostenfreien Nahverkehrs wurde erstmals in den 1970er Jahren formuliert.<ref>[https://www.researchgate.net/publication/256505958_Verkehrspolitik_unter_dem_Druck_der_Strae._Die_Dortmunder_Fahrpreisunruhen_von_1971?ev=prf_pub Hans-Heinrich Bass: Verkehrspolitik unter dem Druck der Straße, in: ''Werkstatt Geschichte'', hrsg. vom Verein für kritische Geschichtsschreibung e.V., Nr. 61: „geschichte und kritik“, 2013, S. 49–64.]</ref> | ||
Eine Jahreskarte für ganz [[Wien]] zum Preis von 365 Euro - also für 1 Euro pro Tag - wurde am 1. Mai 2012 eingeführt. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer in Wien hat sich in den folgenden zehn Jahren nahezu verdreifacht. Sie stieg von 363.000 auf 850.000 im Jahr 2019, dies aber hauptsächlich durch Umsteiger aus anderen Tarifen, ohne massiv Neukunden anzusprechen oder mehr Fahrten zu generieren. Für mehr Fahrgäste sorgte der weitere Angebotsausbau.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000106413741/nicht-365-euro-jahreskarte-sondern-angebot-macht-wiens-oeffis-attraktiv |titel=Laut Studie macht nicht 365-Euro-Ticket, sondern das Angebot Wiens Öffis attraktiv |werk=[[Der Standard]] |datum=2019-07-18 |zugriff=2024-04-19}}</ref> 2019 wollte auch [[Berlin]]s Bürgermeister [[Michael Müller]] (SPD, 2014-2021) eine 365-Euro-Jahreskarte einführen. Im [[Land Salzburg|Bundesland Salzburg]] wurde zum 1. [[Jänner]] 2020 unter dem Namen ''myRegio Jahresticket'' eine Jahreskarte eingeführt, welche für eine Region des Bundeslandes 365 Euro kostete.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/365-Euro-Ticket</ref> | Eine Jahreskarte für ganz [[Wien]] zum Preis von 365 Euro - also für 1 Euro pro Tag - wurde am 1. Mai 2012 eingeführt. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer in Wien hat sich in den folgenden zehn Jahren nahezu verdreifacht. Sie stieg von 363.000 auf 850.000 im Jahr 2019, dies aber hauptsächlich durch Umsteiger aus anderen Tarifen, ohne massiv Neukunden anzusprechen oder mehr Fahrten zu generieren. Für mehr Fahrgäste sorgte der weitere Angebotsausbau.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000106413741/nicht-365-euro-jahreskarte-sondern-angebot-macht-wiens-oeffis-attraktiv |titel=Laut Studie macht nicht 365-Euro-Ticket, sondern das Angebot Wiens Öffis attraktiv |werk=[[Der Standard]] |datum=2019-07-18 |zugriff=2024-04-19}}</ref> 2019 wollte auch [[Berlin]]s Bürgermeister [[Michael Müller]] (SPD, 2014-2021) eine 365-Euro-Jahreskarte einführen. Im [[Land Salzburg|Bundesland Salzburg]] wurde zum 1. [[Jänner]] 2020 unter dem Namen ''myRegio Jahresticket'' eine Jahreskarte eingeführt, welche für eine Region des Bundeslandes 365 Euro kostete.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/365-Euro-Ticket</ref> | ||
Aktuelle Version vom 19. April 2024, 17:45 Uhr
Die kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahbereich ist eine zunehmend häufiger gestellte politische Forderung. Oft wird diese Forderung mit dem Schlagworten Verkehrswende und Recht auf Mobilität[1] verbunden. Erste Schritte dazu werden bereits auf unterschiedlichen Ebenen unternommen. Der nächste Schritt besteht in der Abkehr vom Konzept Autogerechte Stadt[2] und in einem konsequenten Ausstieg aus der individuellen Automobilität, was bereits viele Autoren vorschlagen. Um dies aber zu erreichen, wäre es sinnvoll und wohl auch notwendig den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) systematisch auszubauen und dann für alle flächendeckend "kostenlos" anzubieten. Das soll kein Schritt in Richtung Sozialismus sein, sondern es erscheint als eine denkbare Option. Die Idee eines kostenfreien Nahverkehrs wurde erstmals in den 1970er Jahren formuliert.[3]
Eine Jahreskarte für ganz Wien zum Preis von 365 Euro - also für 1 Euro pro Tag - wurde am 1. Mai 2012 eingeführt. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer in Wien hat sich in den folgenden zehn Jahren nahezu verdreifacht. Sie stieg von 363.000 auf 850.000 im Jahr 2019, dies aber hauptsächlich durch Umsteiger aus anderen Tarifen, ohne massiv Neukunden anzusprechen oder mehr Fahrten zu generieren. Für mehr Fahrgäste sorgte der weitere Angebotsausbau.[4] 2019 wollte auch Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD, 2014-2021) eine 365-Euro-Jahreskarte einführen. Im Bundesland Salzburg wurde zum 1. Jänner 2020 unter dem Namen myRegio Jahresticket eine Jahreskarte eingeführt, welche für eine Region des Bundeslandes 365 Euro kostete.[5]
Trivia
Ein bekanntes Zitat aus den 1970er Jahren lautet sinngemäß: „Kaufen Sie eine Schachtel Zigaretten, in der sich nur eine Zigarette befindet? Nein ? Aber beim Auto ist das so: Darin sitzt meist nur eine Person.“
Einzelnachweise
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Kostenfreier_Nahverkehr
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Autogerechte_Stadt
- ↑ Hans-Heinrich Bass: Verkehrspolitik unter dem Druck der Straße, in: Werkstatt Geschichte, hrsg. vom Verein für kritische Geschichtsschreibung e.V., Nr. 61: „geschichte und kritik“, 2013, S. 49–64.
- ↑ Laut Studie macht nicht 365-Euro-Ticket, sondern das Angebot Wiens Öffis attraktiv. In: Der Standard. 2019-07-18. Abgerufen am 19. April 2024.
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/365-Euro-Ticket
Andere Lexika
Wikipedia kennt dieses Lemma (Kostenlose Benutzung des ÖPNV) vermutlich nicht.
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