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Kostenlose Benutzung des ÖPNV: Unterschied zwischen den Versionen

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Joachen Langhans (Diskussion | Beiträge)
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{{Theoriefindung}}
Die '''kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahbereich''' ist eine zunehmend häufiger gestellte politische Forderung. Oft wird diese Forderung mit dem Schlagworten [[Verkehrswende]] und ''Recht auf Mobilität''<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Kostenfreier_Nahverkehr</ref> verbunden. Erste Schritte dazu werden bereits auf unterschiedlichen Ebenen unternommen. Der nächste Schritt besteht in der Abkehr vom Konzept ''[[Autogerechte Stadt]]''<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Autogerechte_Stadt</ref> und in einem konsequenten Ausstieg aus der individuellen Automobilität, was bereits viele Autoren vorschlagen. Um dies aber zu erreichen, wäre es sinnvoll und wohl auch notwendig den [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Personennahverkehr]] (ÖPNV) systematisch auszubauen und dann für alle flächendeckend "kostenlos" anzubieten. Das soll kein Schritt in Richtung [[Sozialismus]] sein, sondern es erscheint als eine denkbare Option. Die Idee eines kostenfreien Nahverkehrs wurde erstmals in den 1970er Jahren formuliert.<ref>[https://www.researchgate.net/publication/256505958_Verkehrspolitik_unter_dem_Druck_der_Strae._Die_Dortmunder_Fahrpreisunruhen_von_1971?ev=prf_pub Hans-Heinrich Bass: Verkehrspolitik unter dem Druck der Straße, in: ''Werkstatt Geschichte'', hrsg. vom Verein für kritische Geschichtsschreibung e.V., Nr. 61: „geschichte und kritik“, 2013, S. 49–64.]</ref>
Die Verkehrswende ist eingeleitet und erste Schritte werden bereits unternommen. Dabei gilt es allerdings, folgende Tatsache einmal genauer ins Auge zu fassen: Würde man "alle" Autos auf Elektromobilität oder Wasserstoffmobilität umstellen, bräuchten wir etwa "sechs Mal mehr Strom"!, wie [[Harald Lesch]] einmal vorgerechnet hat. Lesch selbst hofft zwar auf den Durchbruch in der Fusionstechnologie, aber da sind unter Umständen vielleicht doch erhebliche Zweifel angebracht. Was in über 30 Jahren intensiver Forschung nicht gelang, gelingt vielleicht auch in den "nächsten" 30 Jahren nicht. Was wir auf keinen Fall tun sollten, ist, uns auf diese mehr als vage Option zu verlassen. Sechs Mal mehr Strom wird es aber dann nicht geben, da braucht man kein Hellseher zu sein. Denn wir wollen je unbedingt ökologischen Strom, und keine Kernkraft oder anderes. Damit wird aus dem Traum vom ökologischen Auto nichts. Das Automobil entpuppt sich jetzt als ein Weg in die Sackgasse. Die einzige Möglichkeit besteht hier praktisch in einem konsequneten "Ausstieg" aus der Automobilität, so der Philosoph [[Joachim Stiller]]. Um dies aber zu erreichen, wäre es sinnvoll und wohl auch notwendig, einmal ganz neue Wege zu gehen. Stiller schlägt daher vor, einmal ernsthaft darüber nachzugendken, ob man nicht den öffentlichen Personennahverkehr systematisch ausbaut und dann für alle flächendekcntend "kostenlos" anbietet. Das soll kein Schritt in Richtung [[Sozialismus]] sein, sondern es erscheint hier praktisch als so ziemlich einzige noch denkbare Option "überhaupt".


== Weblinks ==
Eine Jahreskarte für ganz [[Wien]] zum Preis von 365 Euro - also für 1 Euro pro Tag - wurde am 1.&nbsp;Mai 2012 eingeführt. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer in Wien hat sich in den folgenden zehn Jahren nahezu verdreifacht. Sie stieg von 363.000 auf 850.000 im Jahr 2019, dies aber hauptsächlich durch Umsteiger aus anderen Tarifen, ohne massiv Neukunden anzusprechen oder mehr Fahrten zu generieren. Für mehr Fahrgäste sorgte der weitere Angebotsausbau.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000106413741/nicht-365-euro-jahreskarte-sondern-angebot-macht-wiens-oeffis-attraktiv |titel=Laut Studie macht nicht 365-Euro-Ticket, sondern das Angebot Wiens Öffis attraktiv |werk=[[Der Standard]] |datum=2019-07-18 |zugriff=2024-04-19}}</ref> 2019 wollte auch [[Berlin]]s Bürgermeister [[Michael Müller]] (SPD, 2014-2021) eine 365-Euro-Jahreskarte einführen. Im [[Land Salzburg|Bundesland Salzburg]] wurde zum 1. [[Jänner]] 2020 unter dem Namen ''myRegio Jahresticket'' eine Jahreskarte eingeführt, welche für eine Region des Bundeslandes 365 Euro kostete.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/365-Euro-Ticket</ref>
* [https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/lesch-und-co-litiumakku-vs-brennstoffzelle-100.html Harald Lesch: Ist das Wasserstoffauto tot?]
* [https://efahrer.chip.de/news/Harald-Lesch-irrt-sich-Warum-die-Brennstoffzelle-nicht-die-Zukunft-ist_10815 Warum sich Harald Lesch irrt]


(Fpr den Artikel zeichnet allein verantwortlich [[Joachim Stiller]])
== Trivia ==
Ein bekanntes Zitat aus den 1970er Jahren lautet sinngemäß: „Kaufen Sie eine Schachtel Zigaretten, in der sich nur eine Zigarette befindet? Nein ? Aber beim Auto ist das so: Darin sitzt meist nur eine Person.“


== Einzelnachweise ==
<references />
{{PPA-Zirkon}}
[[Kategorie:Öffentlicher Personennahverkehr]]
[[Kategorie:Öffentlicher Personennahverkehr]]
[[Kategorie:Joachim Stiller]]
[[Kategorie:Vorschlag]]

Aktuelle Version vom 19. April 2024, 17:45 Uhr

Die kostenlose Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahbereich ist eine zunehmend häufiger gestellte politische Forderung. Oft wird diese Forderung mit dem Schlagworten Verkehrswende und Recht auf Mobilität[1] verbunden. Erste Schritte dazu werden bereits auf unterschiedlichen Ebenen unternommen. Der nächste Schritt besteht in der Abkehr vom Konzept Autogerechte Stadt[2] und in einem konsequenten Ausstieg aus der individuellen Automobilität, was bereits viele Autoren vorschlagen. Um dies aber zu erreichen, wäre es sinnvoll und wohl auch notwendig den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) systematisch auszubauen und dann für alle flächendeckend "kostenlos" anzubieten. Das soll kein Schritt in Richtung Sozialismus sein, sondern es erscheint als eine denkbare Option. Die Idee eines kostenfreien Nahverkehrs wurde erstmals in den 1970er Jahren formuliert.[3]

Eine Jahreskarte für ganz Wien zum Preis von 365 Euro - also für 1 Euro pro Tag - wurde am 1. Mai 2012 eingeführt. Die Zahl der Jahreskartenbesitzer in Wien hat sich in den folgenden zehn Jahren nahezu verdreifacht. Sie stieg von 363.000 auf 850.000 im Jahr 2019, dies aber hauptsächlich durch Umsteiger aus anderen Tarifen, ohne massiv Neukunden anzusprechen oder mehr Fahrten zu generieren. Für mehr Fahrgäste sorgte der weitere Angebotsausbau.[4] 2019 wollte auch Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD, 2014-2021) eine 365-Euro-Jahreskarte einführen. Im Bundesland Salzburg wurde zum 1. Jänner 2020 unter dem Namen myRegio Jahresticket eine Jahreskarte eingeführt, welche für eine Region des Bundeslandes 365 Euro kostete.[5]

Trivia

Ein bekanntes Zitat aus den 1970er Jahren lautet sinngemäß: „Kaufen Sie eine Schachtel Zigaretten, in der sich nur eine Zigarette befindet? Nein ? Aber beim Auto ist das so: Darin sitzt meist nur eine Person.“

Einzelnachweise

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Kostenlose Benutzung des ÖPNV) vermutlich nicht.

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