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	<title>FAKKEL - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-18T10:48:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in PlusPedia</subtitle>
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		<id>https://h.suprapedia.de/w/index.php?title=FAKKEL&amp;diff=268596&amp;oldid=prev</id>
		<title>Tingi: Wurde in wikipedia nach einer Löschdiskussion auf einen Abschnitt in Katastrophensoziologie kastriert</title>
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		<updated>2012-01-28T14:36:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wurde in wikipedia nach einer Löschdiskussion auf einen Abschnitt in Katastrophensoziologie kastriert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;FAKKEL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Merkkürzel (in Gestalt eines [[Akronym]]s) eines für die [[Katastrophensoziologie]] entwickelten und ganze Gesellschaften ([[Makrosoziologie|makrosoziologisch]]) einbeziehenden Prozess[[modell]]s, mit dem sechs langfristige soziale „Stadien“ bezeichnet werden - beginnend mit einem Stadium der „Friedensstiftung“ innerhalb einer Gesellschaft (in dem die Gefahr von [[Katastrophe]]n am geringsten ist, weil gerade eine einschneidende Notlage gründlich behoben worden ist), über den Aufbau dieser Gefahr (die Katastrophengenese), den Katastrophendurchlauf selber, endend mit den Katastrophenfolgen. Es wurde erstmals 1983 von [[Lars Clausen]] publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Übergang zum Untergang. Skizze eines makrosoziologischen Prozeßmodells der Katastrophe&amp;#039;&amp;#039;, in: Lars Clausen, [[Wolf R. Dombrowsky]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Soziologie der Katastrophen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zivilschutzforschung&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 14, Bonn 1983, S. 41–79.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Näheres ==&lt;br /&gt;
Das zentrale analytische Merkmal des FAKKEL-Prozesses ist der [[Sozialer Konflikt|soziale Konflikt]] in der [[Experten-Laien-Kommunikation]], d.&amp;amp;nbsp;h. die (im Katastrophenfall fatale) Trennung und dann immer feindseligere Auseinanderentwicklung der [[Subkultur]] der Fachleute („Experten“) von der übrigen Bevölkerung (den „Laien“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Darstellung dienen [[Figuration (Soziologie)|Figuration]]en des [[Sozialer Wandel|sozialen Wandels]], die in den drei sozialen Dimensionen&lt;br /&gt;
# der „[[Sozialer Wandel#Begriffe|Radikalität]]“ - vom schwachen zum starken Wandel reichend, &lt;br /&gt;
# der „Rapidität“ - von verlangsamtem bis beschleunigten Wandel reichend - und&lt;br /&gt;
# der „[[Ritual|Ritualität]]“ - vom realistisch bis [[Magisierung|magisiert]] bemeistertem Wandel reichend&lt;br /&gt;
modelliert sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars Clausen, &amp;#039;&amp;#039;Tausch&amp;#039;&amp;#039;, Kösel, München 1978&amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Katastrophe“ selbst liegt in jeder Dimension im Extrembereich, d.&amp;amp;nbsp;h. sie ist extrem gründlich (radikal), beschleunigt (rapide) und dämonisiert (magisiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Stadien F-A-K-K-E-L ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechs Stadien sind&lt;br /&gt;
# die &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;riedensstiftung&amp;quot; - eine einschneidende Notlage ist behoben worden, der soziale Wandel dorthin ist &amp;#039;&amp;#039;gründlich, schnell&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;realistisch&amp;#039;&amp;#039; gewesen, Experten und Laien sind Verbündete; &lt;br /&gt;
# die &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lltagsbildung&amp;quot;, noch unterteilt in „[[Institution]]alisierung“ und „[[Routine|Routinisierung]]“ - ein infolge dessen unnötig erscheinender und sehr langsamer neuer sozialer Wandel, aber die Expertenrolle etabliert sich mit zunehmendem Abstand von der Friedensstiftung abgesondert von den Laien, d.&amp;amp;nbsp;h. die Gesellschaft &amp;#039;&amp;#039;magisiert&amp;#039;&amp;#039; sich ,&lt;br /&gt;
# die &amp;quot;[[Klasse (Soziologie)|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;K&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lassen]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;formation&amp;quot; - &amp;lt;/nowiki&amp;gt;das „Experten-Laien-Syndrom“ - &amp;#039;&amp;#039;radikalisiert&amp;#039;&amp;#039; sich, d.&amp;amp;nbsp;h. beide [[Subkultur]]en [[Experten-Laien-Kommunikation#Abbruch der Experten-Laien-Kommunikation|trennen sich voneinander]], zunehmend verächtlich (Experten gegenüber Laien) bzw. misstrauisch (umgekehrt), so dass sich neuartige Katastrophenmöglichkeiten unbemerkt aufbauen; &lt;br /&gt;
# der &amp;quot;[[Katastrophe|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;K&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;atastrophen]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;eintritt&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;quot; - neuartige Katastrophen treten also unvermutet (&amp;#039;&amp;#039;rapide&amp;#039;&amp;#039;) ein;&lt;br /&gt;
# das &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nde aller Sicherheit&amp;quot; - die soziale [[Netzwerkdichte|Entnetzung]] greift um sich, das Vertrauen in die Experten ist gänzlich verlorengegangen, aufs Ganze werden die Laien notgedrungen zu kurzsichtig fortwurstelnden und [[Anomie|anomischen]] &amp;#039;Katastrophenrealisten&amp;#039;, das unterbindet weiteren gesamtgesellschaftlichen Wandel, seine &amp;#039;&amp;#039;Radikalität&amp;#039;&amp;#039; geht also zurück; &lt;br /&gt;
# die &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;iquidation der Werte&amp;quot;, bei praktisch missachteten und nun in Vergessenheit geratenden alten Werthaltungen wird der verzweifelte Zustand stationär, &amp;#039;&amp;#039;Verlangsamung&amp;#039;&amp;#039; des Wandels. Die Gesellschaft geht in der Folge unter, teilt sich, schließt sich anderen Gesellschaften (Invasoren) an oder findet doch eine eigene ‚Lösung‘ (= neue „Friedensstiftung“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist: &amp;quot;Die sechs Stadien folgen nach diesem Modell &amp;#039;&amp;#039;nicht zwangsläufig&amp;#039;&amp;#039; aufeinander.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Clausen 2003, S. 62 &amp;#039;&amp;#039;et passim&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind von den sechs operativen &amp;#039;&amp;#039;Phasen&amp;#039;&amp;#039; des [[Katastrophenschutz]]es zu unterscheiden, die im Stadium 4 anlaufen (&amp;#039;&amp;#039;vgl.&amp;#039;&amp;#039; das Modell [[LIDPAR]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[[Lars Clausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Reale Gefahren und katastrophensoziologische Theorie.&amp;#039;&amp;#039; In: Lars Clausen, Elke M. Geenen, Elísio Macamo (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Entsetzliche soziale Prozesse. Theorie und Empirie der Katastrophen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Konflikte, Krisen und Katastrophen – in sozialer und kultureller Sicht&amp;#039;&amp;#039; 1). Lit-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-8258-6832-X, S. 51–76.&lt;br /&gt;
* [[Elke M. Geenen]]: &amp;#039;&amp;#039;FAKKEL. Ein katastrophensoziologisches Prozeßmodell.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolf R. Dombrowsky]], Ursula Pasero (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft, Literatur, Katastrophe. Festschrift zum sechzigsten Geburtstag von Lars Clausen.&amp;#039;&amp;#039; Westdeuschter Verlag, Opladen 1995, ISBN 3-531-12785-3, S. 176–186.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Fakkel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung|FAKKEL]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophensoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Konfliktsoziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Tingi</name></author>
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